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Gemeinderat II

02.05.2014

162 Jahre Erfahrung gehen

Abschied vom politischen Wirken hieß es für eine Gemeinderätin, vier Gemeinderäte und Bürgermeister Hans Riß. Stehend von links: Rupert Reitberger (24 Jahre), Zweiter Bürgermeister Michael Haas, Karl Katzenschwanz (18 Jahre), Landrat Christian Knauer und Johann Sedlmeir (18 Jahre). Sitzend von links: Alois Lechner (36 Jahre), Maria Rappolder (zwölf Jahre) und Johann Riß (24 Jahre).
Bild: Walter Mika

Die letzte Amtshandlung von Hans Riß als Hollenbacher Bürgermeister ist die Verabschiedung von fünf Räten

Es war seine letzte offizielle Amtshandlung: Fünf Gemeinderäte verabschiedete der Hollenbacher Bürgermeister Hans Riß, bevor er selbst dem Rathaus lebewohl sagte. Zuvor stand der Gemeindechef, bei dem sich in seiner letzten Woche auch die Hollenbacher Schüler und Kindergartenkinder verabschiedet hatten, am Dienstagabend im Gasthaus Koller in Mainbach im Mittelpunkt (siehe eigenen Bericht).

Zu der Feierstunde mit Abschiedsessen waren auch die Mitarbeiter der Verwaltung und des Bauhofes mit ihren Partnern eingeladen. Zweiter Bürgermeister Michael Haas rechnete vor, dass es 162 Jahre kommunalpolitische Erfahrung sind, „die uns jetzt verlassen“.

Die Hollenbacherin saß zwölf Jahre lang im Gemeinderat und erhielt dafür eine Medaille in Bronze mit Urkunde. In ihre Amtszeit fielen, wie Riß erinnerte, neben drei Baugebieten, die Erweiterung des Gewerbegebietes Motzenhofen, die Erneuerung der Ortsdurchfahrten, der Neubau des Hauptkanales in Schönbach, der Ankauf des Sedlmeir-Anwesens, Sanierungsmaßnahmen an Schule und Kirche, der Auftakt zur Dorferneuerung und das Energienutzungskonzept für die Gemeinde.

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Sie wirkten 18 Jahre lang, wofür sie mit der Medaille in Silber belohnt wurden. In ihre Anfangszeiten fielen Hochwasserschutz, die Schulhauserweiterung und die Radwege Richtung Oberbernbach und Alsmoos. Beide waren überdies an der Sanierung und dem Umbau des ehemaligen Lehrerwohnhauses und der Errichtung einer Bauschuttrecyclinganlage mit Grüngutsammelstelle in Hirschbach beteiligt. Während ihrer ersten Amtsperiode wurde das Gewerbegebiet in Motzenhofen ausgewiesen, es entstanden Kinderspielplätze und das neue Schützenheim in Schönbach.

Bis 1990 wirkte er als Bürgermeister in Hollenbach, seither bestimmte er mit seiner großen politischen Erfahrung 24 Jahre lang als Gemeinderat die Geschicke der Gemeinde mit. Dafür erhielt er die Medaille in Silber und vergoldet. In seine Zeit fiel der Bau der Kläranlage, die Gemeindepartnerschaft mit dem französischen Contest, die Umgestaltung des Schulhofes, die Auflösung der Verwaltungsgemeinschaft mit Inchenhofen, die Erweiterung des Sport- und Schützenheims in Hollenbach, die Erweiterung des Kindergartens und des Rat- und Feuerwehrhauses, aber auch der Ausbau der Kreisstraße von Igenhausen nach Haunswies.

Seit 1978, also seit 36 Jahren engagierte sich Alois Lechner für Hollenbach. Der langjährige Schulrat erhielt dafür eine Medaille in Silber und vergoldet. Als parteiloser Kandidat auf der neuen Liste Unabhängige Wählergemeinschaft trat er 1978 in den Gemeinderat ein, von 1981 bis 1990 war er Zweiter Bürgermeister. In der Amtszeit Lechners baute die Gemeinde einen Kindergarten, brachte einen Flächennutzungsplan auf den Weg und führte das Einheimischenmodell für einheimische Bauwillige ein. 1996 erhielt Lechner vom Freistaat die Dankurkunde als langjähriger Gemeinderat, 2003 feierte er zusammen mit Michael Brugger sein 25-jähriges Dienstjubiläum als Gemeinderat. (mika)

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