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Kommunalwahl

27.11.2019

Affings CSU steht hinter Markus Winklhofer

Markus Winklhofer strahlt. Es ist der Moment, in dem das Wahlergebnis bekannt wird.
Bild: Carmen Jung

Plus Die Affinger CSU-Mitglieder nominieren Winklhofer mit 27:2 Stimmen zum Bürgermeisterkandidaten. Allerdings: Die CSU Gebenhofen-Anwalting nimmt nicht teil.

Als die Wahlhelfer die Stimmen auszählen, ist seine Anspannung spürbar. Markus Winklhofer lehnt zurückgezogen an der Theke im Sportheim. Er ist für sich und hat einen sehr ernsten Gesichtsausdruck, als CSU-Kreisvorsitzender Peter Tomaschko das Ergebnis verkündet: 25 Affinger CSU-Mitglieder haben ihn zum Bürgermeisterkandidaten nominiert; zwei gegen ihn gestimmt. Beim amtierenden Affinger Bürgermeister stellt sich jetzt sichtbar Erleichterung ein. Winklhofer strahlt in die Runde. Zuvor hat er in einer kämpferischen Rede seinen Anspruch auf den Chefsessel im Rathaus deutlich gemacht.

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Winklhofer erhält bei der CSU zwei Gegenstimmen

Winklhofer hat am Dienstagabend bei der CSU-Gemeindeversammlung die erste Hürde für die Kommunalwahl genommen. Einberufen war eine gemeinsame Versammlung der zwei Ortsverbände in der Gemeinde: der CSU Affing-Mühlhausen und der CSU Gebenhofen-Anwalting. Bei seiner außertourigen Wahl 2015 hatten die CSUler aus Gebenhofen und Anwalting Winklhofer noch mitgetragen. Diesmal ist das anders. Kein Mitglied aus diesen Ortsteilen ist erschienen. Spannend ist auch die Frage: Wie verhalten sich die Mühlhausener? Schließlich hat der Ortsteil, der zuletzt stets einen Bürgermeisterkandidaten aus Affing unterstützt hatte, diesmal einen eigenen Bürgermeisterkandidaten aufgeboten: Gerhard Faltermeier. Acht CSU-Mitglieder aus Mühlhausen nehmen an der Nominierung teil. Das Wahlergebnis von 27:2 zeigt deutlich, dass Winklhofer auch in Mühlhausen Anhänger hat.

Peter Tomaschko stellt sich demonstrativ hinter Winklhofer

Zu Beginn der Versammlung stellt sich Peter Tomaschko demonstrativ hinter Winklhofer, dem im Gemeinderat scharfer Wind entgegenbläst. Bekannter Hauptkritikpunkt seiner Gegner: Unter ihm gehe es zu langsam und zu wenig voran. Tomaschko dagegen betont, in wahrhaft stürmischen Zeiten habe es der „liebe Markus“ geschafft, Affing durch seine ruhige und besonnene Art weiter voranzubringen. Der Parteifreund stellt Winklhofer ein erstklassiges Zeugnis aus. Er attestiert ihm Engagement, Durchsetzungsvermögen und Beständigkeit und hebt hervor, dass manche Dinge oft einen langen Atem bräuchten. Durchaus als Mahnung an die Affinger kann dieser Hinweis Tomaschkos verstanden werden: „Um an staatlichen Stellen weiterzukommen, ist Einigkeit wichtig“. Das „würden wir uns alle wünschen für Affing“, so Tomaschko.

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Winklhofer betont seinen Anspruch auf das Affinger Bürgermeisteramt

Danach nimmt Winklhofer in seiner Rede zunehmend Fahrt auf. Er beginnt mit einem Rückblick auf seine 13-monatige Krankheitsvertretung für Rudi Fuchs inclusive Tornado-Katastrophe und führt zahlreiche Projekte auf: vom Bau der Realschulturnhalle bis zur Bücherei. Für Erfolg oder Misserfolg sei nie einer allein verantwortlich, sondern in einer Kommune Gemeinderat, Verwaltung und Bürgermeister. Winklhofer formuliert klar seinen Anspruch an einen Gemeinderat: Der müsse „konsequent, kollegial und konsensfähig“ sein und Ortsteildenken beiseitelegen. Gedeihliche Zusammenarbeit stehe für ihn an oberster Stelle. Was die Verwaltung anbelangt, „läuft’s um Welten besser“. Sie habe schwere Zeiten hinter sich. Allein eine Stelle sei zweieinhalb Jahre unbesetzt gewesen: „Das kompensiert man nicht einfach so.“ Inzwischen habe er ein loyales und kompetentes Verwaltungsteam aufgebaut, so Winklhofer. Beim Bürgermeisteramt spricht er von einer Aufgabe, „die einen voll und ganz ausfüllt, zeitlich, geistig und zum Teil auch körperlich“. Der Gemeindechef müsse Manager, Finanzmann und Netzwerker sein, aber auch eine Integrationsfigur. Er sei eingearbeitet, vernetzt und wolle „mit der erforderlichen Gründlichkeit und Geradlinigkeit weiterarbeiten“. Im Vordergrund stehe ein respektvoller und versöhnlicher Umgang, so Winklhofer. Herausforderungen für die Zukunft sieht er genug. Drei Beispiele: Beim Verkehrsproblem geht es ihm um „die gerechte Verteilung der Lasten“. Wohnen soll bezahlbar sein, weshalb er Sozialwohnungen im neuen Baugebiet in Mühlhausen für erstrebenswert hält. Und: „Die Stadt kommt näher.“ Deshalb sei es wichtig, „dass wir unser Heimatgefühl mehr mit dem Land verbinden“.

Nach seiner Wahl ist Markus Winklhofer erleichtert

Nach seiner Wahl mit einer Zustimmung von 93 Prozent sagt Markus Winklhofer erleichtert: „Jetzt habe ich wieder den Optimismus, dass es gut in unserem Sinne weitergeht.“ Die Runde genehmigt ihm bei einer Gegenstimme (Josef Tränkl), dass er auch für andere Listen als Bürgermeisterkandidat antreten darf. Und am Ende verspricht Winklhofer „von Herzen, ich will weiter ein guter Bürgermeister sein.“

Lesen Sie dazu auch den Kommentar Winklhofer macht Dampf in Affing

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