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Bauausschuss

09.11.2017

Aus dem Sonderdeponieberg kommt weiter Arsen

Die Sondermülldeponie Gallenbach ist verfüllt, jetzt wird rekultiviert. Die Umweltbelastung durch die Deponie wird überwacht.
Bild: Erich Echter

Im Grundwasserstrom wird in Gallenbach aber immer weniger giftiges Schwermetall gemessen – immer unter Grenzwerten

Aichach Die Sonderabfalldeponie Gallenbach ist verfüllt. Wie berichtet, wird dort seit Ende Januar nicht mehr angeliefert. Das Volumen war verfüllt – zwei Jahre vor dem vertraglich festgesetzten Verfüllungsende. Derzeit wird rekultiviert. Die Arbeiten werden voraussichtlich Ende 2018 abgeschlossen sein, können sich aber witterungsbedingt bis ins zweite Quartal 2019 erstrecken. Im Jahrbuch 2016 des Betreibers, des Staatsbetriebs Sonderabfalldeponie, wird über die Messungen zur Umweltbelastung durch die Deponie berichtet. Die wurden jetzt im Bauausschuss des Aichacher Stadtrats vorgestellt und ohne Diskussion zur Kenntnis genommen. Demnach liegen alle Messewerte im Grundwasserzustrom unter der jeweiligen Auslöseschwelle. Das giftige Arsen, das als natürliches Vorkommen im Berg ausgespült wird, sei weiter in alle Messungen nachweisbar gewesen, aber eben unter den Grenzwerten. Der Betreiber führt den Rückgang bei den Arsenwerten auf die Grundwasserreinigungsanlage unter dem Deponieberg zurück. über 60000 Kubikmeter Grundwasser wurden behandelt. Bei in Manching aus der Paar geholten Fischen lag die Arsenkonzentration in Muskeln und Leber unter oder nur knapp über der Bestimmungsgrenze. Einen deutlichen Rückgang gibt es auch bei den Sickerwassermengen: Von 4700 Tonnen (2006) auf rund 900 Tonnen im Jahr 2016. Der Staatsbetrieb führt das auf die Oberflächenabdichtung der Bauabschnitte eins und zwei zurück. Sickerwasser entsteht, wenn Niederschläge in den Deponiekörper eindringen und dann kontaminiert werden. Dieses Sickerwasser wird dann gereinigt. Alle übermittelten Unterlagen des Deponiebetreibers können in der Stadtverwaltung von den Bürgern eingesehen werden.

Wohnpark Sudetenstraße Eigentlich sollte das Plankonzept für den „Wohnpark an der Sudetenstraße“ im Bauausschuss des Aichacher Stadtrats vorgestellt werden. Das Quartier soll wie berichtet anstelle der ehemaligen Meisinger-Hallen zwischen der Sudetenstraße und der Franz-Beck-Straße entstehen. Der Tagesordnungspunkt wurde auf Wunsch des Antragstellers abgesetzt und soll jetzt in der Sitzung im Dezember besprochen werden. Gleiches gilt für den Bebauungsplan „Nördlich der Wallbergstraße“ beim Neuen Friedhof geht es um alternative Planungsvarianten, damit dort zwölf Wohneeinheiten vor allem in Einzelhäusern entstehen.

Satzung Herrnanger Einen Schritt weiter ist die Ortsrandsatzung Herrnanger im Stadtteil Klingen. Der Ausschuss hat die eingegangenen Stellungnahmen behandelt. Jetzt muss die Satzung nochmals ausgelegt werden.

Radweg Zell-Sulzbach Der seit Jahren diskutierte und von den Bürgern aber auch den Stadträten geforderte Radweg an der Verbindungsstraße zwischen den Stadtteilen Griesbeckerzell und Sulzbach kommt nicht voran, weil die Verhandlungen mit den Grundstückseigentümern ins Stocken geraten sind. Eine südlichere Trasse scheitert am Veto des Naturschutzes. Jetzt schlug der Zeller Stadtrat Marc Sturm (CSU) vor, eine Wegeverbindung nordöstlich der Zeller Stockschützenanlage entlang des Waldrandes nach Oberschneitbach zu prüfen. Die Verbindung soll in die Verlängerung der Chrombachstraße einmünden. Damit wären die Zeller ans Radwegenetz der Stadt angeschlossen. Doch der Ausbau des als „Provisorium“ gedachten Wegs nur mit Sand und Kies würde schon rund 50000 Euro kosten. Das war auch Sturm deutlich zu teuer. Georg-Robert Jung (FWG) fordert, dieses Geld für den Grundstückskauf bei der geplanten Trasse an der Verbindungsstraße einzusetzen, beziehungsweise damit Tauschflächen zu erwerben. Bürgermeister Klaus Habermann betonte dagegen, dass sich die Stadtverwaltung seit Jahren intensiv bemühe: „Und es liegt nicht am Geld.“

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