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Prozess in Aichach

20.01.2015

2,4 Promille im Blut: Mann schlägt zu 

Ein 21-Jähriger musste sich vor dem Aichacher Jugendgericht verantworten. Er hatte in volltrunkenem Zustand einen jungen Mann geschlagen.
Bild: Christian Kirstges

Ein 21-Jähriger musste sich vor dem Aichacher Jugendgericht verantworten. Er hatte in volltrunkenem Zustand einen jungen Mann geschlagen.

Dass er einem jungen Mann mit dem Ellenbogen ins Gesicht geschlagen hat, räumte der Angeklagte aus dem westlichen Landkreis sofort ein. „Diese Dummheit gebe ich zu“, gestand er gestern vor dem Aichacher Jugendgericht. Richter Dieter Gockel verurteilte ihn deshalb zu 40 Stunden gemeinnütziger Arbeit und fünf Gesprächsstunden mit dem Jugendamt.

Der Angeklagte war Mitte Februar vergangenen Jahres in einen Streit an einer Tankstelle in Westendorf (Landkreis Augsburg) verwickelt. Als ein junger Mann die Auseinandersetzung schlichten wollte, schlug der Angeklagte ihm mit seinem Ellenbogen ins Gesicht. Er erwischte ihn an seiner Schläfe. Verletzt wurde er offenbar „nicht ernsthaft“, stellte Gockel fest. Weil der Angeklagte geständig war, musste das Opfer nicht als Zeuge vor Gericht aussagen. Über den Schlag und die Rangelei erfuhr man während der Verhandlung nur wenig. Der Angeklagte gab allerdings zu, dass er damals „ziemlich betrunken“ war. Etwa 2,4 Promille Alkohol hatte er laut Gockel damals im Blut. Der Richter appellierte deshalb an den 21-Jährigen, in Zukunft weniger Alkohol zu trinken.

40 Stunden Sozialarbeit

Zugunsten des Angeklagten wertete der Jugendrichter in seinem Urteil, dass er geständig war und nicht vorbestraft ist. Auch die Stellungnahme des Jugendamts fiel durchweg positiv aus. Gockel verurteilte den Angeklagten deshalb zu 40 Stunden Sozialarbeit und fünf Gesprächen mit dem Jugendamt. Damit folgte er dem Antrag der Staatsanwaltschaft.

Der Angeklagte, der ohne Verteidiger zum Prozess erschienen war, nahm das Urteil noch im Gerichtssaal an. Es ist damit rechtskräftig. Der 21-Jährige bleibt dadurch auch ohne Vorstrafe. (rufl)

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