Kommentar: Premium Aerotec: Das Werk darf nicht zerschlagen werden
Kommentar
Premium Aerotec: Das Werk darf nicht zerschlagen werden
Immer wieder hat der Augsburger Flugzeugbauer Premium Aerotec Probleme. Und immer wieder versäumen es die Manager, sich um das Augsburger Werk zu kümmern.
Produktion von Leichtbau-Teilen für Flugzeuge bei Premium Aerotec. Foto: Fred Schöllhorn
Der Standort hat viele Höhen und Tiefen erlebt. Die Namen wechselten über die Jahrzehnte, ob Messerschmitt, Dasa, EADS oder heute Premium Aerotec. Eines blieb immer gleich: In Augsburg arbeiten stolze Flugzeugbauer an Produkten, ohne die Maschinen nicht fliegen. Weil Fußbodenquerträger für Airbus-Flieger aus der Stadt stammen, befinden sich Fluggäste also stets auf Augsburger Boden.
Premium Aerotec: Ein Werk braucht eine bestimmte Größe
Im Zuge des brutalen Sanierungsprogramms „Dolores“ musste der Betrieb besonders bluten: Die Zahl der Beschäftigten ging auf rund 1300 derart stark zurück, dass die Existenz des bayerischen Hightech-Standortes auf dem Spiel stand. So etwas darf nie wieder passieren.
Schon wieder in den Schlagzeilen: Das Augsburger Premium Aerotec WerkFoto: Ulrich Wagner
Ein Werk braucht eine bestimmte Größe, um langfristig bestehen zu können. Und es muss, das zeigt die Geschichte der Branche, auf mehreren Beinen ruhen, damit Schwankungen des Marktes besser abgefedert werden können. Deswegen ist es segensreich, dass der Betrieb über einen zivilen und militärischen Bereich verfügt, ja große Struktur- wie auch Einzelteile herstellt. Hier einen Keil reinzutreiben, ja vielleicht das Werk zu zerschlagen und einen Teil zu verkaufen, wäre fatal.