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Aichach

25.08.2020

Aichacher Soldatenkameradschaft bangt um ihre Zukunft

Josef Reithmeier, Vorsitzender der Krieger- und Soldatenkameradschaft Aichach.
Bild: Ingrid Hartel

Plus Die Krieger- und Soldatenkameradschaft Aichach macht sich Sorgen um ihre Zukunft. Der bisherige Vorstand tritt im November nicht wieder zur Wahl an. Worauf der Verein hofft.

Einer der ältesten Vereine der Stadt, die Krieger- und Soldatenkameradschaft (KSK), kämpft nach 147 Jahren um den Fortbestand. Als der Verein 1873 gegründet wurde, waren die Mitglieder mit Begeisterung dabei, sodass sogar Kriterien zur Aufnahme in den Verein aufgestellt wurden. Nach zweimaliger Unterbrechung, während des Ersten Weltkriegs sowie während und nach dem Zweiten Weltkrieg, ist die Zukunft der Krieger- und Soldatenkameradschaft ungewiss.

Vorsitzender befürchtet nahes Ende der Soldatenkameradschaft Aichach

Der Erste Vorsitzende Johann Reithmeier, der den Verein nun seit 27 Jahren unermüdlich führt, sieht ein nahendes Ende des Traditionsvereins: „Ein schwerwiegendes Problem ist, dass es äußerst schwierig ist, die Mitglieder, welche überwiegend schon im fortgeschrittenen Alter stehen, an das Vereinsleben anzubinden oder zu aktivieren, aber auch den anderen Teil der Mitglieder, die noch relativ fit sind, so zu mobilisieren, um den Weiterbestand der Aichacher Kameradschaft fort- zuführen.“

Sicherlich habe der Verein auch stark mit den Zeichen der Zeit zu kämpfen, um nicht in eine bestimmte Ecke gedrängt zu werden oder als der „Ewig Gestrige“ dazustehen, so der Vorsitzende. Wie aber Reithmeier immer wieder hervorhebt, gehe es um die Erhaltung und die Weiterführung des Vereins. Das Vereinsleben gehöre trotz der immer mehr digitalisierten Umgebung zum Kulturleben einer Stadt, zumal es sich um einen der ältesten Vereine handele.

Vorsitzender der Soldatenkameradschaft: Es gibt keine Unstimmigkeiten

Das größte Problem des Vereines wird nun sein, dass sich der derzeitige Vorstand mit seinem Oberhaupt bei der Generalversammlung am 15. November nicht mehr zur Verfügung stellt. „Es gibt keine Unstimmigkeiten innerhalb der Vorstandschaft oder zwischen Vorstandschaft und Vereinsmitgliedern“, betont Reithmeier. Auch finanzielle Vereinsprobleme seien ausgeschlossen.

Es würde lediglich die Entschlossenheit und der Mut von den Vereinsmitgliedern gefordert, sich aufzuraffen und für ein Amt im Vereinsvorstand zur Verfügung zu stehen. Zudem seien ein wenig geschichtliches Interesse, Verständnis sowie Vereinsinteresse und Herzblut gefordert.

Vorsitzender ruft zu Engagement im Vorstand der Soldatenkameradschaft auf

„Bis jetzt“, so Reithmeier, „bin ich immer noch guter Hoffnung, dass sich Mitglieder angesprochen fühlen, um die Krieger- und Soldaten-Kameradschaft nach fast eineinhalb Jahrhunderten nicht sterben zu lassen, sondern mit neuen Gedanken und Vorstellungen weiter in die Zukunft zu führen.“

So solle der Wahlspruch und der Geist der alten bayerischen Armee „In Treue fest“ weiterhin für den Zusammenhalt der Kameradschaft Gültigkeit behalten. Deshalb plädiert der Vorsitzende für eine „große Beteiligung an der Generalversammlung“ am 15. November, sofern es die Corona-Bestimmungen zulassen. Schon heute seien die Mitglieder aufgerufen, sich eventuell bereits im Vorfeld beim Vereinsvorstand für ein Amt im zukünftigen Vorstand zu interessieren. (AZ)

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