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FC Augsburg profitiert von Fabian Rieders neuer Rolle im Mittelfeldzentrum

FC Augsburg

Fabian Rieder überzeugt beim FCA in einer neuen Rolle

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    Fabian Rieder (links, hier gegen Hoffenheims Fisnik Asllani) fühlt sich im zentralen Mittelfeld sehr wohl.
    Fabian Rieder (links, hier gegen Hoffenheims Fisnik Asllani) fühlt sich im zentralen Mittelfeld sehr wohl. Foto: Harry Langer, dpa

    Es hätte sein Moment werden können. In der 85. Minute gab es am Freitagabend Elfmeter für den FC Augsburg. 2:2 stand es da in der Bundesliga-Partie gegen Hoffenheim. Ein Versuch aus elf Metern ist eine große Chance auf ein Tor. Und hätte bei erfolgreicher Vollendung die Wahrscheinlichkeit eines Augsburger Sieges durchaus erhöht.

    Rieder zeigte starke Leistung gegen Hoffenheim

    Fußballmannschaften legen gerne fest, wer ihre Schützen bei Strafstößen sind. Weil es unterschiedliche Talente dafür gibt. Beim FCA ist Schütze Nummer eins Keven Schlotterbeck. Der Innenverteidiger fehlte aber am Freitag. In weiterer Folge stehen Alexis Claude-Maurice und Fabian Rieder. Beide zeigten gegen Hoffenheim eine starke Leistung, der Franzose hatte sogar bereits einen Treffer in seiner abendlichen Bilanz stehen.

    Claude-Maurice fühlte sich also gewappnet, er schnappte sich den Ball, sprach kurz mit Rieder und lief an. Die Hoffnung, die ihn begleitete, war groß. Manuel Baum konnte an der Seitenlinie nicht hinschauen, das aber ist beim Augsburger Trainer nicht ungewohnt. Er drehte dem Spielfeld den Rücken zu. Womöglich keine schlechte Entscheidung, so sah er nicht, wie der von Claude-Maurice getretene Ball weit über die Latte flog. Ein Fehlschuss der schlimmeren Sorte.

    Für die Augsburger war es der zweite vergebene Strafstoß in dieser Saison. Keven Schlotterbeck war bereits in Leipzig gescheitert. „Das passiert den besten Spielern“, sagte Fabian Rieder hinterher. Und bremsen oder gar umwerfen werde der Fehlversuch Claude-Maurice sicherlich nicht.

    Schlotterbeck hat in Leipzig einen Elfmeter verschossen

    Womöglich hätte Rieder getroffen. Womöglich aber auch nicht. Er sagte lediglich: „Natürlich ist es ärgerlich, aber nicht nur wegen des Elfmeters, wir hatten auch andere Chancen“, sagte der Schweizer. Der FCA hätte den Sieg gegen Hoffenheim verdient gehabt. Wegen einer starken Leistung. Die Augsburger aber verteidigten in einigen Situationen zu sorglos, weshalb nur ein Punkt in Augsburg blieb. „Jeder Zähler ist wichtig, darauf bauen wir weiter auf“, sagte Rieder.

    Fabian Rieder: „Jeder Zähler ist wichtig, darauf bauen wir weiter auf.“
    Fabian Rieder: „Jeder Zähler ist wichtig, darauf bauen wir weiter auf.“ Foto: Harry Langer, dpa (Archivbild)

    Der Schweizer darf sich seit zwei Partien auf einer neuen Position zeigen. Da in Hamburg Kristijan Jakic und Han-Noah Massengo gefehlt hatten, ließ Baum den flexiblen Rieder neben dem noch flexibleren Robin Fellhauer im Zentrum spielen. Ein Gedanke, der sich auszahlte und deshalb auch gegen Hoffenheim wieder aufgenommen wurde. Das Zentrum blieb gleich, auch wenn zumindest Jakic wieder zurück im Kader war.

    Die Idee, Fabian Rieder in die defensive Zentrale zu beordern, trug Baum schon länger in seinen Gedanken herum. Auch mit Rieder hatte er häufiger schon darüber gesprochen. Und den Schweizer im Training schon das eine oder andere Mal auf dieser Position üben lassen. Rieder jedenfalls kann sich mit dieser Position gut anfreunden – zumal sie für den 24-Jährigen nicht gänzlich neu ist. In der Schweiz hat er bei den Young Boys Bern bereits im zentralen Mittelfeld gespielt. Und nun auch beim FC Augsburg.

    Rieder zeigte seine besten Leistungen beim FCA im Zentrum

    „Ich fühle mich auf der Position richtig wohl“, sagte Rieder und nannte die Vorzüge, die sich für ihn und die Mannschaft ergeben. Er könne aus dem Zentrum viele Impulse setzen, gerade im Umschaltspiel. Es ergibt sich häufiger die Möglichkeit für Pässe in die Offensive als etwa von der Außenbahn aus. „In der Mitte kann ich viel dirigieren und oft ins Pressing gehen“, sagte Rieder. Und: „Ich mag es, wenn ich meine Mitspieler gut in Szene setzen kann.“

    Seine besten Leistungen habe er in dieser Saison in Leipzig und eben gegen Hamburg sowie Hoffenheim gezeigt. Also zweimal in Spielen, in denen er im zentralen Mittelfeld agieren durfte. „Das waren drei Leistungen, an denen ich mich orientieren möchte“, sagte Rieder. Es kann gut sein, dass er in den anstehenden Partien wieder im Zentrum auflaufen wird. Weil er seine Aufgaben eben nicht nur ordentlich erledigt hatte, sondern auch für Variabilität sorgte. Für Momente, die mit Jakic, Massengo oder Elvis Rexhbecaj wegen ihrer anderen Spielweise eher fehlen.

    Rexhbecaj wurde zehn Minuten vor Schluss für Marius Wolf eingewechselt. In Hamburg saß er 90 Minuten auf der Bank, nachdem er zuvor beim 2:5 gegen Stuttgart bereits nach 45 Minuten den Platz hatte verlassen müssen. Es kann gut sein, dass Rexhbecaj in dieser Saison nicht mehr viele Minuten sammelt bei der großen Konkurrenz im Mittelfeld. Der Vertrag des 28-Jährigen läuft im Sommer aus, er wird den FCA verlassen. Der Kicker meldete, dass eine Rückkehr nach Wolfsburg am wahrscheinlichsten sei. Selbst bei einem Abstieg des VfL wolle sich Rexhbecaj dem Klub wieder anschließen, bei dem er bereits von 2010 bis 2020 gespielt hatte.

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