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Auswandern nach Neuseeland: Voraussetzungen, Hürden und Chancen

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Auswandern nach Neuseeland: Voraussetzungen, Hürden und Chancen

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    Neuseeland zieht jedes Jahr viele Auswanderer an. Doch diese müssen Voraussetzungen erfüllen.
    Neuseeland zieht jedes Jahr viele Auswanderer an. Doch diese müssen Voraussetzungen erfüllen. Foto: NMint, stock.adobe.com (Symbolbild)

    Neuseeland stellt für viele Deutsche in ihrer Vorstellung ein fernes Paradies dar. Eine atemberaubende Natur, traumhafte Strände, eine hohe Lebensqualität und eine tolerante und entspannte Gesellschaft sind laut einer Dokumentation des ZDF die häufigsten Gründe, die deutsche Auswanderer nach Neuseeland ziehen. Doch welche Hürden müssen auf dem Weg zu einem Leben in dem Inselstaat im Südwestpazifik überwunden werden? Und welche Voraussetzungen gibt es?

    Nach Neuseeland auswandern: Visum und dauerhaftes Aufenthaltsrecht

    Grundsätzlich sind Auswanderer in Neuseeland willkommen – und sogar explizit erwünscht. Der Verein Deutsche im Ausland gibt an, dass die Regierung in Neuseeland jedes Jahr rund 50.000 Einwanderer sucht, um die lokale Wirtschaft anzukurbeln. Bevor das Abenteuer starten kann, braucht es allerdings das passende Visum. Auswanderern ergeben sich hierbei mehrere Möglichkeiten.

    Wer von Beginn an plant, höchstens ein Jahr in Neuseeland zu leben, kann das „Working Holiday Visum“ beantragen. Dieses erlaubt es, bis zu zwölf Monate durch Neuseeland zu reisen und dort zu arbeiten. Für Auswanderer, die einen langfristigen Verbleib in Neuseeland anstreben, kann das „Accredited Employer Work Visa“ interessant sein. Laut der Einwanderungsbehörde Immigration New Zealand erlaubt dieses Visum einen Aufenthalt in Neuseeland bis zu fünf Jahren. Für den Erhalt braucht es allerdings den Nachweis eines Jobangebots in dem Inselstaat. Die Kosten für das Visum betragen 1540 Neuseeland-Dollar (NZD), umgerechnet rund 777 Euro.

    Für eine dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung, das „Resident Visa“, müssen Auswanderer einige Voraussetzungen erfüllen. Die neuseeländische Einwanderungsbehörde zeigt mehrere Wege auf, die zu dem Visum führen, mit dem sich Menschen unbefristet in Neuseeland aufhalten und dort arbeiten können. Ein Weg ist ein Punktesystem Skilled Migrant Category (SMC), in dem unter anderem die Qualifikation, die Arbeitserfahrung in Neuseeland und die familiäre Situation bewertet werden. Um eine dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung zu erhalten, braucht es in diesem System mindestens sechs Punkte.

    Ein direkterer Weg verläuft über den Job. Genauer gesagt über die Green List.

    In Neuseeland leben: Was hat es mit der Green List auf sich?

    Die Green List spielt im beruflichen Leben von Neuseeland-Auswanderern eine Hauptrolle. Auf der Liste sind Jobs und Branchen aufgeführt, in denen es in dem Inselstaat einen hohen Bedarf gibt. Die Liste ist in zwei Stufen eingeteilt, „Tier 1“ und „Tier 2“. Wer einen Job erhält, der unter Tier 2 gelistet ist, kann ein „Work to Residence Visa“ erhalten, informiert die neuseeländische Regierung. Ein solches stößt einen Prozess an, der nach zwei Jahren zur dauerhaften Aufenthaltsgenehmigung führen kann. Die Branchen, die unter Tier 2 fallen, in der Übersicht:

    • Konstruktion
    • Handel
    • Elektrotechnik, Informations- und Kommunikationstechnik
    • Sonstige (wie Lehrer für Kinder mit besonderen Bedürfnissen)

    Wer als Auswanderer in Neuseeland einen Beruf der Kategorie Tier 1 aufnimmt, kann direkt ein „Resident Visa“ erhalten. „Straight to Residence Visa“ nennt sich der entsprechende Prozess. Die Berufsfelder, die unter Tier 1 fallen, finden sich im Folgenden:

    • Maschinenbau
    • Gesundheits- und Sozialwesen
    • Konstruktion
    • Elektrotechnik, Informations- und Kommunikationstechnik
    • Sonstige (wie Grundschullehrer)

    Wer einen Job in einer Branche erhält, der in Tier 1 oder Tier 2 der Green List verankert ist, kann sogar mit einem Bonus bei der Auswanderung rechnen. Die Regierung informiert, dass eine Umzugsprämie von bis zu 10.000 Neuseeland-Dollar gezahlt wird, umgerechnet rund 5050 Euro.

    Auch Vermögen kann eine Eintrittskarte nach Neuseeland darstellen

    Für vermögende Personen ist es möglich, auch ohne ein Jobangebot nach Neuseeland auszuwandern. Sie können ein „Active Investor Plus Visa“ erhalten, das knapp 30.000 Neuseeland-Dollar kostet. „Sie müssen über mindestens 5 Millionen NZD verfügen, um einen Antrag in der Kategorie ‚Growth‘ zu stellen, oder über mindestens 10 Millionen NZD, um einen Antrag in der Kategorie ‚Balanced‘ zu stellen“, informiert die neuseeländische Einwanderungsbehörde.

    Die jeweiligen Summen müssen in zugelassene Vermögenswerte investiert werden. Auswanderer, die diese Voraussetzung erfüllen, können auch älter als 55 Jahre alt sein, was bei den anderen Visa nicht der Fall ist. Nach drei Jahren dürfen sie eine dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung beantragen.

    Auswandern nach Neuseeland: sprachliche und gesundheitliche Voraussetzungen

    Neben einem Job müssen Auswanderer in Neuseeland für ein Visum auch noch andere Voraussetzungen nachweisen. Wichtig sind vor allem gute Englischkenntnisse. Laut Immigration New Zealand werden die Sprachkenntnisse durch das International English Language Testing System beurteilt. Nur wer bei dem Test gut abschneidet, hat auch gute Chancen auf ein Visum.

    Ein Gesundheitscheck ist ebenfalls Teil der Routine, wenn es um eine Aufenthaltsgenehmigung geht. Die Visa werden nur an Personen unter 55 Jahren herausgegeben, die körperlich gesund sind. Auch ein einwandfreies polizeiliches Führungszeugnis muss vorgelegt werden.

    Auch interessant: Auch wer nach Schweden auswandern möchte, muss Voraussetzungen erfüllen. In dem skandinavischen Land gibt es ebenfalls einige Branchen, in denen Fachkräfte gesucht werden, beispielsweise in der IT.

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