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Wirtschaft

06.08.2020

Alles Gute direkt vom Hofladen

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Produkte aus der Heimat, direkt vom Bauern, werden immer mehr geschätzt. Wir starten eine Serie

Ob frisches, regionales Gemüse, biologisch angebautes Obst, Eier von glücklichen Hühnern, frischer Käse und Milch, Fleisch von der Hofmetzgerei – auf dem Bauernhof kauft man hochwertig und nachhaltig ein. Und man weiß, woher die Produkte kommen. Der Bayerische Bauernverband informiert auf seiner Website über die Angebote auch aus dem Landkreis Aichach-Friedberg direkt vom Erzeuger. Viele von ihnen haben einen eigenen Hofladen, wo man die frischen Produkte einkaufen kann.

„Wir haben direkten Kontakt zu den Hofläden und sprechen mit den Landwirten“, so Stephanie Waritschlager vom Fachbereich Agrardienste des Bayerischen Bauernverbandes. Bei den meisten Hofläden, die sich in der Nähe einer Stadt befinden, viel Laufkundschaft haben und die ein gutes und vielseitiges Angebot führen, sei der Umsatz seit der Corona-Pandemie spürbar gestiegen. „Manche sagen mir, es geht zu wie an Weihnachten, und sie werden dem Ansturm kaum mehr gerecht“, berichtet Waritschlager. Gerade die Hofläden mit eigener Metzgerei, selbst gemachtem Brot sowie selbst angebautem Gemüse laufen gut. Abgepacktes Billigfleisch aus Massentierhaltung wollen immer weniger Menschen auf dem Teller. „Die Leute lernen es zu schätzen, was es in er Region gibt. Da weiß man, woher es kommt, und man kann direkt beim Landwirt fragen, wie die Tiere gefüttert und gehalten werden“, weiß Waritschlager.

Einkaufen im Hofladen und auf dem Bauernmarkt ist im Kommen. Vor allem kaufen dort weniger Leute ein als in den großen Supermärkten. Viele Hofläden findet man in der Fördergemeinschaft „Einkaufen auf dem Bauernhof“ des Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten im Internet auf www.regionales-bayern.de. Dieses Verbraucherportal bündelt das mit der Landwirtschaft verbundene Angebot von Produkten und Dienstleistungen aus den verschiedenen Regionen.

Das zentrale Ziel ist es, einen Überblick über die Angebote von nebenan zu schaffen und Erzeuger und Verbraucher auf möglichst direktem Weg miteinander in Kontakt zu bringen, um die Wertschätzung für heimische Erzeugnisse zu stärken. Dabei werde auf kurze Wege, Information und Markttransparenz gesetzt. Kurze Wege stehen für eine Vielzahl von Vorzügen regionaler Kreisläufe, wie zum Beispiel Nähe, Ursprünglichkeit, Frische, Originalität, Erhalt von Kaufkraft in der Region und Wertschöpfung beim Erzeuger. Wer nebenan einkauft, leistet einen Beitrag zu mehr Nachhaltigkeit. Regionale Kreisläufe basieren häufig auf ideellen Zusammenschlüssen und starken Erzeugergemeinschaften. Diese Qualitäten, Strukturen und Partnerschaften erkennbar zu machen, ist ein wichtiger Baustein für die Wertschätzung heimischer Erzeugnisse.

Sabine Asum ist Kreisbäuerin des BBV. Sie ruft die Verbraucher dazu auf, auch nach der Corona-Pandemie weiterhin die Augen offen zu halten, die Stärken des Wittelsbacher Landes zu erkennen und die Hofläden zu unterstützen. „In der Zeit der Ausgangsbeschränkung hat man gesehen, dass viele Leute mehr Zeit haben und wieder mehr selbst kochen. Viele fahren mit dem Rad umher und holen sich dabei gleich ihre frische Milch nach Hause. So kommt man aus dem Alltagstrott raus und unterstützt gleichzeitig die heimische Landwirtschaft“, sagt Asum. Ihr Wunsch sei es, dass die Menschen weiterhin auf dem Bauernhof und in den Hofläden einkaufen und so die Bauern unterstützen. Allein im Wittelsbacher Land gibt es aktuell 35 Hofläden. "Kommentar, Seite 34

Um einige dieser Hofläden im Landkreis genauer kennenzulernen, stellen wir sie nun in einer Serie vor. Wir beginnen mit dem Obsthof Mahl in Haunsried bei Adelzhausen.

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