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Affing

29.07.2010

Befürworter der Umgehung tun sich zusammen

Der Vorstand der Interessengemeinschaft Ortsumfahrung Affing (IGOA): Helmut Merwald (links), Kassiererin Angelika Mittler, Schriftführerin Cordula Boos, dahinter Thomas Born und Lorenz Drexl. Fotos: Martin Golling
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Der Vorstand der Interessengemeinschaft Ortsumfahrung Affing (IGOA): Helmut Merwald (links), Kassiererin Angelika Mittler, Schriftführerin Cordula Boos, dahinter Thomas Born und Lorenz Drexl. Fotos: Martin Golling

Triumvirat führt die Interessengemeinschaft Ortsumfahrung Affing. Die Befürworte haben sich jetzt zusammen getan. Von Martin Golling

Das

Schützenheim

im Affinger Ortsteil

Aulzhausen

war voll. Das Thema elektrisiert wieder:

Befürworter der Umgehung tun sich zusammen
Umgehungsstraße

. "Lassen wir uns die beschlossene

Umgehung

nicht nehmen. Verwaltung und Politik brauchen die Signale aus unserer Mitte", rief einer der Organisatoren,

Helmut Merwald

, den mindestens 120 Besuchern entgegen. "Wir brauchen Struktur, um unsere Interessen zu bündeln", forderte er und stellte sich mit Thomas Born und

Lorenz Drexl

als einer der drei Vorsitzenden der neu gegründeten "

Interessengemeinschaft Ortsumfahrung Affing

" (IGOA) zur Wahl.

Einstimmig votierte die Versammlung für dieses Triumvirat, das zusammen mit zwei Frauen, Schriftführerin Cordula Boos und Kassiererin Angelika Mittler, schon vor diesem Treffen frischen Schwung in die Phalanx der Befürworter der Nordumfahrung gebracht hatte.

Am Straßenrand geparkte Autos hatten wieder die Ortsdurchfahrt von Aulzhausen erschwert, Plakate weisen entlang der Straße auf den langen Leidensweg hin, den Anwohner zu gehen haben. Maria Briese wohnt in Affing in der Neuburgerstraße gegenüber der Schlossmauer: "Ich wünsche jedem Gegner der Umgehungsstraße einmal vier Wochen dort zu wohnen. Sie können nachts nicht schlafen. Stellen Sie sich mal am Tag an die Raiffeisenbank und beobachten Sie den Verkehr", klagte Maria Briese. "Ich kenne das Problem", pflichtete der Mühlhausener Theo Wiedemann der Affingerin bei, "wenn bei jedem Laster die Gläser im Schrank scheppern". "Fakt ist, wir haben geschlafen", kritisierte Herbert Hartl sich und seine Mitbürger.

Helmut Merwald erinnerte daran, dass diese Initiative schon einmal stark gewesen sei, "doch mit dem Gemeinderatsbeschluss im Jahr 2003 glaubten wir, wir hätten unser Ziel erreicht."

Für Lorenz Drexl hat sich die Situation in Aulzhausen mit dem Aufbrechen der Straße und des Gehwegs nach dem harten Winter wesentlich verschlechtert: "Selbst die Polizei rät, mit dem Rad auf dem Gehweg zu fahren, doch der ist kaputt. Wer bei uns als Radfahrer auf der Straße fährt, ist ein potenzieller Selbstmörder oder Organspender." Ansprechpartner für Beschwerden sei das Landratsamt. Lorenz Drexl bat aber auch um Anrufe und Beschwerdebriefe an den Landtagsabgeordneten Reinhard Pachner. "Am 24. August kommt unser Bundestagsabgeordneter Eduard Oswald zum Spaziergang von Mühlhausen nach Miedering. Macht da mit und schildert dem Mann unser Anliegen", rief Drexl die Affinger auf.

Kopfschüttelnd reagierte Drexl auf das Straßenbauamt. Die Gemeinde Affing hatte aufgrund der maroden Ortsdurchfahrt Tonnagen- und Geschwindigkeitsbeschränkungen für Aulzhausen gefordert. "Nun sind sie heute Vormittag vom Straßenbauamt angerückt und haben ein Schild 'Vorsicht Straßenschäden' aufgestellt", berichtete Drexl.

"Brems- und Gasgeb-Zone" am Iglhof beklagt

Thomas Born lebt "in einer Brems- und Gasgeb-Zone" am Iglhof. "Es ist wichtig, dass wir sichtbar werden. Wer sich informieren will, dem steht unser Facebook-Auftritt als Internetportal zur Verfügung", merkte er an. Die Initiative brauche noch Aktivisten, die ihre Ideen einbringen. Auf den Ortsdurchfahrten wolle man kein Chaos, sondern "Nadelstiche setzen", so Born, der die IGOA als Plattform sieht, auf der die Informationen besser fließen können.

Bürgermeister Rudi Fuchs nahm zum Sachstand Stellung (siehe Bericht unten).

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