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Schwabmünchen/Bobingen: Wie geht es mit den Wertachkliniken weiter?

Schwabmünchen/Bobingen

Wie geht es mit den Wertachkliniken weiter?

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    Wohin führt der Weg der Wertachkliniken mit ihren Standorten Bobingen und Schwabmünchen?
    Wohin führt der Weg der Wertachkliniken mit ihren Standorten Bobingen und Schwabmünchen? Foto: Matthias Baumgartner

    Die Zukunft der Wertachkliniken steht am Dienstagabend in einer Sondersitzung des Kreistags und der Stadträte aus Schwabmünchen und Bobingen im Fokus.

    Welche Perspektiven gibt es für die Standorte in Schwabmünchen und Bobingen? Das ist die Kernfrage, um die es ab 18.30 Uhr in der Schwabmünchner Stadthalle geht. In der öffentlichen Sitzung wird ein Strategiekonzept vorgestellt, das ein Unternehmensberater für die Wertachkliniken erarbeitet hat. Ein Jahr lang wurden die beiden Häuser unter die Lupe genommen. Viele Gespräche wurden mit Führungskräften, niedergelassenen Ärzten in den beiden Städten und auch Mitarbeitern der Uniklinik in Augsburg geführt.

    Zahlen und Fakten zu den Wertachkliniken

    In Bobingen gibt es 130 und in Schwabmünchen 126 Betten. Beschäftigtenzahl: 732.

    Die Wurzeln der beiden Krankenhäuser reichen in beiden Orten bis weit ins 19. Jahrhundert zurück.

     Die jetzigen Gebäude stammen aus den 1960er/70er Jahren wurden seitdem mehrfach modernisiert.

    Seit 2006 bilden beide Häuser das "Gemeinsame Kommunalunternehmen Wertachkliniken Bobingen und Schwabmünchen".

    Ausbau der Pflegeschulean der Wertachklinik in Bobingen

    Die Krankenhausberatung Oberender AG wird die Ergebnisse des umfassenden Gutachtens präsentieren und Empfehlungen aussprechen. Eine Entscheidung, wie die Zukunft der beiden Häuser aussieht, wird bei der Präsentation allerdings nicht fallen. "Es ist eine reine Vorstellung", sagt Klinikchef Martin Gösele.

    Durchgesickert ist bereits, dass das Gutachten eine Reihe von Lösungsmöglichkeiten aufzeigt und einen klaren Schnitt favorisiert. So sollen die beiden bestehenden Häuser in Bobingen und Schwabmünchen durch einen Neubau ersetzt werden. Aber wo? Das ist anscheinend offen. Die jetzigen Häuser sollen weiter für medizinische Zwecke verwendet werden. So ist unter anderem eine Kurzzeitpflege im Gespräch.

    Klinikgebäude sind in die Jahre gekommen

    Erst vor wenigen Wochen hatte der Landkreis einen massiven Ausbau der Pflegeschule an der Wertachklinik in Bobingen beschlossen. Mehr als drei Millionen Euro sind für Räumlichkeiten und Unterkünfte in Containern vorgesehen. Damit bleiben die Wertachkliniken flexibel und offen für weitere Entscheidungen.

    In einem Interview vor zwei Monaten sagte Gösele, dass neue Wege gefunden werden müssten, um zukunftsfähig zu sein und um die zunehmend schwierigeren Rahmenbedingungen zu meistern. Allen voran stehe der Fachkräftemangel, aber auch der Investitionsstau, die Ambulantisierung und die Digitalisierung sowie die gesetzlichen Regelungen, die kleine Krankenhäuser benachteiligen. Die Klinikgebäude in Bobingen und Schwabmünchen seien in die Jahre gekommen. Gösele: "Unter anderem sind Dreibettzimmer heute nicht mehr zeitgemäß und auch aus pandemischer Sicht nicht sinnvoll. Corona hat uns gezeigt, dass wir mehr Isolationsmöglichkeiten brauchen."

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