Für einige Fußballfans gehören Bengalos zum Fußball, für manche auch Krawall. Der Deutsche Fußballbund verurteilt Vereine deswegen regelmäßig zu Geldstrafen. An der Spitze der Strafenliste stand in der Saison 2024/2025 kein Erstligist, sondern ein Klub aus der 2. Bundesliga. Auch der SSV Ulm 1846 wurde in der vergangenen Saison mehrfach zur Kasse gebeten.
In der Saison 2024/2025 wurden laut der Plattform fussballmafia.de, die alle DFB-Strafen seit der Saison 2011/12 dokumentiert, vom Sportgericht Strafen in Höhe von insgesamt 11.722.885 Euro ausgesprochen. Das ist der Wert für die Vereine in allen drei Bundesligen zusammen.
2 Bundesliga: SSV Ulm 1846 muss in Saison 2024/25 26.200 Euro Strafe zahlen
Der SSV Ulm beendete die Saison 2024/25 auf dem vorletzten Platz in der 2. Bundesliga. In der Straftabelle steht der Verein etwas höher. Mit Geldstrafen von insgesamt 78.800 Euro landete er auf dem 14. Platz von 18:. Maximal 26.200 Euro davon konnte der Klub für Sicherheitsmaßnahmen und Gewaltprävention verwenden. Das heißt, der Verein muss diesen Teil der Strafe nicht zahlen sofern er den Betrag nachweislich in entsprechende Maßnahmen steckt.
Insgesamt sechs Geldstrafen wurden dem SSV Ulm in der vergangenen Saison auferlegt. Das DFB-Sportgericht ahndete acht Vorfälle, bei denen 50 Gegenstände geworfen wurden und 98-mal Pyrotechnik gezündet wurde. Die höchste Einzelstrafe betrug 25.200 Euro. Laut fussballmafia.de handelt es sich dabei um die höchste Strafe in der Geschichte des SSV.
1. FC Köln muss in der vergangenen Saison fast eine Million Euro Strafe zahlen
Grund für diese Strafe war das Fehlverhalten der Fans bei zwei Auswärtsspielen. Bei der Rückrundenpartie gegen den 1. FC Kaiserslautern am 18. Januar 2025 zündeten die mitgereisten SSV-Fans im Fritz-Walter-Stadion mindestens 19 pyrotechnische Gegenstände. Das Spiel endete mit einer 1:2-Niederlage für den Ulmer Verein. Beim Spiel gegen den FC Schalke 04 am 6. April 2025 in der Veltins Arena in Gelsenkirchen wurden im Gästeblock insgesamt 23 pyrotechnische Gegenstände abgebrannt. Auch dieses Spiel endete mit einer 1:2-Niederlage für den SSV.
Die höchste Geldstrafe in der 2. Bundesliga musste der 1. FC Köln zahlen. Mit einer Gesamtstrafe von 924.355 Euro führt der Verein aber nicht nur die Liste in seiner Liga an. Kein anderer Verein musste in allen drei Bundesligen tiefer in die Tasche greifen als der „Effzeh“. Allerdings haben auch die Fans von keinem anderen Verein so viele pyrotechnischen Gegenstände gezündet, wie die Anhänger der 1. FC Köln. Auf Platz zwei im Gesamtvergleich folgt Eintracht Frankfurt aus der 1. Bundesliga mit einer Gesamtstrafe von 709.600 Euro.
Um kommentieren zu können, müssen Sie angemeldet sein.
AnmeldenSie haben noch kein Konto? Kostenfrei registrieren