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FC Augsburg: Der FCA blamiert sich zum Jahresabschluss

FC Augsburg

Der FCA blamiert sich zum Jahresabschluss

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    Augsburgs Marius Wolf kämpft mit Kiels Finn Porath und dem zweifachen Torschützen Shuto Machino um den Ball.
    Augsburgs Marius Wolf kämpft mit Kiels Finn Porath und dem zweifachen Torschützen Shuto Machino um den Ball. Foto: Frank Molter, dpa

    Eigentlich hätte es der Nachmittag des FC Augsburg werden können. Gastspiel bei verunsicherten Kielern, die mehr und mehr den Anschluss in der Tabelle zu verlieren drohten. Dazu noch eine frühe Führung durch Alexis Claude-Maurice (5.), die dem FCA Sicherheit geben sollte. Was danach aber folgte, war eine Blamage beim Kellerkind. 1:5 verloren die Augsburger vor 14.830 Fans. Statt ruhige Weihnachstage zu genießen, müssen sich die Verantwortlichen um die Zukunft sorgen.

    Die Augsburger sind in dieser Saison gern gesehene Gäste. Sie wagen es nur allzu selten, die Gastgeber in Bedrängnis zu bringen. Zwei mickrige Punkte holten sie in fremden Stadien in dieser Saison. Daran änderte sich am Samstagnachmittag nichts. Trotz des guten Beginns.

    Schlotterbeck verletzt sich nach wenigen Minuten gegen Kiel

    In Minute elf folgte der erste Nackenschlag. Keven Schlotterbeck verletzte sich am linken Oberschenkel und musste ausgewechselt werden. Für ihn kam Henri Koudossou in die Partie und rückte auf die linke Seite. Dimitrios Giannoulis übernahm die Innenverteidigerposition von Schlotterbeck. Es war die zweite Veränderung im Abwehrzentrum. Für den gesperrten Jeffrey Gouweleeuw war bereits Maximilian Bauer in die Startelf gerutscht. Die neu formierte Defensive kam in der Folge immer wieder in Bedrängnis.

    Zu Beginn des Spiel jubelten die FCA-Spieler nach dem 0:1 durch Alexis Claude-Maurice (3. von rechts).
    Zu Beginn des Spiel jubelten die FCA-Spieler nach dem 0:1 durch Alexis Claude-Maurice (3. von rechts). Foto: Frank Molter, dpa

    Bereits in der 12. Minute mit Folgen. Lasse Rosenboom traf völlig freistehend zum Ausgleich. Und Kiel legte nach. Shuto Machino flankte in die Mitte, FCA-Torwart Nediljko Labrovic kam zu spät – Phil Harres nutzte es per Kopf zum 2:1 (32.). Sah der Gästetorhüter hier bereits unglücklich aus, griff er in der 35. Minute völlig daneben. Labrovic ließ einen harmlosen Schuss aus mehr als 20 Metern durch die Hände rutschen – wieder war Harres der Torschütze. Im Vorfeld wollten die Augsburger ein Foul an Elvis Rexhbecaj gesehen haben, Schiedsrichter Tobias Welz wollte davon nichts wissen. Wenig später waren die Gäste wieder mit einer Entscheidung des Schiedsrichters unzufrieden. Claude-Maurice verursachte einen Freistoß, hatte Armin Gigovic tatsächlich kaum am Fuß getroffen. Freistoß gab es dennoch, den der überragende Machino an der Drei-Mann-Mauer vorbei ins Tor schoss. 4:1. Es war eine Demütigung.

    Die Augsburger hätte es noch schlimmer treffen können. Marius Wolf leistete sich ein heftiges Einsteigen gegen Finn Porath (29.), was durchaus eine Rote Karte zur Folge hätte haben können. Zumindest aus Kieler Sicht. Schiedsrichter Welz beließ es bei einer Gelben Karte. Auch so hatten die Augsburger eine Hälfte zum Vergessen erlebt.

    Eigentlich wollte der FCA-Trainer das Jahr gegen Kiel erfolgreich beenden

    Jess Throup hatte einen erfolgreichen Jahresabschluss gefordert. Auch für das eigene Gefühl. Was er geboten bekam, war über weite Strecke nicht ausreichend für Liga eins. Der Däne reagierte in der Pause mit nur einem Wechsel. Für Elvis Rexhbecaj kam Frank Onyeka in die Partie. Am Gesamtbild aber änderte sich wenig. Kiel kämpfte und ackerte, der FCA ließ sich davon beeindrucken. In der 69. Minute lag der Ball erneut im Augsburger Netz. Nach einem Freistoß war Harres völlig frei gewesen, nach Begutachtung des Videobeweises erkannte Welz allerdings eine Abseitsposition. Glück für den FCA, bei dem Arne Maier und Steve Mounié neu in die Partie kamen. Zudem stellte Thorup defensiv auf eine Viererkette um.

    Die Augsburger dominierten nun, da sich Kiel immer weiter zurückfallen ließ. Die besseren Chancen allerdings hatten die Gastgeber bei ihren wenigen Kontern, sie trafen in der Nachspielzeit gar noch zum 5:1 durch Machino. Der FCA hatte sich zwar in Hälfte zwei bemüht, am letztlich trostlosten Auftritt änderte das nichts. Noch am Abend flog die Mannschaft nach Augsburg zurück, wo im Stadion die Leistungstests vor der Winterpause anstanden.

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