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FCA-Trainer Sandro Wagner plant nach 3:1-Sieg gegen SC Freiburg auch gegen FC Bayern überraschendes

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Der FCA macht Sandro Wagner für einen Moment sprachlos

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    FCA-Trainer Sandro Wagner spendet seinene Spieler beim 3:1-Sieg gegen den SC Freiburg Applaus.
    FCA-Trainer Sandro Wagner spendet seinene Spieler beim 3:1-Sieg gegen den SC Freiburg Applaus. Foto: Philipp von Ditfurth, dpa

    Normalerweise ist Sandro Wagner nicht auf den Mund gefallen. Das war er als Fußball-Profi nicht, schon gar nicht als Fußball-Experte beim Bezahlsender DAZN und auch in seinen erst sieben Wochen als Trainer des Fußball-Bundesligisten FC Augsburg hat der 37-Jährige schon den einen oder anderen Spruch abgelassen. Doch am Samstag war er nach seiner Premiere als Bundesliga-Trainer ein wenig sentimental. „Ich war früher Ballholer im Olympiastadion, dann durfte ich Spieler sein, dann durfte ich Kommentator und Experte sein, jetzt darf ich Trainer sein. Dann fehlt mir nur noch Präsident in der Bundesliga. Ich bin sehr dankbar, ein kleiner Teil dieser tollen Liga sein zu dürfen“, erklärte er fast schon andächtig. Für einen kurzen Moment trat der 3:1 (3:0)-Sieg seines FC Augsburg beim SC Freiburg in den Hintergrund.

    FCA-Trainer Sandro Wagner steht an der Seitelinie unter Starkstrom

    Die 90 Minuten plus insgesamt 17 Minuten Nachspielzeit zuvor, stand er allerdings unter Starkstrom. Er tigerte an der Seitenlinie entlang und feierte überschwänglich die Treffer von Dimitrios Giannoulis (32.), von Chrislain Matsima (42.) und von Marius Wolf zum 3:0-Halbzeitstand (45.+2). Drei Torschüsse, drei Treffer. Besser geht es nicht.

    Disput mit Freiburgs Trainer Julian Schuster

    Den einzigen Treffer der Gastgeber nach dem Wechsel zum 3:1-Endstand (58.) vor 33.600 Zuschauern durch Vincenzo Grifo per Handelfmeter verfolgte er hingegen mit stoischer Miene. Dafür kassierte er in der Nachspielzeit gleich seine erste Gelbe Karte, weil er sich über eine Verwarnung für Elvis Rexhbecaj echauffierte, die die Freiburger vehement eingefordert hatten. Dabei geriet er auch mit seinem Kollegen Julian Schuster aneinander. Wagner selbst erklärte später bei der Pressekonferenz, er habe sich über einen Einwurf aufgeregt. Das wäre ein Fehler gewesen und es täte ihm leid.

    Brutalität schlägt beim SC Freiburg zu

    Ein paar Minuten zuvor war ihm zu Beginn der Medienrunde anzumerken, wie sehr ihn seine Premiere als Bundesliga-Trainer emotional gefordert hatte. „Ich bin einfach nur froh über die drei Punkte und weiß jetzt gar nicht, was ich großartig sagen soll“, erklärte er und benötigte etwas Zeit, um sich zu sammeln. Die nützte Freiburgs Trainer Julian Schuster, um seine Stellungnahme abzugeben. „Die Brutalität, die das Fußballleben mit sich bringen kann, hat heute zugeschlagen“, sagte er. Er habe seiner Mannschaft nicht viel vorzuwerfen, außer dass es für die Bundesliga zu einfach sei, wie seine Mannschaft die Gegentore bekommen habe.

    Wenn man den Blickwinkel der 1500 mitgereisten FCA-Fans aus dem Gästeblock und dem von der Augsburger Trainerbank einnimmt, dann kann man auch sagen, der taktische Plan von Wagner ist aufgegangen. Doch das hört der Teamspieler Wagner gar nicht gern. „Den habe nicht ich mir einfallen lassen, sondern wir als Gruppe. Die Spieler müssen ihn ja auch spüren und spielen.“ Diese taktischen Anpassungen seien aber ohne die Arbeit seines Vorgängers nicht so möglich, wie Wagner betonte. „Ich bin sehr froh, dass ich eine Mannschaft vorgefunden habe, die von Herr Thorup als eine funktionierende Einheit übergeben wurde.“

    Dass er andere Schwerpunkte setzt als sein Vorgänger, war in Freiburg sichtbar. Aber auch Wagner setzte nicht auf einen Hurrastil. So agierte er ohne nominellen Stürmer, setzte Phillip Tietz und Steve Mounié auf die Bank. Stattdessen versuchte er mit dem schnellen Elias Saad und dem dribbelstarken Mert Kömür die Freiburger Abwehr herauszulocken. Er ließ auch höher verteidigen und von hinten mehr spielerisch aufbauen.

    Allerdings wäre der Spielaufbau von Torhüter Finn Dahmen unter Druck beinahe in die Hose gegangen. In der 17. Minute spielte Dahmen Han-Noah Massengo an, dem Neuzugang unterlief ein katastrophaler Fehler, doch Torschütze Lucas Höler stand um ein paar Zentimeter im Abseits. Darum nahm Schiedsrichter Felix Zwayer das Tor nach VAR-Intervention zu Recht zurück. Zum Glück für Wagner und den FCA. Wer weiß, wie das Spiel gelaufen wäre. So lief alles nach Plan.

    FCA will nicht nur „vorn drauframmeln“

    Nach dem Wechsel ging Wagner kein Risiko mehr ein. Natürlich gab es nach dem Gegentor noch die eine oder andere brenzlige Situation, doch die überstand der FCA. Auch, weil sich die Augsburger aus der defensiven Grundhaltung immer wieder befreien konnten. Man sei auch tiefstehend aktiv geblieben. Wagner: „Aktive Haltung ist nicht nur vorn drauframmeln, sondern auch mal aktiv im Block zu stehen.“ Und so brachte der FCA das 3:1 über die elfminütige Nachspielzeit der zweiten Halbzeit. .

    Wagner zum FC Bayern: Wir werden ihnen etwas auf die Socken geben

    Jetzt wird es also ein wirkliches Spitzenspiel am Samstag (18.30 Uhr, Sky), wenn der FCA zur Primezeit Tabellenführer FC Bayern München in der ausverkauften WWK-Arena empfängt. Auch gegen seinen Ex-Klub wird sich Wagner wieder etwas einfallen lassen. Den Werkzeugkasten dazu hat er in der Vorbereitung meist im Training unter Ausschluss der Öffentlichkeit aufgefüllt. Wagner: „Ich habe schon wieder 8000 Ideen für die Bayern. Wir regenerieren jetzt, dann legen wir uns was zurecht und dann werden wir den Bayern was auf die Socken geben.“

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