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Wagner unter Druck: FC Augsburg braucht dringend Sieg gegen Heidenheim

Kommentar

FCA-Trainer Wagner muss die richtigen Schlüsse ziehen

Johannes Graf
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    Trainer Sandro Wagner kassierte mit dem FC Augsburg eine krachende Heimniederlage.
    Trainer Sandro Wagner kassierte mit dem FC Augsburg eine krachende Heimniederlage. Foto: Harry Langer, dpa

    Spätestens jetzt, nach der krachenden 1:4-Niederlage gegen Mainz, muss den Verantwortlichen des FC Augsburg klar geworden sein, welch hohes Risiko sie nach der vergangenen Saison eingegangen sind. Dass sie festgefahrene Muster und eine teils unansehnliche Spielweise ad acta legen, Aufbruchstimmung verbreiten und in der Liga bedeutend selbstbewusster auftreten wollten, ist ihnen nach 15 Jahren Bundesliga nicht zu verübeln. Jeder möchte sich weiterentwickeln, Stagnation ist Rückschritt. Mit dem erstligaunerfahrenen Trainer Sandro Wagner sind sie ein Wagnis eingegangen. Stellt sich die Frage, ob dieses Risiko zu hoch war? Ob ein Mittelweg mit dem ehemaligen Trainer Jess Thorup nicht die bessere Lösung gewesen wäre?

    Erwartungen an Sandro Wagner müssen relativiert werden

    Geschäftsführer Michael Ströll ließ sich für die Verpflichtung von Wagner auf die Schulter klopfen. Hartnäckig hatte er um die Dienste des ehemaligen DFB-Co-Trainers gekämpft. Zweifelsohne ist es noch zu früh, ein abschließendes Urteil zu fällen. Doch scheint es, als müssten die Erwartungen an Wagner relativiert werden. Als müsste Wagner selbst seine Erwartungen anpassen.

    In den vergangenen Jahren sind etliche Trainer beim FCA aufgeschlagen, die die Mannschaft in eigenem Ballbesitz auf ein anderes Niveau heben wollten – und scheiterten daran. Nach geraumer Zeit erkannten sie, dass die Qualität der Spieler nicht ausreichte, um spielerisch zu Erfolgen zu gelangen. Geradezu desillusionierend war, wie unbeholfen die Spieler gegen Mainz in Überzahl ihr Angriffsspiel aufzogen. Ideenlos rannten sie an und ließen Räume für Gegenangriffe. Erschreckend zudem, wie blutleer sie zu einem frühen Zeitpunkt der Saison auftraten. An Einstellung sollte es FCA-Spielern nie mangeln.

    Sandro Wagner wird an kurzfristigen Erfolgen gemessen

    Entscheidend wird sein, welche Schlüsse der lernende Wagner aus den ersten vier Spielen zieht. Macht eine Taktik ohne Stoßstürmer Sinn? Was läuft in der Arbeit mit und gegen den Ball schief? Wie wird das Risiko minimiert, nach einem Ballverlust in Konter zu laufen? Wagner hat bei den Verantwortlichen reichlich Kredit. Doch Zeit bekommt ein Trainer im schnelllebigen Fußballgeschäft selten. Die langfristige Entwicklung verantwortet die Sportliche Leitung um Sportdirektor Benjamin Weber. Wagner allerdings wird an kurzfristigen Erfolgen gemessen. Und muss liefern.

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