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Hollenbach-Schönbach

13.07.2020

Bebauungsplan beschlossen: Schönbach hat Platz für neue Bauherren

Die Gemeinde könnte in Schönbach ein Haus bauen.
Bild: A. Kaya (Symbol)

Plus Der Hollenbacher Gemeinderat beschließt die Satzung für einen neuen Bebauungsplan. Über ein Grundstück muss erst noch diskutiert werden.

Mit einem Seufzer der Erleichterung quittierten gleich mehrere Zuhörer im Sportheim in Hollenbach die Entscheidung des Gemeinderates: Das viel diskutierte Einfamilienhaus mit Garage in der Hauptstraße darf nun also doch gebaut werden. Und das, obwohl es schon einmal abgelehnt worden war. Mehrere Angehörige hatten die Bauherren mit ins Sportheim genommen, um die Nachricht in der Gemeinderatssitzung am Donnerstagabend zu erfahren.

Der vorherige Gemeinderat hatte das Vorhaben bereits abgelehnt, die Baubehörde im Landratsamt Bedenken angemeldet: Es ging um etwa eineinhalb Meter, die das Haus weiter südlich gebaut werden sollte als zunächst geplant. Diese eineinhalb Meter hatten viel diskutierte baurechtliche Konsequenzen nach sich gezogen.

Doch nun konnten die Mitarbeiter im Landratsamt umgestimmt werden. Josef Kulzinger, der schon vor der Kommunalwahl im Gemeinderat gesessen hatte, nahm dies erstaunt zur Kenntnis. Es erfreue ihn nicht besonders, seine Entscheidung revidieren zu müssen, er sei einfach nur sehr beeindruckt davon, dass jemand es geschafft hatte, die zuständigen Mitarbeiter im Landratsamt umzustimmen, erklärte er in der Sitzung. Deshalb stelle er sich nicht erneut gegen den Bauantrag. Ohne Gegenstimme wurde der Antrag nun vom Gemeinderat befürwortet. Es war nicht die einzige Bauangelegenheit, die der Gemeinderat zu besprechen hatte. Wohl aber die emotionalste.

Über ein Mehrfamilienhaus in Schönbach wird noch diskutiert

So wurde einstimmig ein Satzungsbeschluss für den Bebauungsplan „Schönbach, am Herschbach, beiderseits des Rosenwegs“ gefasst. Nach der letzten verkürzten Auslegungsphase waren noch zwei Stellungnahmen eingegangen: Der Emissionsschutz bat um eine redaktionelle Anpassung des Bebauungsplans wegen der Fahrsilos ganz in der Nähe und die Untere Naturschutzbehörde legte den Artenschutz rund um den alten Baumbestand dar.

Es wurde ein Maßnahmenkatalog erstellt, der zum Beispiel vorgibt, dass zwei der dort stehenden alten Bäume verpflanzt werden sollen und Nistkästen aufgehängt werden, um den Schutz bestimmter Tierarten, die auf der Obstwiese heimisch sind, zu gewährleisten.

Hält sich die Gemeinde an diese Auflagen, stimmt die Untere Naturschutzbehörde für den Bebauungsplan. Außerdem wurde beschlossen, dass auf einem der Grundstücke nun sowohl ein Einfamilienhaus als auch ein Doppelhaus oder ein Mehrfamilienhaus entstehen kann. Stefanie Fritz vom planenden Büro Stadt Land Fritz erklärte dem Gemeinderat: „Sie haben jetzt alle Möglichkeiten.“ Noch steht nicht fest, ob die Gemeinde hier ein Mehrfamilienhaus baut. Darüber wird noch diskutiert werden.

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