Die Strategie des Bobinger Industrieparks ist schlüssig und ambitioniert: Er will unabhängig vom Energiemarkt werden. Wie wichtig das ist, zeigte sich vor vier Jahren: Russland drosselte die Gaszufuhr. Die deutsche Industrie schlug Alarm. Auch im Augsburger Land brachen unruhige Zeiten an: Schließlich hängen tausende Arbeitsplätze an energieintensiven Betrieben. Die in der Folge gestiegenen Energiepreise belasten viele Unternehmen massiv. Besonders energieintensive Branchen geraten im internationalen Vergleich unter Druck.
Das ist in Zukunft geplant: Photovoltaik, grüner Wasserstoff und Batteriespeicher
Der Industriepark steuert dagegen und will Energie zum Topthema machen: Wie bekannt wurde, sollen in den nächsten Jahren auf insgesamt 218.000 Quadratmetern Photovoltaik-Anlagen mit einem Ertrag von über 40 Megawatt errichtet werden. Geplant ist außerdem die Produktion von grünem Wasserstoff und ein Batteriespeicher. Offenbar gibt es auch Überlegungen, die erzeugte Energie aus dem geplanten Windpark im Westen der Stadt zu nutzen. Damit würde die Stadt tatsächlich zur Energiestadt - mit diesem Titel wirbt die Stadt seit zwei Jahren.
Freie Flächen nutzen: Industriepark Bobingen muss sich auch für das Gewerbe öffnen
Was die Stadt allerdings nicht aus dem Fokus verlieren darf: Sie braucht nicht nur Industrie, sondern auch einen gesunden Mittelstand. Dieser benötigt dringend Gewerbeflächen. Genau diese Flächen finden sich im Industriepark, der sich öffnen, offensiv damit werben und präsenter in der Öffentlichkeit stehen sollte.
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