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Kommentar zur Entlassung: FCA-Trainer Sandro Wagner scheitert an sich selbst

Kommentar

FCA-Trainer Sandro Wagner ist an sich selbst gescheitert

Johannes Graf
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    Raus ohne Applaus: Sandro Wagner ist nicht mehr FCA-Coach.
    Raus ohne Applaus: Sandro Wagner ist nicht mehr FCA-Coach. Foto: Harry Langer, dpa

    Als Sandro Wagner sich im Sommer für den FC Augsburg entschied, war die Euphorie groß. Zumindest bei den Verantwortlichen des Fußball-Bundesligisten. Geschäftsführer Michael Ströll zeigte sich überglücklich, den allseits umworbenen Trainer zu einem Engagement in Augsburg bewogen zu haben. Mit dem 38-Jährigen waren enorme Erwartungen verknüpft worden. Eigengewächse sollte er einbauen, attraktiv spielen lassen und in der Mannschaft die Mentalität verankern, bis zum letzten Abpfiff einer Saison alles zu geben.

    Noch vor Weihnachten entlassen: Daran scheiterte Sandro Wagner beim FCA

    Dass Wagner bereits nach einem Drittel der Saison entlassen wurde, zeigt, wie wenig der Extrovertierte und der FCA zusammengepasst haben. Wagner scheiterte am Umfeld, am Verein – und letztlich auch an sich selbst. Im Erfolgsfall hätte man den Lautsprecher mit Ecken und Kanten als „echten Typen“ und durchweg „authentisch“ bezeichnet. Doch genau darin lag das Problem: Wagner konnte die Erwartungen nicht einmal ansatzweise erfüllen. Was er sagte, deckte sich nicht mit dem, was seine Mannschaft auf dem Platz zeigte.

    Der Bundesliganovize auf der Trainerbank versuchte innerhalb kurzer Zeit einen Umbruch, der einem Abbruch glich. Frühes Attackieren ging zu Lasten defensiver Stabilität, im Angriff glänzten die „Zocker“ – ohne Tore zu schießen.

    Zeitpunkt der Trainerentlassung beim FC Augsburg kommt überraschend

    Am Montag beendeten die FCA-Bosse das Experiment mit Wagner. Überraschend wirkt der Zeitpunkt der Trennung. Vor weniger als einer Woche, auf der Mitgliederversammlung, stärkten die Verantwortlichen dem Trainer noch demonstrativ den Rücken. Beteuerten, den eingeschlagenen Weg mit Wagner fortsetzen zu wollen. Jetzt die plötzliche Kehrtwende. Sie zogen die Notbremse, weil Wagner nicht den Eindruck vermittelte, den FCA in die Spur zu bekommen. Es zeigte sich, dass der Radikalschnitt mit neuem Trainerteam und neuer sportlicher Leitung im Sommer zu radikal ausfiel. Es gab nie Garantien, dass die Nachfolger den angestrebten Entwicklungsschritt und größere Erfolge erreichen als dies Vorgänger Jess Thorup und Marinko Jurendic vollbrachten.

    Ströll wird sich kritische Fragen gefallen lassen müssen. Grundsätzlich waren die Ambitionen nachvollziehbar, im 15. Jahr in der Bundesliga nicht mehr nur die Klasse halten zu wollen. Doch lassen sich Reformen nicht von jetzt auf gleich umsetzen – erst recht nicht in der Unberechenbarkeit des Sports. Zumindest hat die FCA-Führung frühzeitig einen Schlussstrich gezogen. Für den FCA zählt jetzt nur eines: der Klassenerhalt. Alle anderen Ziele müssen warten.

    Sandro Wagner muss gehen: Das waren seine Vorgänger als FCA-Trainer

    Nach einem 0:3 gegen Hoffenheim ist Schluss: Der FCA hat Trainer Sandro Wagner entlassen.
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    Der FC Augsburg entlässt Trainer Sandro Wagner nach nur 14 Spielen. Ein Überblick über seine Vorgänger – darunter auch Wagners Nachfolger.
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