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Champions League: Der FC Bayern vor dem Bergamo-Rückspiel: Alles ganz easy?

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Der FC Bayern vor dem Bergamo-Rückspiel: Alles ganz easy?

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    Zwei, die für Entwarnung stehen: Die Schlussleute Jonas Urbig und Manuel Neuer standen beim Bayern-Training auf dem Platz. Wer gegen Bergamo im Kasten stehen wird, ist aber noch nicht entschieden.
    Zwei, die für Entwarnung stehen: Die Schlussleute Jonas Urbig und Manuel Neuer standen beim Bayern-Training auf dem Platz. Wer gegen Bergamo im Kasten stehen wird, ist aber noch nicht entschieden. Foto: Malin Wunderlich, dpa

    Eigentlich gibt es keinen Grund beim FC Bayern, nervös oder angespannt zu sein. Das gibt die grundlegende Mia-san-mia-Haltung ja ohnehin eigentlich nicht her, und die tabellarische Situation in dieser Saison ja schon zweimal nicht. In der Bundesliga sind es neun Punkte Vorsprung vor dem BVB, im Pokal steht Ende April das Halbfinale gegen Leverkusen an und in der Champions League müsste schon viel passieren, damit es gegen Atalanta Bergamo am Mittwochabend (21 Uhr, DAZN) nach dem 6:1-Sieg im Hinspiel noch spannend werden könnte. Und dennoch: Ein wenig gärt es offenbar doch im Nervenkostüm des FCB.

    Denn der Furor, mit dem die Bayern den Schiedsrichterauftritt im Spitzenspiel gegen Leverkusen begleiteten, war durchaus beachtlich. Die schlechteste Schiedsrichterleistung aller Zeiten in einem Bundesligaspiel habe er gesehen, wütete Patron Uli Hoeneß nach zwei nicht gegebenen Toren und zwei Platzverweisen der Bayern. Gegen die Gelb-Rote Karte gegen Luis Diaz hatten die Münchner sogar Einspruch eingelegt. Dieser wurde erwartungsgemäß vom DFB abgewiesen, weswegen der Kolumbianer am Samstag beim Heimspiel gegen Union Berlin fehlen wird. Vorstandschef Jan-Christian Dreesen hatte nach dem Hoeneß-Ärger nachgelegt, wonach der FC Bayern schon des längeren Opfer von fragwürdigen Schiedsrichterentscheidungen geworden sei. Ob der Einspruch als Zeichen gegen diese vermeintliche Entwicklung zu sehen ist oder ein Signal an die Mannschaft sein soll, in der entscheidenden Phase der Saison nicht nachzulassen, bleibt das Geheimnis des Rekordmeisters.

    Kimmich und Olise sitzen zum bestmöglichen Zeitpunkt ihre Gelbsperren ab

    Fakt ist: Gegen Bergamo müssen die Bayern zwar auf Joshua Kimmich und Michael Olise verzichten, weil diese sich im Hinspiel jeweils eine Gelbsperre eingehandelt haben und somit nun zum wohl bestmöglichen Zeitpunkt ihre Sperre absitzen. Obwohl beide sich die Karten im Hinspiel fast schon aufreizend lässig abgeholt haben, verzichtete die Uefa auf weitere Ermittlungen.

    Die vielleicht spannendste Frage war hingegen, wer bei den Bayern im Tor steht. Nach der Muskelverletzung von Manuel Neuer und der Gehirnerschütterung von Jonas Urbig zeigte am Wochenende Sven Ulreich seine Klasse, meldete sich zugleich aber auch mit einem Muskelbündelriss ab. Weil mit dem 19-jährigen Leon Klanac auch noch der vierte Keeper wegen einer Oberschenkelverletzung ausfällt, schien die Stunde des erst 16 Jahre alten Leonard Prescott zu schlagen. Auch der Einsatz des Teenagers, der damit der jüngste Champions-League-Torwart aller Zeiten gewesen wäre, hätte die Bayern selbstredend nicht aus dem Konzept gebracht, wie sie betont hatten. Alles easy, na klar.

    Tatsächlich gilt der in New York geborene U17-Nationalspieler des DFB als großes Talent – dass er nun gleich in der Königsklasse sein Debüt geben soll, dürften die Bayern in dieser Form nicht eingeplant haben. Die Torhüternot der Münchner gab Anlass für nicht ganz ernst gemeinte Spekulationen im Internet: von Toni Schumacher bis Michael Tarnat, die einst schon in Zeiten großer Personalnot im Bayern-Kasten standen, waren viele Namen zu lesen.

    Als die Bayern am Montag zum Training baten, wirkte dann aber alles wie so oft: Neben Prescott war mit dem 19-jährigen Jannis Bärtl auch der Stammkeeper der Regionalliga-Mannschaft der Bayern im Training – und dazu noch zwei bekannte Gesichter: Manuel Neuer und Jonas Urbig. Speziell bei Urbig scheinen sich die Anzeichen für eine Blitzheilung und einen Einsatz gegen Bergamo zu verdichten: Der 22-Jährige gilt mittlerweile als Favorit für den Einsatz am Mittwochabend. Die endgültige Entscheidung wird aber erst knapp vor Spielbeginn am Mittwochabend fallen.

    Der ÖPNV-Streik in München stellt die Bayern-Fans vor Probleme

    Wie die tausenden Bayern-Fans, die sonst mit Bus und Tram zu diesem Spiel kommen würden, ihren Weg in die Arena finden werden, ist ebenso nicht abschließend entschieden. Erneut wird in der Landeshauptstadt der öffentliche Nahverkehr bestreikt. Die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) arbeitet derzeit, wie bei den vorherigen Streiks auch, an einem Notfahrplan.

    Die einsatzbereiten Busse sollen dabei gleichmäßig im Nahverkehrsnetz verteilt werden und die Grundversorgung absichern. Abhängig von der Personalverfügbarkeit gehen außerdem einzelne Tram- und U-Bahn-Linien ganz oder abschnittsweise in Betrieb, teilt die MVG mit. In diesem Fall könnte etwas Nervosität angebracht sein.

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