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FC Augsburg
26.04.2021

Der FCA-Talk: Markus Weinzierl muss nun seine Startschwäche abstellen

Markus Weinzierl ist zurück beim FC Augsburg.
Foto: Ulrich Wagner

Die Ära von Heiko Herrlich als FCA-Trainer ist Geschichte, Markus Weinzierl übernimmt. Was für ihn spricht - und was er nun dringend ändern muss.

Es schien angesichts des desaströsen Auftritts des FC Augsburg nur noch eine Formsache zu sein - am Montag bestätigte der FCA, dass Heiko Herrlich von seinen Pflichten als Trainer entbunden ist. Der Nachfolger ist ein alter Bekannter: Markus Weinzierl übernimmt ab sofort jenen Klub, den er einst in die Europa League geführt hat.

Unser FCA-Reporter Marco Scheinhof war in den vergangenen Tagen dicht am Verein dran und berichtet von der Stimmung im Verein: "Präsident Klaus Hofmann und die beiden Geschäftsführer Stefan Reuter und Michael Ströll saßen am Wochenende fast rund um die Uhr zusammen und haben getagt - es müssen sehr intensive Gespräche gewesen sein." Am Ende stand die Erkenntnis, dass Weinzierl wieder übernehmen soll.

Was für Weinzierl spricht: Er muss den Verein nicht erst kennenlernen, weiß um die internen Abläufe und kennt noch viele Mitarbeiter. Aus der Mannschaft sind aber nur noch vier Spieler übrig, die damals auch unter Weinzierl trainierten: Jeffrey Gouweleeuw, Raphael Framberger, Jan Moravek und Alfred Finnbogason. "Bei der Mannschaft betritt Weinzierl damit Neuland, aber er hat bereits am Montag die ersten Gespräche mit den Mitarbeitern geführt", so Scheinhof.

Zurück beim FC Augsburg: Markus Weinzierl.
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Markus Weinzierl ist neuer Coach: Das waren die FCA-Trainer seit 2000
Foto: Tom Weller, dpa

Weinzierl benötigte immer eine Anlaufzeit - die hat er diesmal nicht

Etwas sollte Weinzierl angesichts von nur noch drei verbleibenden Ligaspielen abstellen: seine Startschwäche. In seiner ersten Amtszeit beim FC Augsburg gelang ihm erst im siebten Spiel der erste Sieg. Bei seiner nächsten Station, dem FC Schalke, war das erst im sechsten Ligaspiel der Fall. Beim VfB Stuttgart gelang ihm im in der vierten Partie der erste Erfolg.

Weinzierl ist der fünfte Trainer im fünften Jahr beim FCA nach Weinzierl - dass nun auch der von Reuter lange gestützte Coach Heiko Herrlich gehen musste, wirft kein gutes Licht auf Reuter. Der hatte sich Mitte Februar noch sehr auf Herrlich festgelegt und gesagt: "Ich bin überzeugt davon, dass wir nicht nur die Saison zusammen beenden, sondern dass Heiko Herrlich wegen seiner Qualitäten als Trainer und als Mensch sehr langfristig beim FC Augsburg tätig sein wird." Weinzierl muss nun liefern. "Viel mehr schlechte Auswahl bei den Trainern darf er sich jetzt nicht mehr erlauben", so Scheinhof.

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26.04.2021

Herr Weinzierl macht nicht Hoffnung sondern veranschaulicht die limitierten Möglichkeiten der FCA-Führung.

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26.04.2021

Auch Herr Weinzierl wird erkennen, dass nicht er auf dem Platz steht, sondern junge Männer, die von ihren Beratern angehalten werden, möglichst ohne Verletzungsgefahr durch die Saison zu kommen und die nur dann Vollgas geben, wenn sich ein Scout von Real oder Manchester angesagt hat.
Das ist meiner Beobachtung nach in den letzten Jahren deutlich schlimmer geworden und betrifft mittlerweile alle 17 Vereine außer dem FC Uli vielleicht.
Mit Marco Richter haben wir so ein Musterexemplar, der in jeder Wechselperiode mit einem anderen Verein herumbändelt. Und dann beleidigt herumnörgelt, wenn sich keiner findet, der für ihn bezahlt.
Solange die Vereine keine effektive Handhabe gegen Leistungsverweigerer haben, wird das leider so bleiben.
Ich glaube fest daran, dass Augsburg ein Verein ist, bei dem die Fans im Stadion durch ihre sensationelle Atmosphäre den Spielern die Beine machen, die sie in der Corona-bedingten Laborsituation nicht oder nur sehr selten herausholen.
Also, es geht wieder besser, wenn wir wieder hin dürfen ins Stadion. Da bin ich fest überzeugt.
Egal, wer dann Trainer und Manager ist.


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26.04.2021

Super Analyse . Auch wenn der FCA nicht absteigen sollte, wie kann Reuter die andauernden Trainerwechsel und die doch teilweise Fragwürdigen Spielerverpflichtungen rechtfertigen?

Leider ist keinerlei Statement von Seiten eines S. Reuters zu bekommen.

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27.04.2021

Reuter wird nach der Saison gehen, anders geht es nicht mehr. Dafür hat er zu viel verbockt als Sportdirektor und Besserung ist bei ihm auch nicht zu erwarten.

Hoffen wir das der FCA dann noch in der ersten Liga spielt und wir nicht durch Reuters Unfähigkeit berufliches über privates zu stellen in der zweiten Liga gelandet sind!

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