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Energiewende-Pläne von Katherina Reiche brauchen Balance - ein Kommentar

Kommentar

Katherina Reiches Pläne für die Energiewende: Jetzt kommt es auf die Balance an

Michael Kerler
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    Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche will die Kosten des Netzausbaus senken.
    Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche will die Kosten des Netzausbaus senken. Foto: Kay Nietfeld, dpa

    Gibt es Kritik an den Standortbedingungen in Deutschland, taucht ein Thema immer wieder auf: die hohen Energiepreise. Es ist deshalb richtig, dass Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) die Energiewende nochmals neu beleuchtet und die Regeln anpassen will. Die Bundesregierung stellt nicht die komplette Energiewende infrage, wie es zum Beispiel die AfD macht. Sie will aber die Kosten senken.

    Zuletzt gab es in der Energiewende einige absurde Entwicklungen. Zeitweise wird durch den Ausbau von Solar- und Windkraft mehr Strom produziert, als die Netze aufnehmen können. Dies führt zu Milliarden-Entschädigungen an die Anlagenbetreiber. Bizarr erscheint auch der Run auf das Thema Großbatterie-Speicher. Die Netzbetreiber werden derzeit mit Anfragen überrannt, es ist aber zweifelhaft, ob alle geplanten Speicher je gebaut werden.

    Zubau erneuerbarer Energien nicht ausbremsen

    Bei den Plänen Reiches wird es aber auf die Balance ankommen. Das Gesetz muss im Detail so austariert werden, dass der Zubau erneuerbarer Energien nicht ausgebremst wird, wie es schon einmal unter ihrem Vorgänger Peter Altmaier (CDU) passiert ist. Und es muss so gestaltet werden, dass die Netzbetreiber nicht ein oder zwei Gänge herunterschalten. Denn moderne Stromnetze wird das Land mehr denn je brauchen.

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