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Bilanzen und Rekorde: Wenn FCA-Spieler für Deutschland aufliefen

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So lief es für den DFB bislang, wenn der FCA mitspielte

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    Das bislang letzte Länderspiel eines FCA-Akteurs für Deutschlands: Am 28. März 2023 verlor Mergim Berisha (Mitte) mit Deutschland gegen Belgien.
    Das bislang letzte Länderspiel eines FCA-Akteurs für Deutschlands: Am 28. März 2023 verlor Mergim Berisha (Mitte) mit Deutschland gegen Belgien. Foto: picture alliance, dpa

    Meistens, wenn Spieler von Augsburger Vereinen für die deutsche Nationalmannschaft aufliefen, durfte sich die DFB-Elf am Ende über einen Sieg freuen: Fünf Spieler des FC Augsburg oder seiner Vorgängervereine BC Augsburg und Schwaben Augsburg waren bislang für den DFB im Einsatz, sie kommen zusammen auf 84 Spiele und 31 Tore. Nun war mit Finn Dahmen erneut ein Augsburger für die Nationalmannschaft nominiert, saß jedoch sowohl beim 0:2 gegen die Slowakei als auch beim 3:1 gegen Nordirland nur auf der Bank und träumt damit weiter von seinem ersten Länderspiel-Einsatz. Er träte damit in große Fußstapfen – wenngleich zuletzt das Zusammenspiel von DFB und FCA-Akteuren weniger erfolgreich war.

    Insgesamt holte der DFB mit Augsburgern auf dem Platz 49 Siege, erreichte einmal das WM-Finale, holte zwei dritte Plätze bei einer Weltmeisterschaft und gewann 1954 sogar das Turnier mit einem Augsburger auf der Bank. 1966 hätte ein Rot-grün-weißer sogar großen Anteil daran haben können, den zweiten WM-Titel in der Verbandsgeschichte zu holen, und wurde nur durch ein irreguläres Tor um jenen Sieg gebracht. In der jüngsten Hochphase des FC Augsburg, der 2011 durch den Aufstieg in die Bundesliga gekrönt wurde, ist die Bilanz allerdings bisher wenig aussagekräftig und eher durchwachsen: In drei Spielen gelang nur ein Sieg und ein Unentschieden.

    FC Augsburg: So erfolgreich war Ernst Lehner von Schwaben Augsburg für den DFB

    Erster Augsburger, der sich in die Bilanz eintragen durfte, ist Ernst Lehner, der für den FCA-Vorgängerverein Schwaben Augsburg aktiv war. Er hält nicht nur den Rekord als bester Torschütze des FC Augsburg im DFB-Dress, in dieser Rolle verbuchte er auch die meisten Einsätze und war zeitweise Rekordspieler und -torschütze der gesamten Nationalmannschaft. In 55 Einsätzen, die er während seiner vielen Jahre beim FC Augsburg bis 1940 für den DFB absolviert hat, gelangen der Mannschaft 34 Siege und 9 Unentschieden, Lehner traf dabei 25 Mal und erreichte 1934 in Italien das WM-Halbfinale. Auch wenn dies verloren ging, hatte Lehner mit zwei Toren im Spiel um Platz 3 gegen Österreich seinen Anteil am dritten Platz der deutschen Mannschaft.

    Weniger Anteil, dafür mehr Erfolg hatte Ulrich Biesinger 20 Jahre später in der Schweiz. Er war damals von Trainer Sepp Herberger für die Weltmeisterschaft berufen worden und war somit Teil der Siegermannschaft, die das Finale mit 3:2 gegen Ungarn gewann. Zum Einsatz kam Biesinger während des Turniers allerdings nicht – als einer von nur drei Feldspielern. Immerhin blieb dem damals 20-Jährigen die Schmach in der Vorrunde erspart, als Herberger ebenfalls gegen Ungarn viele Ersatzspieler spielen ließ und die Mannschaft mit 3:8 unterging. Seinen tatsächlich ersten Einsatz hatte Biesinger dann nach der Weltmeisterschaft im Freundschaftsspiel beim 0:2 in Belgien. Er verbuchte sieben Länderspiele, von denen drei gewonnen und drei verloren wurden, jedes davon war ein Testspiel.

    Nur zwei Spieler des FC Augsburg liefen seit 1969 für Deutschland auf

    Gleich zwei WM-Medaillen holte Helmut Haller, der wohl beste und berühmteste Augsburger Fußballer aller Zeiten. Das wichtigste Spiel seines Lebens verlor er zwar, schoss dort allerdings sogar ein Tor: Beim WM-Finale 1966 in London gegen England, das der Gastgeber letztlich aufgrund des berühmten Wembley-Tores – das anerkannt wurde, obwohl der Ball nicht im Tor war – gewann. In dieser, seiner erfolgreichsten Zeit, hatte Haller Augsburg jedoch schon hinter sich gelassen und war in Bologna und Turin aktiv. Als Spieler des BC Augsburg wurde er erstmals 1958 für die DFB-Elf nominiert. Sein Debüt feierte er beim 1:1 in Dänemark, insgesamt 32 weitere Spiele sollten folgen, davon neun bei Weltmeisterschaften, wo er 1970 zudem Dritter wurde. Als Spieler des BCA nahm er an der WM 1962 teil und erhielt 19 seiner 33 Berufungen, bevor er nach Italien wechselte. Elf dieser Spiele wurden gewonnen, fünf endeten remis, drei gingen verloren.

    Andre Hahn (Mitte) im Training der Nationalmannschaft.
    Andre Hahn (Mitte) im Training der Nationalmannschaft. Foto: Timgroothuis, dpa (Archivbild)

    Zuletzt trugen sich noch Andre Hahn und Mergim Berisha in die Liste der deutschen Nationalspieler vom FC Augsburg ein. Hahn wurde im Mai 2014 beim Testspiel gegen Polen in Hamburg eingewechselt, das wenig aufregende Spiel endete 0:0. Womöglich wichtigstes Ereignis des Spiels: Mit Christoph Kramer feierte wie Hahn einer der Weltmeister von 2014 sein Länderspieldebüt. Eine Ära beim DFB prägen konnte Hahn aber nicht – für ihn wurde das Spiel dennoch ein Höhepunkt seiner Karriere. Berisha war zumindest ein klein wenig erfolgreicher.

    Er wurde beim 2:0 gegen Peru am 25. März 2023 für Niklas Füllkrug eingewechselt, der zuvor beide Tore erzielt hatte. Wie auch Hahns Debüt gegen Polen 2014 war auch jene Partie ein Freundschaftsspiel. Gegen einen überforderten und harmlosen Gegner zeigte Deutschland eine solide Leistung, Berisha konnte sich nicht in den Vordergrund spielen. Drei Tage später in Köln gegen Belgien gelang das etwas besser. Dort wurde Berisha nach 81 Minuten für Timo Werner eingewechselt und war an der Entstehung des Anschlusstreffers zum 2:3 von Serge Gnabry beteiligt. Dennoch blieb es bei der Niederlage – und bei zwei Länderspielen für Mergim Berisha.

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