Bis es nicht mehr ging, hatte Constantin Frantzen auf die Nachricht aus München gehofft. Dass der Augsburger Doppelspezialist mit seinem Partner Robin Haase doch noch ins Hauptfeld beim bedeutendsten Männerturnier in Deutschland, den ATP 500 BMW Open, aufgenommen würde. Am Donnerstag hatte er sich mit dem Niederländer in Augsburg getroffen und sich vorbereitet.
Ein Spiel bei den BMW Open im April 2024 für Haase/Jebens
„Es würde mich freuen, bei meinem Heimatturnier zu spielen. Bisher ist mir das einmal gelungen. Es wäre schön, wenn wir spielen könnten“, hatte Frantzen Mitte vergangener Woche gesagt. 2024 unterlag er mit seinem damaligen Partner Hendrik Jebens in der ersten Runde Andreas Mies und Jan-Lennard Schruff 6:3, 2:6, 9:11. Der 28-jährige Frantzen steht auf Platz 37 der Doppel-Weltrangliste, das würde für einen Hauptfeldplatz reichen. Sein 39-jähriger Partner Robin Haase ist auf Platz 50 gelistet. Zusammen reicht es nicht für einen sicheren Platz. Doch Frantzen ist kein Freund davon, den Partner zu wechseln, um in ein Turnier zu kommen.
ATP-Homepage weist 130.000 Dollar Preisgeld für Constantin Frantzen aus
Und so saßen sie am Sonntag dann im Flugzeug nach Barcelona. Wie im vergangenen Jahr. In Spanien reichte ihre gemeinsame Weltranglistenplatzierung, um im Hauptfeld aufgenommen zu werden. Die Barcelona Open Banc Sabadell sind auch ein ATP-500.000-Dollar-Turnier, sind also genauso gerankt wie München. „Da geht es einfach um das sichere Preisgeld“, gibt Frantzen zu. Er ist Tennisprofi, verdient seinen Lebensunterhalt hauptsächlich mit den Preisgeldern. Und da lief es in dieser Saison mit Robin Haase bisher nicht schlecht. 130.000 Dollar verdiente er laut ATP-Homepage bisher. „Es war mein bisher bester Saisonstart“, sagt Frantzen. Beim ATP-Turnier 250 im französischen Montpellier stand er im Finale und auch beim ATP-Turnier 500 in Rio de Janeiro. „Das war ein Highlight. Das war wie bei einem Fußballspiel. Wir gegen zwei Brasilianer.“ Am Ende gingen Haase/Frantzen zweimal als Verlierer vom Platz.
In Barcelona gleich gegen die Wimbledon-Sieger
Ob sich das in Barcelona ändert? Die Auslosung hätte nicht schwerer sein können. Sie spielen am Mittwoch gegen die an Nummer eins gesetzten Briten Julian Cash und Lloyd Glasspool. Die gewannen im Sommer Wimbledon und lösten damit einen Hype aus. Denn es waren die ersten rein britischen Wimbledon-Sieger seit 1936.
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