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Aichach

21.02.2021

Aichacher Marienöl wird in Handarbeit abgefüllt

Aichachs Pastoralreferent Markus Drößler (links) und Mesner Martin Ruhland füllen Marienöl ab. Eine erste Tranche von 250 Fläschchen ist schon vergriffen, weitere sind in Arbeit.
Bild: Herbert Gugler

Plus Das Marienöl nach einer speziellen Rezeptur gibt es nur in der Pfarreiengemeinschaft Aichach. Wie es entsteht und wofür es gedacht ist.

Etwas ganz Besonderes sind die Fläschchen mit Marienöl, die im Eingangsbereich der Aichacher Stadtpfarrkirche stehen. Die Abfüllung erfolgt in reiner Handarbeit, die Etiketten sind ein Entwurf des Pfarrbüros und die Zusammensetzung des Öls ist eine Kreation, die es so nur in der Pfarreiengemeinschaft gibt. Stadtpfarrer Herbert Gugler knüpft mit seiner Idee an die Salbung Jesu an und möchte den Gläubigen mit dem Marienöl für das Osterfest Freude vermitteln.

Es ist eine diffizile Arbeit, zu der sich der Stadtpfarrer, Pastoralreferent Markus Drößler und Mesner Martin Ruhland im Pfarrbüro treffen. 250 kleine Fläschchen sollen mit dem Marienöl gefüllt werden. Von den drei Männern ist hier Fingerspitzengefühl gefragt, denn die kleinen Behälter sind nur in etwa so groß wie der Zeigefinger und die Öffnung entsprechend klein.

Ins Marienöl kommen Weihrauchkörner und Nardenöl

Rund eine Minute würde es dauern, bis ein Fläschchen komplett fertig sei, erzählt Gugler. Als Erstes werden die Weihrauchkörner vorsichtig hineingeträufelt, dann kommen das Mandelöl und ein kleiner Spritzer Nardenöl, das der Stadtpfarrer aus dem Heiligen Land mitgebracht hat.

Das Trio hat inzwischen schon eine gewisse Arbeitsroutine. Gugler füllt das Öl gerne mithilfe eines Trichters aus einem kleinen Krug in die Fläschchen, Drößler bevorzugt ein Kännchen mit Dosierer. Mit einem Augenzwinkern sagt Gugler, was ganz wichtig ist: "Es wird genau geprüft, dass überall gleich viel drin ist.“

Pfarrbüro hat die Aufkleber entworfen

Man merkt, dass die drei richtig mit Freude dabei sind. An der Herstellung sind auch die drei Damen aus dem Pfarrbüro beteiligt. Sie haben den Aufkleber für das Fläschchen mit Marienöl entworfen. Er zeigt die Muttergottes vom Marienaltar in der Stadtpfarrkirche. Der Name Marienöl leitet sich übrigens vom Namen der Stadtpfarrkirche ab: Mariä Himmelfahrt.

Angewendet wird das Öl äußerlich. Es könne zum Beispiel auf die Schläfen gerieben werden, um sich etwas Gutes zu tun, sagt Gugler. "Die Salbung ist seit jeher ein christliches Zeichen für Heilung und Schutz vor Gefahren“, erklärt er die theologische Bedeutung des Öls. Die Zusammensetzung ist seine eigene Idee. Sie sei einzigartig, freut er sich.

Die zweite Tranche ist in Arbeit

Die erste „Tranche“ mit 250 Fläschchen ist schon weg. Das Trio ist dabei, die nächste Abfüllung vorzubereiten. Bestellungen nimmt das Pfarrbüro (Telefon 08251/7086) entgegen. Die Fläschchen gibt es zum Stückpreis von zwei Euro im Eingangsbereich der Stadtpfarrkirche.

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