Pfingstferien und gleichzeitig Brückentag. Nicht gerade der beste Tag, um ein Freibad zu schließen. Glück dabei: Der Wetterbericht hatte einigermaßen recht und das Wetter an diesem Freitag war nicht gerade so, dass ein Freibadbesuch die allererste Wahl gewesen wäre. Laut Aussage der Verantwortlichen sei die Wettervorhersage bei der Entscheidung, dass an diesem Tag geschlossen bleiben sollte, berücksichtigt worden.
Personalengpass führt zu Einschränkungen im Bobinger Aquamarin
Der eigentliche Grund für die Schließung war aber Personalknappheit. Bobingens Bäderchef, Hans Heuberger, erklärte die Schließung so: „Eine für den Betrieb des Freibads erforderliche Fachkraft hat ihr Beschäftigungsverhältnis gekündigt und steht der Stadt ab sofort nicht mehr zur Verfügung. Dadurch ist kurzfristig ein personeller Engpass entstanden – ein Problem, das nicht nur Bobingen betrifft. Viele Bäder haben Schwierigkeiten, geeignetes Fachpersonal zu finden, und müssen deshalb ihre Öffnungszeiten einschränken, beispielsweise durch eine tageweise Schließung.“
Allerdings habe die Stadt Bobingen auf die Kündigung schnell reagiert und die freigewordene Stelle umgehend ausgeschrieben. Mittlerweile würden bereits Bewerbungen vorliegen, so Heuberger. Daher gehe man bei der Stadt davon aus, dass die Stelle bald wieder besetzt und damit der reguläre Freibadbetrieb aufrechterhalten werden könne. „Die Sicherheit unserer Badegäste steht dabei an erster Stelle. Bei der Entscheidung, ob und zu welchen Zeiten Einschränkungen erforderlich sind, berücksichtigt die Stadt neben der personellen Situation auch weitere Faktoren, wie stark oder weniger frequentierte Badezeiten sowie die jeweils aktuelle Wetterprognose“, schränkt Heuberger ein.
Bobingen: Beachparty muss abgesagt werden
Aber ganz folgenlos bleiben solche Personalengpässe natürlich nicht. Die Schließung am letzten Ferientag war erst das erste sichtbare Zeichen. Bereits jetzt steht fest, dass die geplante Beachparty am 15. August wegen fehlender personeller Kapazitäten nicht stattfinden kann. Ob das beliebte Mondscheinschwimmen, das für den 28. Juli geplant ist, stattfinden kann, werde derzeit geprüft.
Die Schließzeiten würden vom Personal zum Abbau von angehäuften Überstunden genutzt. Leider sei es aufgrund fehlender Qualifikationen nicht möglich, sich Arbeitskräfte aus dem Königsbrunner Hallenbad „auszuleihen“, erklärt Heuberger. Grund zur Sorge, dass die Zukunft des Bobinger Freibades auf der Kippe stehe, gebe es laut Hans Heuberger allerdings nicht: „Wir sehen keinen Grund, sich um die Zukunft des Aquamarins Sorgen zu machen. Die eingegangenen Bewerbungen zeigen, dass das Bad als Arbeitsplatz und die Stadt Bobingen als Arbeitgeberin attraktiv sind.“
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