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Aichach-Friedberg
27.04.2020

Wie Corona der Natur eine Pause verschafft

Die Rostgans und ihre Partnerin waren seit Mitte März täglich an den Mühlhauser Seen zu sehen. Inzwischen ist das Paar verschwunden. Vermutlich nistet es nun andernorts.
Foto: Gerhard Menzel

Der Naturfilmer Gerhard Menzel aus Anwalting beobachtet, dass Tiere in Zeiten der Ausgangsbeschränkungen viel Ruhe haben. Tragödien bleiben dennoch nicht aus.

Gerhard Menzel ist viel unterwegs. Auf dem Rad. In der Natur. Die beobachtet der Anwaltinger genau. Dem preisgekrönten Naturfilmer geht es um die Natur in seiner unmittelbaren Umgebung. Er weiß genau, wann die Jungen welcher Vögel schlüpfen. Weil er so gut und so oft beobachtet, fallen ihm Veränderungen leicht auf. Eine hat die Corona-Krise verursacht. Sie ist positiv für Tiere und Pflanzen. Während Menschen unter den Ausgangsbeschränkungen leiden, genießt sie die Natur.

Gerhard Menzel teilt seine jüngsten Beobachtungen aus dem Lechfeld bei Mühlhausen (Gemeinde Affing) mit. Er hat festgestellt: „Da kehrt ein bissl mehr Ruhe ein.“ Zwar gibt es viele Spaziergänger, doch die Menschen halten sich nicht dauerhaft vor Ort auf. Badegäste zum Beispiel hat es auch an Sonnentagen kaum gegeben.„Die Natur hat sich schon verändert“, findet Menzel. Da sind zum Beispiel die Rehe. Menzel erzählt, er habe noch nie am Tage so viele dieser scheuen Tiere auf freiem Felde gesehen wie jetzt. Das Wild wird vom frischen Grün angelockt, aber auch von den Corona-Ausgangsbeschränkungen. Sie bedingen zum Beispiel, dass viel weniger Verkehr herrscht. Rehwild traut sich deshalb viel leichter aus der Deckung.

Jede Pflegekraft der Sozialstation Augsburg Hochzoll Friedberg und Umgebung fährt nur in der Schutzmontur zu den Klienten. Dazu gehören der Schutzanzug, der Mundschutz, die Schutzbrille wie auch die Schutzanschuhe. Pflegedienstleitung Ulrike Hopfes hat die Montur hier für das Foto angezogen.
65 Bilder
In Bildern: So wirkt sich die Corona-Krise auf den Landkreis aus
Foto: Caritas Augsburg/Bernhard Gattner.

Auch die Vögel im Lechtal haben mehr Ruhe. Da ist zum Beispiel das Rotmilanpärchen, das bereits Ende Januar zurückgekehrt ist. Sein Nest hatte der Sturm beschädigt und war nicht mehr benutzbar. Das Paar bezog kurzerhand eine fremde Wohnung. Menzel: „Sie bauten das in unmittelbarer Nähe liegende Schwarzmilannest für sich aus.“ Sie brüteten dort. Der Nachwuchs dürfte jetzt schon geschlüpft sein.

Acht Grauganspärchen in Mühlhausen

Pech für die Schwarzmilane. Ihr Heim war besetzt. Sie haben sich aber in der Nähe ein neues Nest gebaut. Menzel glaubt, dass der Nachwuchs dieses Paares ebenfalls schon da sein könnte. Jedenfalls hat er Vater Schwarzmilan mit einer Maus im Schnabel zum Nest fliegen sehen.

Weil im eigenen Nest inzwischen Rotmilane brüten, mussten sich der Schwarzmilan und seine Partnerin ein neues Nest bauen.
Foto: Gerhard Menzel

Eine kleine Tragödie hat eine Graugansfamilie erlebt. Sie war seit Ende März schon auf einem der Seen unterwegs. Mit drei Jungen. Inzwischen gibt es aber nur noch zwei. „Ein Junges fehlt, warum, weiß ich nicht“, berichtet Menzel. Acht Grauganspärchen haben sich im Raum Mühlhausen niedergelassen. Ebenfalls etwas Unglück hatten Höckerschwäne, die ein verlassenes Nest ausbauten. Ihr erstes Ei wurde geraubt. Menzel fand in der Nähe Eierschalenreste. Ein Fuchs sei wohl der Räuber gewesen, vermutet er.

Über was sich der Anwaltinger Naturfilmer besonders freut

Nicht so gern gesehen sind bei Fachleuten Nilgänse. Sie haben laut Menzel die Tendenz, heimische Wasservögel zu verdrängen. Seit drei Jahren lebt ein solches Pärchen an den Mühlhauser Seen. Menzel fragt sich, ob es auch in diesem Jahr wieder brüten wird.

Einen anderen Brutplatz hat sich inzwischen offenbar ein Rostgans-pärchen gesucht. Davon geht Gerhard Menzel jedenfalls aus. Er hat seit Mitte Februar zunächst eine männliche Rostgans täglich am von ihm sogenannten Klaussee (er gehört der Firma Klaus) beobachtet. Ab Mitte März war die Rostgans ebenfalls täglich mit einer Partnerin am See aufgetaucht. Seit einiger Zeit sind beide verschwunden.

Eine Graugansfamilie mit drei Jungen unternimmt bereits Schwimmübungen. Inzwischen hat die Gänsefamilie eine kleine Tragödie heimgesucht. Eines der Jungen ist verschwunden.
Foto: Gerhard Menzel

Dafür freut sich Menzel, dass er kürzlich den ersten Schwalbenschwanz-Schmetterling filmen konnte. „Es ist interessant, das zu beobachten“, betont Menzel begeistert. Noch genießen Natur und Tierreich die Ruhe. Doch sie werde, so vermutet Menzel, vorbei sein, „in dem Moment, wo der Alltag wieder eingreift“.

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