Die dunkle Seite der Geschichte wird hier immer präsent bleiben. Am Obersalzberg hatte Adolf Hitler seine Alpenfestung und die Nazi-Führungsmannschaft baute sich ringsherum Ferienhäuser. Die Amerikaner zerstörten die meisten dieser Gebäude nach Kriegsende, denn einen braunen Olymp sollte es nicht geben. Dafür baute der Freistaat Bayern auf knapp tausend Meter ein Dokumentationszentrum und ein Luxusresort, in dem seit 20 Jahren das „Kempinski“ residiert, mit schönem Spa, Zwei-Sterne-Restaurant „Pur“ und herrlichem Blicken auf Watzmann, Hohen Göll und Kehlsteinhaus. Am schönsten zu erleben im beheizten Außenpool.
Schon beim Betreten der Lobby ist klar: Hier herrscht schnörkelloser Alpine-Chic. Das Personal trägt Dirndl und Lederhosen, sogar die erste Ansprechpartnerin der Gäste, die Lady in Red, schlüpft am Obersalzberg ins Dirndl und nicht ins Kostüm. Holz und Glas werden geschickt kombiniert, Kamin und Accessoires vermitteln wohlige Wärme. Elemente, die sich auch in den Zimmern widerspiegeln.
Nur einer trägt Weiß: Hobby-Bergsteiger und Kilimandscharo-Bezwinger Ulrich Heimann hat seit zwei Jahren mit seinem „Pur“ zwei „Michelin“-Sterne. Wer keine Lust auf „Pur“ hat, geht ins „Johann Grill“ mit regionalen Gerichten. Der Weg ins King-Size-Bett ist dann nicht mehr weit. Hervorragende Matratzen und frische Bergluft lassen den Gast schlummern. Bis morgens die Vögel zwitschern und später auch ein paar Kuhglocken zu hören sind.
Kempinski Berchtesgaden, Luxushotel mit 2-Sterne-Restaurant „Pur“, Pools, Spa, Traumblick, DZ ab 300 €, www.kempinski.com/de/kempinski-hotel-berchtesgaden
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