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Mordfall Dennis: "Maskenmann": Jetzt wird die Familie des Verdächtigen befragt

Mordfall Dennis

"Maskenmann": Jetzt wird die Familie des Verdächtigen befragt

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    Hat drei Morde gestanden: der Pädagoge Martin N.
    Hat drei Morde gestanden: der Pädagoge Martin N. Foto: Foto: dapd

    Drei Morde hat Martin N. bis jetzt gestanden. Der blonde Jugendbetreuer galt als netter Mann von nebenan. Doch mittlerweile steht er im Verdacht, seit 1992 fünf Jungen getötet zu haben. Darunter auch Dennis, neun Jahre alt. Der Bub war vor zehn Jahren aus einem Schullandheim im Kreis Cuxhaven entführt worden. Zwei Wochen später war die Leiche des Neunjährigen gefunden worden. Die Ermittler gehen davon aus, dass der Pädagoge, der seit zehn Jahren in Hamburg lebt, ein Serientäter ist, der in Schullandheime, Zeltlager und Einfamilienhäuser eindrang und dort Kinder missbrauchte.

    Der gebürtige Bremer war  zehn Jahre nach dem Mord an Dennis vor wenigen Tagen festgenommen worden. Wie der Hamburger Staatsanwalt Wilhelm Möllers am Mittwoch auf dapd-Anfrage sagte, hatte die "Soko Dennis" bereits am 11. März die Akten von Martin N. bei ihm angefordert. Sechs Wochen später wurde N. festgenommen. Ermittler wollten jedoch nicht kommentieren, ob die Festnahme von Dennis Mörder möglicherweise schon länger geplant war.

    Der Pädagoge war schon 2005 wegen  sexuellen Missbrauchs von Kindern angeklagt worden. Weil es sich um ein Vergehen "an der Grenze zur Straflosigkeit" gehandelt habe, sei der Fall jedoch vom Amtsgericht Hamburg-Harburg gegen eine Geldauflage von 1.800 Euro eingestellt worden.  In der Öffentlichkeit war der Tatverdächtige als "der Maskenmann" bekannt, weil Opfer und Zeugen ihn immer wieder als großen schwarzen Mann mit Gesichtsmaske beschrieben hatten.

    Die Polizei in Verden versucht unterdessen, weiter das Umfeld des tatverdächtigen Pädagogen zu erhellen und befragt unter anderem Familienangehörige des 40-Jährigen.

    Der letzte bekannte Fall ereignete sich 2004. Damals verschwand ein Elfjähriger aus einem Schullandheim in St. Brevin les Pins in Frankreich und wurde später in einem Weiher tot aufgefunden. Drei Morde hat der 40-Jährige, der in Untersuchungshaft sitzt, bislang gestanden.    dapd/jsp/han

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