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Todesflug AF-447: Die letzten Worte des Piloten vor dem Absturz

Todesflug AF-447

Die letzten Worte des Piloten vor dem Absturz

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    Ein Wrackteil der abgestürzten Air-France-Maschine AF 447 wird von einem Rettungsteam der brasilianischen Marine im Atlantik geborgen (Archivfoto). dpa
    Ein Wrackteil der abgestürzten Air-France-Maschine AF 447 wird von einem Rettungsteam der brasilianischen Marine im Atlantik geborgen (Archivfoto). dpa

    Keiner hatte den Absturz vor zwei Jahren überlebt. Nachdem im April dieses Jahres das Wrack gefunden und Blackbox, Flug- und Datenschreiber geborgen worden waren, gelangen nun immer mehr Details über den Todesflug des Airbus ans Licht.

    Darunter zum Beispiel die letzten Worte des Piloten: "Wir haben keine gültigen Angaben mehr." Am Freitag haben die Ermittler des Unglücks einen Zwischenbericht ins Internet gestellt, halten sich aber mit einer Bewertung noch zurück. Jetzt weiß man auch: Das Flugzeug stürzte mit etwa 200 Kilometern ins Meer. Unter den Todesopfern waren auch 28 Deutsche gewesen.

    Demnach war der Pilot tatsächlich nicht im Cockpit, als ernste Probleme auftraten. Er befand sich in der sogenannten Ruhephase, einer der beiden Co-Piloten hatte das Steuer übernommen. Wenig später informierte dieser Co-Pilot die Flugbegleiter, dass sie durch eine turbulente Zone fliegen würden. "Ich rufe dich zurück, sobald wir wieder draußen sind", sagte er. Der Co-Pilot übernahm die Steuerung und lenkte die Maschine nach links, um den Turbulenzen auszuweichen. Der Autopilot schaltete sich ab.

    Eineinhalb Minuten später war der Pilot wieder im Cockpit.

    Denn plötzlich kippte das Flugzeug nach rechts ab. Der Co-Pilot zog es nach links hoch. Der Geschwindigkeitsmesser zeigte einen dramatischen Tempoverlust von etwa 509 auf nur noch 111 Stundenkilometern an. Der Abfall der Geschwindigkeit wurde knapp eine Minute später auch auf einem zweiten Messgerät angezeigt.

    Nun versuchte der zweite Co-Pilot mehrfach, den Flugzeugkapitän ins Cockpit zurückzurufen. Das Flugzeug stieg unterdessen immer weiter nach oben und schwankte stark. Der Co-Pilot drückte den Steuerknüppel eine halbe Minute lang bis zum linken Anschlag. Als der Pilot im Cockpit war, stellte er fest: "Wir haben keine gültigen Angaben mehr."

    Daraufhin zog der Co-Pilot das Flugzeug nach unten. Der Pilot griff seinerseits zum Steuerknüppel, und der Co-Pilot überließ ihm die Steuerung mit den Worten: "Mach du." Die letzten Aufzeichnungen vermerken eine Absturzgeschwindigkeit von etwa 200 Stundenkilometern. Der Absturz dauerte insgesamt dreieinhalb Minuten.

    Zeitung spricht von Pilotenfehler

    Die Zeitung "Le Figaro" berichtete, dass ein Pilotenfehler das Unglück ausgelöst hatte. Die Unfallermittler dagegen betonen, dass die Besatzung des Cockpits den Regeln entsprochen habe. Tatsächlich sind Ruhepausen für Piloten vorgesehen.

    Der Zwischenbericht soll nur die Umstände des Unfalls verdeutlichen. Der Flugzeughersteller Airbus hatte bereits vorher klar gestellt, dass es an dem Airbus keine technische Mängel gab. Der Konzern nannte den Bericht "einen wichtigen Schritt zur Klärung der gesamten Kette von Ereignissen".  dpa

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