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  3. Aichach-Friedberg: "Upcycling"-Wettbewerb: Aus Müll entstehen Alltagsgegenstände

Aichach-Friedberg
14.06.2019

"Upcycling"-Wettbewerb: Aus Müll entstehen Alltagsgegenstände

Die Nähgruppe der Caritas-Tagesstätte in Aichach-Friedberg (3. Platz) hat aus Vorhangstoff Taschen für Obst und Gemüse genäht.  	Fotos: Realschule, Christiane Neuberger
4 Bilder
Die Nähgruppe der Caritas-Tagesstätte in Aichach-Friedberg (3. Platz) hat aus Vorhangstoff Taschen für Obst und Gemüse genäht. Fotos: Realschule, Christiane Neuberger

Das Abfallwirtschaftsamt veranstaltet einen Wettbewerb zum Thema „Upcycling“. Bei der Preisverleihung gibt es viele spannende Ideen zu bewundern.

Sitzkissen aus alten T-Shirts, Halsketten aus Kaffeekapseln, Stiftebehälter aus Getränkedosen. Das Landratsamt Aichach-Friedberg wurde in den vergangenen Wochen von kreativen Ideen nahezu überhäuft. Denn das Abfallwirtschaftsamt des Landkreises hatte im Rahmen der Deutschen Aktionstage der Nachhaltigkeit einen Wettbewerb zum Thema „Upcycling“ veranstaltet. Upcycling heißt, dass Abfall nicht weggeschmissen, sondern zu etwas Neuem verarbeitet und dadurch aufgewertet wird. So kann man beispielsweise Metalldosen als Blumentopf wiederverwenden oder aus Verpackungsmüll Taschen nähen.

Im Frühjahr waren alle Bürger im Landkreis dazu eingeladen, ihre Projekte beim Landratsamt einzureichen. Das Motto: „Warum einen neuen Rohstoff verwenden oder abbauen, wenn doch bereits Unmengen an geschürften Rohstoffen zur Verfügung stehen?“ Jetzt fand die Preisverleihung statt. Insgesamt 86 Einsendungen aus allen Altersklassen, von privaten Bürgern, Vereinen und Schulen gingen beim Abfallwirtschaftsamt ein. Rebecca Moser von der Abfallberatung, die den Wettbewerb organisiert hatte, war überwältigt von der Vielzahl und der Kreativität der Einsendungen: „In der Jury hatte jeder seine Favoriten. Es war nicht einfach, zu entscheiden, wer die Preise bekommt.“ Die Jury, bestehend aus Rebecca Moser, Landrat Klaus Metzger, Pressesprecher Wolfgang Müller und Michael Haas, Sachgebietsleiter des Abfallwirtschaftsamtes, hat deshalb den Wettbewerb in einen für Schüler und einen für Vereine und private Einsendungen unterteilt.

Mit jeweils 200 Euro wurden die Einsendungen der Grund- und Mittelschulen in Dasing und Pöttmes, der Grundschule in Ried, der Geschwister-Scholl-Mittelschule und der Wittelsbacher Realschule in Aichach prämiert. Der Ideenreichtum der Schüler reichte von Schmuck aus Kaffeekapseln, einem Mosaikbild aus Flaschendeckeln, Sitzkissen aus alten T-Shirts und Hula-Hoop-Reifen bis hin zu einem Vogelnest in Ananasform, das aus einer Plastikflasche gebastelt wurde.

Den dritten Platz des Bürgerwettbewerbes belegte die Nähgruppe der Caritas-Tagesstätte Aichach-Friedberg mit ihren aus alten Vorhängen genähten Gemüsetaschen. Christiane Neuberger, Heilerziehungspflegerin und Leiterin der Nähgruppe, erklärte bei der Preisverleihung, dass sie schon lange über Nachhaltigkeit und Wiederverwertung nachdenke, da bei sozialen Einrichtungen das Geld immer knapp sei. Die Idee ist entstanden, als eine Kollegin nach Alternativen zu den Plastik-Gemüsetüten, die es in Supermärkten gibt, suchte. „Die Tüten sollten leicht und aus durchsichtigem Stoff sein, damit die Supermarktverkäufer den Inhalt sehen können“, sagt Neuberger. Als Preis erhielt die Nähgruppe eine Führung in der Müllverbrennungsanlage in Augsburg-Lechhausen.

Die Klasse 7b der Wittelsbacher Realschule hat aus Kaffeekapseln Schmuck gebastelt. Fotos: Realschule, Christiane Neuberger

Wettbewerb: So entsteht aus Müll Nützliches für den Alltag

Auf den zweiten Platz kam der Nähtreff des Jugendtreffs in Inchenhofen und erhielt dafür 200 Euro Preisgeld. Sie reichten Taschen und Mäppchen ein, die sie aus Verpackungsmüll genäht hatten. Einmal im Monat treffen sich die Jugendbeauftragten mit Kindern und Jugendlichen zum Nähen. Die Jugendbeauftragte Cilli Reiner erzählt, dass sie die Idee schon länger gehabt hätten, aus Schokoladenpapier Mäppchen zu nähen. Besonders beeindruckt hat die Jury die Tasche von Magdalena Christl. Die Elfjährige hat aus Capri-Sonne-Tüten eine Tasche genäht. „Die benutze ich zum Einkaufen“, sagt sie stolz.

Der erste Preis – ein Rundflug mit dem Wittelsbacher-Land-Heißluftballon – ging an Christine Pemsl aus Kissing. Die 52-Jährige reichte eine Vielzahl an Upcycling-Projekten ein: Aus Sektkorken bastelte sie Spielzeugstühle. Alte Olivengläser funktionierte sie zu Blumenkästen um, Getränkedosen wurden zu Windrädern. Das Upcycling ist Pemsl vertraut, schon vor dem Wettbewerb hat sie viel aus Abfall gebastelt. Wann sie damit angefangen hat, wisse sie gar nicht mehr, sagt sie. „Früher war es selbstverständlich, dass man in Secondhandläden eingekauft hat, heute wird es oft als ein Zeichen gesehen, dass man sich nichts Neues leisten könne“, erklärt sie. Pemsl ist es wichtig, dass Abfall und gebrauchte Dinge positiver gesehen werden, weil man noch viel aus ihnen herstellen kann.

Das war auch die Motivation von Moser und ihren Kollegen: Sie wollten den Bürgern das Thema Müll und den Umweltschutz bewusst machen. „Wir fanden, dass ein Wettbewerb eine gute Chance ist, Upcycling auf eine nette und moderne Art zum Thema zu machen“, sagt Moser. Sie findet es toll, dass in der Gesellschaft immer mehr Menschen umdenken. Obwohl Umweltschutz für sie nur funktionieren kann, wenn auch Politik und Industrie mitziehen, kann der Einzelne schon viel machen. Dafür hat sie drei Tipps, wie man sich im Alltag umweltschonender verhalten kann. Erstens soll man aufpassen, was man einkauft: Braucht man es wirklich? Wie ist es verpackt und wo kommt das Produkt her? Zweitens ist es wichtig, den Müll richtig zu trennen und vor allem auch nicht in der Natur zu entsorgen. Ihr letzter Tipp: darauf achten, ob man Fahrten mit dem Auto reduzieren kann. „Auch wenn ich weiß, dass das ein schwieriges Thema ist“, sagt Moser.

Die Nähgruppe der Caritas-Tagesstätte in Aichach-Friedberg (3. Platz) hat aus Vorhangstoff Taschen für Obst und Gemüse genäht.
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