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Wandern im Türkei-Urlaub: Die schönsten und eindrucksvollsten Routen

Türkei

Wandern im Türkei-Urlaub: Die schönsten und eindrucksvollsten Routen

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    Der Lykische Weg gehört zu den schönsten Wanderrouten in der Türkei.
    Der Lykische Weg gehört zu den schönsten Wanderrouten in der Türkei. Foto: Galyna Andrushko, stock.adobe.com

    Die Türkei zieht jedes Jahr zahlreiche Besucher an. Zu den beliebtesten Reisezielen zählen Kappadokien, Istanbul und Antalya. Neben diesen Urlaubsorten ist aber auch die türkische Hauptstadt Ankara einen Besuch wert: Die Stadt wurde 2026 offiziell als Tourismus-Hauptstadt ausgezeichnet. Neben kilometerlangen Stränden und kulturellen Highlights bietet die Türkei auch für Wanderfans abwechslungsreiche Routen. Doch wo genau lassen sich die schönsten und eindrucksvollsten Wege entdecken?

    Wanderurlaub: Kann man in der Türkei gut wandern?

    Geht es um historisch bedeutende Kulturstätten oder um eindrucksvolle Landschaften, ist die Liste des UNESCO-Welterbes eine gute Anlaufstelle. Die UNESCO zeichnet weltweit Stätten aus, die aufgrund ihrer kulturellen oder natürlichen Bedeutung als besonders schützenswert gelten. In der Türkei sind laut UNESCO derzeit 22 Stätten als Welterbe anerkannt (Stand 2026). Diese Auszeichnungen betreffen zwar überwiegend Kulturdenkmäler, doch auch außergewöhnliche Naturlandschaften sind darunter vertreten.

    So gehören etwa der Göreme-Nationalpark und die Felsformationen von Kappadokien zum UNESCO-Welterbe. Hier erstreckt sich eine einzigartige Erosionslandschaft aus vulkanischem Tuffstein, geprägt von markanten Felsformationen, den sogenannten „Feenkaminen“. Gleichzeitig beherbergt die Region jahrtausendealte Höhlenkirchen, unterirdische Städte und Siedlungen, die bis in die Zeit des Byzantinischen Reiches zurückreichen.

    Auch die Stadt Pamukkale steht auf der UNESCO-Liste. Die Organisation beschreibt die Region als eine nahezu „unwirkliche Landschaft“: Weiße, terrassenförmig angelegte Kalksinterbecken, entstanden durch mineralhaltiges Thermalwasser, wirken wie versteinerte Wasserfälle. Oberhalb dieser Naturformationen liegen die antiken Ruinen der Stadt Hierapolis.

    Gerade diese Verbindung von Natur und Geschichte macht die Türkei auch als Wanderort interessant. Die UNESCO-Gebiete befinden sich in landschaftlich besonders reizvollen Regionen mit weiten Tälern, Schluchten und Hochplateaus. Wer hier wandert, bewegt sich nicht nur durch abwechslungsreiche Naturräume, sondern zugleich durch historische Kulturlandschaften.

    Türkei: Wo sind die schönsten Wanderwege?

    Neben den UNESCO-Welterben hält die Türkei zahlreiche Wanderwege bereit. Laut der türkischen Zeitung Hürriyet können Wanderfans – ob Anfänger oder Erfahrene – auf über 300 Wanderwegen unterschiedliche Regionen erkunden. Diese fünf Routen zählen zu den schönsten Wanderwegen in der Türkei:

    1. Lykischer Weg
    2. Paulusweg
    3. Yenice-Nationalpark
    4. Kaçkar-Gebirge
    5. Evliya-Çelebi-Weg

    Eine der schönsten Wanderrouten der Türkei: Der Lykische Weg

    Einer der beliebtesten Wanderwege der Türkei ist der Lykische Weg. Die britische Zeitschrift Time Out zeichnete ihn 2025 sogar als die weltweit schönste Wanderroute aus. Der Weg erstreckt sich über mehr als 450 Kilometer entlang der türkischen Mittelmeerküste von Fethiye bis nach Antalya. Laut dem Outdoor-Tourismus-Portal Outdooractive.com führen über 26 Etappen durch außergewöhnliche Landschaften, von steilen Klippen und türkisblauem Meer bis zu den hohen Bergen des Taurus, die über 300 Meter hochragen.

    Fernwanderweg in der Türkei: Der Paulusweg

    Der Paulusweg ist ein Fernwanderweg mit weit zurückreichender Geschichte. Laut dem Österreichischen Alpenverein bietet er eine gute Alternative zum oft überlaufenen Jakobsweg in Spanien. Überlieferungen zufolge soll der Apostel Paulus auf seiner ersten Missionsreise im Jahr 47 n. Chr. diese Route durch die Südküste und das Hochland von Pisidien genommen haben.

    Die Wanderroute ist eher für erfahrene Wanderer geeignet. Laut dem Alpenverein sollten etwa 15 Tage eingeplant werden. Naturhighlights sind dem Wanderportal wandern.de zufolge unter anderem die Karawanenschlucht des Yazılı-Canyon-Nationalparks, das Naturschutzgebiet Kasnak am Fuße des Davras und die weitläufigen Hochebenen des Taurusgebirges.

    Wandern durch den Yenice-Nationalpark: für Anfänger und erfahrene Wanderfans

    Die Routen im Yenice-Nationalpark sind laut Hürriyet noch relativ unbekannt in der Türkei, bieten aber für Wanderer aller Erfahrungsstufen zahlreiche Möglichkeiten. Insgesamt erstrecken sich 21 Wege über rund 396 Kilometer. Sowohl kurze Tageswanderungen als auch mehrtägige Touren lassen sich hier planen, sodass für jedes Leistungsniveau passende Strecken verfügbar sind. Besonders beliebt ist laut Outdooractive.com der Karagöl-See, der in die umliegenden Berge eingebettet ist. Wer weitläufige Ausblicke genießen möchte, kann die Panoramawege durch das Ida-Gebirge erkunden.

    Anspruchsvolle Wanderrouten in der Türkei im Kaçkar-Gebirge

    Für erfahrene Wanderer ist das Kaçkar-Gebirge im Nordosten der Türkei ideal. Laut Hürriyet gibt es in der Region insgesamt 32 Bergpfade von unterschiedlicher Länge und Schwierigkeit: Einige sind in wenigen Stunden begehbar, andere erfordern mehrere Tage, um die Strecke vollständig zu bewältigen.

    Die Wege führen durch weitgehend unberührte Natur und verbinden alpine Landschaften, Gletscherseen, Flüsse und vielfältige Ökosysteme. Nach Angaben der Tourismusinitiative discoverkackar.com gibt es in der Region über 50 alpine Bergseen, die eingebettet im Hochgebirge liegen und ein eindrucksvolles Naturerlebnis bieten.

    Wandern in der Türkei: Evilya-Celebi-Weg

    Auch im Nordwesten Anatoliens gibt es schöne Wanderwege – so etwa der Evliya-Çelebi-Weg. Dieser verläuft laut dem Verein Netzwerk Weitwandern e. V. durch abgelegene Landschaften, kleine Dörfer und historische Orte, weitgehend abseits der üblichen touristischen Pfade.

    Benannt wurde der Weg nach dem osmanischen Entdecker Evliya Çelebi aus dem 17. Jahrhundert, der die türkische Region auf seiner Reise nach Mekka durchquerte. Das Besondere an diesem Weg ist, dass er für zwei Arten von Reisenden konzipiert wurde: sowohl für Wanderer als auch für Reiter. Manche Abschnitte sind für Fußgänger nur schwer passierbar – hier können Minitaxis als Transportmöglichkeit genutzt werden, während Reiter die ursprünglichen Pfade auf eigene Faust erkunden können.

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