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Stadtrat

18.12.2016

Amt des Aichacher Kulturreferenten bleibt bei der CSU

Monika Knauer wurde als neue Stadträtin in den Reihen der CSU vereidigt. Bürgermeister Klaus Habermann nahm ihr den Amtseid ab. Zwischen ihnen der neue Kulturreferent Helmut Beck.
Bild: Claudia Bammer

Helmut Beck wird zu Stefan Stockers Nachfolger gewählt. Edith Lotter unterliegt. Monika Knauer als Nachrückerin vereidigt

In der letzten Sitzung des Jahres wurde der Aichacher Stadtrat wieder komplettiert. Der überraschende Tod von Stefan Stocker Anfang November hatte eine Lücke in die Ratsrunde gerissen. Als seine Nachfolgerin wurde am Donnerstagabend Monika Knauer von Bürgermeister Klaus Habermann vereidigt. Der Stadtrat hatte außerdem die Pflicht, einen neuen Kulturreferenten zu wählen. Das Amt hat jetzt Helmut Beck (CSU) inne.

Schon nach der Kommunalwahl 2014 hatte es zwei Bewerber für das Referat „Kultur und Heimatpflege, Stadtmuseum“ gegeben. Neben Stefan Stocker (CSU) bewarb sich damals Erich Echter (Christliche Wählergemeinschaft) für das Amt, unterlag aber. Erich Echter schlug nun für die Fraktionsgemeinschaft aus CWG, Bündnis Zukunft Aichach (BZA) und FDP Edith Lotter vor. Deren mittlerweile verstorbener Ehemann Erwin Lotter war Stockers Vorgänger als Kulturreferent. Bei der Kommunalwahl 2014 hatte er nicht mehr kandidiert.

Echter argumentierte, die Fraktionsgemeinschaft sei vom Stadtrat noch nie mit einem Referentenposten berücksichtigt worden. Helmut Beck habe schon eine Reihe von Posten. Echter sprach von einer „großen Ämterhäufung“. Edith Lotter würde das Amt sehr gut ausüben, so Echter.

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Lothar Bahn (Freie Wählergemeinschaft) stellte fest, beide Kandidaten seien gut geeignet. Edith Lotter sei bereits viel bei kulturellen Veranstaltungen anzutreffen, dem Vorschlag könne die FWG deshalb zustimmen. Auch Karl-Heinz Schindler (SPD) betonte, beide Bewerber seien gut geeignet. Die Fraktion sei sich nicht einig. Für Beck spreche, dass das Referat nach der Kommunalwahl an die CSU vergeben wurde, die das Amt weiter hätte, wenn nicht traurige Umstände eingetreten wären (Stockers Tod). Wenn ein geeigneter Bewerber aus der Fraktion vorhanden sei, habe die CSU den Zugriff auf das Amt. Man könne aber auch die Arbeit auf verschiedene Schultern verteilen. Edith Lotter sei ebenfalls qualifiziert für das Amt. Die SPD werde deshalb gesplittet abstimmen.

Abgestimmt wurde zunächst über den Wahlvorschlag der CSU, die das Amt bisher innehatte, also Helmut Beck. Er erhielt mit 16:13 Stimmen eine Mehrheit. Über die Bewerbung von Edith Lotter wurde daher nicht mehr abgestimmt. Beck bedankte sich für seine Wahl und versprach, das Amt im Sinne von Stefan Stocker weiterzuführen.

Monika Knauer hat nun den Stadtratssitz von Stefan Stocker eingenommen. Zur Vereidigung der 60-jährigen Unterwittelsbacherin waren auch ihr Ehemann, Altlandrat Christian Knauer, der selbst schon Stadtratsmitglied war, und ihre Kinder zur Sitzung gekommen. Die gelernte Handelsfachwirtin und dreifache Mutter saß für die CSU schon eine Amtsperiode lang im Kreistag, bevor sie sich der „Familienpolitik“ widmete, wie sie selbst sagt. Monika Knauer ist nach Michaela Böck die zweite Nachrückerin der CSU in dieser Amtszeit und die dritte im Gesamtstadtrat. Bei der FDP hatte im Oktober Edith Lotter Raphael Gutmanns Sitz eingenommen.

Der Wechsel hat auch zu Neubesetzungen in den Ausschüssen geführt. Im Finanzausschuss nimmt Hermann Langer den Platz von Stefan Stocker als ordentliches Mitglied ein, Monika Knauer ist erste Vertreterin vor Dieter Heilgemeir. Im Bauausschuss ist Knauer statt Stocker zweite Vertreterin. Knauer übernimmt auch Stockers Posten als Verbandsrätin im Zweckverband des Wasserversorgers Magnusgruppe für das Versorgungsgebiet Unterwittelsbach und im Sparkassenzweckverband als Vertreterin von Verbandsrat Marc Sturm.

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