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Affing: Wie viele Räume braucht die Affinger Schule wirklich?

Affing

Wie viele Räume braucht die Affinger Schule wirklich?

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    Das Foto zeigt die letzte Erweiterung der Affinger Grundschule, die 2015 gestartet wurde. Die Schule bleibt eine Baustelle. Sie ist bald schon wieder zu klein.
    Das Foto zeigt die letzte Erweiterung der Affinger Grundschule, die 2015 gestartet wurde. Die Schule bleibt eine Baustelle. Sie ist bald schon wieder zu klein. Foto: Martin Golling (Archivbild)

    Die Affinger Grundschule ist bald wieder zu klein. Deshalb muss sich die Gemeinde Affing erneut mit einer Erweiterung befassen, obwohl der letzte Anbau erst vor gut vier Jahren bezogen worden ist. Die Frage ist nun allerdings: Wie viele zusätzliche Räume braucht die Schule? Eine Einigkeit erzielte der Gemeinderat in dieser Frage in seiner jüngsten Sitzung noch nicht.

    Affinger Schulleiter hält 14 Klassenzimmer bis 2025 für nötig

    Vor der Sitzung in der Mehrzweckhalle hatte Schulleiter Karsten Weigl dem Gemeinderat die Raumsituation in seiner Schule vorgestellt. Danach erläuterte er, dass mit den aktuell zehn Klassenräumen "alles so weit machbar" ist. Doch die Geburtenzahlen steigen konstant. Zwar schafft ein schwacher Jahrgang, der 2021 eingeschult wird, noch einen Puffer, doch die Zahlen der Schulaufsicht hält Weigl nicht für belastbar. Sie beinhalteten keine Prognosen, begründete der Schulleiter. Die Schulaufsicht geht von einem Bedarf von elf Klassenräumen 2023 und zwei Jahre später von zwölf Zimmern aus. Die 15 Klassenräume, die ein von der Gemeinde beauftragter Statistiker im Sommer prognostiziert hatte, hält auch Weigl für etwas zu hoch angesetzt. Weit davon entfernt ist er allerdings nicht. Der Schulleiter glaubt, mit 14 zurechtkommen zu können.

    Die Grundschule Affing braucht weitere Funktionsräume

    Damit ist es noch lange nicht getan. Hinzu kommen zusätzliche Funktionsräume etwa für Sprachförderung, auf die Kinder mit Migrationshintergrund einen Anspruch hätten, für Inklusion oder Mediennutzung, aber auch ein Musikraum, der ab zwölf Klassen gefordert wird. Auf der Anforderungsliste stehen zudem weitere Räume, darunter ein Büro für den Hausmeister sowie Arbeits- und Besprechungsraum fürs pädagogische Personal oder ein Elternsprechzimmer. Weigl versicherte, das seien zwar "alles Sachen, die wir bräuchten", aber zum Teil ließen sich die Räume auch flexibel verwenden. Es gehe darum, möglichst wenig zu bauen, aber die Anforderungen zu erfüllen.

    Wie viele zusätzlichen Räume braucht die Grundschule Affing bis 2025? Diese Frage ist in Affing noch nicht geklärt.
    Wie viele zusätzlichen Räume braucht die Grundschule Affing bis 2025? Diese Frage ist in Affing noch nicht geklärt. Foto: Gerlinde Drexler (Archivbild)

    Gerhard Faltermeier bezeichnete es als falsch, sich auf die Zahlen des Statistikers zu konzentrieren. Josef Tränkl verwies auf die neuesten Überlegungen in Adelzhausen, wo im Zuge der nötigen Schulerweiterung über Lernlandschaften nachgedacht wird. Er fragte sich, ob das auch in Affing sinnvoll sei und plädierte für eine Arbeitsgruppe, die mit dem Schulleiter und dem Architekten den Raumbedarf ermitteln sollte. Rudi Fuchs forderte, erst solle eine Zahlenbasis als Grundlage festgelegt werden. Dann könnten die fehlenden Räume anhand der Schulbauverordnung und dem darin vorgeschriebenen Raumprogramm ermittelt werden.

    Regierung von Schwaben will pädagogisch begründetes Konzept

    Allerdings hat sich das Verfahren inzwischen geändert. Zweite Bürgermeisterin Christine Schmid-Mägele, die die Sitzung für den erkrankten Bürgermeister Markus Winklhofer leitete und selbst Konrektorin eines Gymnasiums ist, klärte den früheren Affinger Bürgermeister auf, dass heutzutage flexibler geplant werde und die Pädagogik im Vordergrund stehe. Auch Schulleiter Weigl informierte: "Die Regierung von Schwaben will ein pädagogisch begründetes Konzept." Erst dann gebe es ein Raumprogramm.

    Die kurze Debatte schloss Schmid-Mägele mit der Feststellung ab: "Wir sollten nicht öffentlich darüber nachdenken, wie man vorgeht. Vermutlich läuft's auf 14 Klassenzimmer raus." Den Sachvortrag Weigls nahmen anschließend per Beschluss nur 8:10 Gemeinderäte "zustimmend zur Kenntnis". Damit sei aber noch kein Weg festgelegt, konstatierte die stellvertretende Bürgermeisterin.

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