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Augsburger Panther-Trainer Ted Dent muss gehen

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„Hoffentlich passiert etwas Gutes“: Zuschauer bleiben AEV trotz Negativrekords treu

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    Wirkte zunehmend ratlos hinter der Bande der Augsburger Panther und musste nun gehen: Ted Dent ist nicht mehr Trainer der Panther.
    Wirkte zunehmend ratlos hinter der Bande der Augsburger Panther und musste nun gehen: Ted Dent ist nicht mehr Trainer der Panther. Foto: Adrian Goldberg

    Mit Niederlagenserien kennen sich die Augsburger Panther aus. Der bisherige Negativ-Rekord steht bei 13 Pleiten in Serie und stammt aus dem Herbst 2005. Damals gelang dem Team mit einem 2:3 nach Penaltyschießen in Hamburg zumindest bei der neunten Niederlage ein Punktgewinn. Im Herbst 2024 ist die Bilanz noch gruseliger. Nach dem 3:4 am Dienstag Abend in Frankfurt hat das Gründungsmitglied der Deutschen Eishockey Liga zehnmal in Folge ohne Punktgewinn das Eis verlassen. Das gab es noch nie während der 31-jährigen DEL-Zugehörigkeit des ältesten Eislaufvereins Deutschlands. Daraus zog der AEV die Konsequenzen und trennte sich von Trainer Ted Dent. Sportdirektor Larry Mitchell übernimmt.

    Der Trainer wirkte zunehmend ratlos. „Hoffentlich passiert etwas Gutes für unsere Mannschaft hier, bald“, sagte Chefcoach Ted Dent nach der Niederlage in Frankfurt. Die Augsburger zeigten sich zwar etwas stabiler als in den vorangegangenen Spielen, offenbarten aber auch bekannte Schwächen. Das Startdrittel ging wieder einmal verloren. „Wir müssen von Anfang an da sein, das ist uns in letzter Zeit nicht geglückt“, hatte Kapitän Denis Reul vor Spielbeginn noch gefordert. Es kam wieder anders. Den 0:1-Rückstand glich T. J. Trevelyan zwar schnell aus. Zur ersten Pause lag der AEV jedoch 1:2 hinten. Nach weiteren Augsburger Toren von Mick Köhler und Reul stand es bis zur 58. Minute 3:3. Hoffnung keimte auf. Ein Glückstreffer von Fröberg zum 4:3 entschied die ausgeglichene Partie. Immerhin verzeichneten die Panther mehr Torschüsse (40:30) und gewannen mehr Anspiele (34:26).

    Was Bundestrainer Harold Kreis über die Augsburger Panther sagt

    Der Wille aufseiten der Augsburger war erkennbar. Das analysierte Bundestrainer Harold Kreis, der das Spiel in der Frankfurter Eishalle verfolgte. „Augsburg braucht ein Erfolgserlebnis. Ich habe nicht den Eindruck, dass der Wille nicht da ist“, sagte Kreis im Interview mit Magentasport. Allerdings scheinen nicht alle Spieler den Ernst der Lage erkannt zu haben. Stürmer Riley Damiani ließ sich nach dem Gegentreffer zum 1:3 zu einem Stockstich hinreißen. Die Partie war in der 29. Minute für den Kanadier mit fünf Strafminuten plus einer Spieldauerstrafe beendet. Sein Sturmkollege Anthony Louis wurde vor dem gegnerischen Tor mit dem Stock attackiert, was die Schiedsrichter übersahen. Mit einem plumpen Stockschlag revanchierte sich der AEV-Angreifer und musste dafür auf die Strafbank. Die Autorität des Trainers reichte offenbar nicht aus, Undiszipliniertheiten zu unterbinden, die die eigene Mannschaft schwächen.

    Eine weitere Problemzone, für die das Trainerteam verantwortlich zeichnet, ist das Überzahlspiel. Fünf Frankfurter Strafzeiten ließ der AEV ungenutzt verstreichen. Das Überzahlspiel ist mit einer Quote von 11,25 Prozent das schwächste der Liga. Powerplay wird zwar permanent trainiert, aber auch in diesem Bereich geht es spielerisch bergab.

    Augsburger Panther verschlissen vier Trainer in einem Jahr

    In der Pleitenserie 2005 musste Trainer Randy Edmonds nach sechs der 13 verlorenen Spiele seine Koffer packen und wurde durch Paulin Bordeleau ersetzt. Im Herbst 2022 überstand der damalige Coach Peter Russell zunächst eine Serie von neun Niederlagen in Folge. Einen Tag vor Heiligabend musste der Schotte nach weiteren vier Pleiten aus fünf Spielen schließlich doch gehen und wurde durch Kai Suikkanen ersetzt. Der Finne war der vierte Trainer in Augsburg innerhalb eines Jahres nach Mark Pederson, Serge Pelletier und Russell. 

    Am Mittwoch Nachmittag reagierte der DEL-Klub auf die neuerliche Talfahrt und trennte sich von Trainer Dent. Sportdirektor Larry Mitchell übernimmt vorerst die Mannschaft. Die AEV-Anhänger zeigten sich beim jüngsten Heimspiel verärgert. Sie stellten nach dem ersten Drittel gegen Iserlohn ihre Unterstützung von den Rängen komplett ein. Die Zuschauer schickten die eigene Mannschaft mit einem Pfeifkonzert in die erste Pause. Zu hören waren lediglich einige Roosters-Anhänger, die den 5:2-Auswärtserfolg feierten. Die Augsburger Fans halten dem Klub allerdings weiterhin die Treue. Kurios: Trotz der größten sportlichen Krise der Klubgeschichte ist das nächste Heimspiel am Freitag gegen Straubing seit Tagen ausverkauft.

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