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Aichach-Friedberg

26.02.2019

Blauzungenkrankheit: Landkreis ist wegen Tierseuche Sperrgebiet

Eine von der Blauzungen-Krankheit betroffene Kuh im Stall eines Aachener Bauerhofs. Aktuell ist auch das Wittelsbacher Land Sperrgebiet.  
Bild: Ralf Roeger, dpa (Symbolfoto)

Laut Veterinäramt besteht zwar keine Gefahr für die Menschen im Wittelsbacher Land, dennoch gibt es einiges zu beachten. Warum das Landratsamt jetzt warnt.

In einem Betrieb im Rems-Murr-Kreis in Baden-Württemberg ist die sogenannte Blauzungenkrankheit (Serotyp 8) festgestellt worden. Um deren Ausbreitung zu verhindern, gibt es im Umkreis von 150 Kilometern ein Sperrgebiet. In ihm liegt der gesamte Landkreis Aichach-Friedberg. Darauf weist das Veterinäramt im Landratsamt hin.

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Der Erreger der Blauzungenkrankheit ist nur für Wiederkäuer gefährlich, nicht aber für Menschen oder für andere Tiere. Fleisch und Milchprodukte könnten ohne Bedenken konsumiert werden, so das Veterinäramt.

Tierseuche: Landratsamt warnt vor Blauzungenkrankheit

Die Blauzungenkrankheit ist eine anzeigepflichtige Tierseuche, für die alle Wiederkäuer empfänglich sind – also insbesondere Schafe, Ziegen, Rinder, Lamas, Alpakas und Gehegewild. Das Erregervirus wird nicht direkt von Tier zu Tier übertragen, sondern über kleine, blutsaugende Mücken (Gnitzen). Die Krankheit verursacht bei den Tieren schmerzhafte Haut- und Schleimhautentzündungen an Kopf, Geschlechtsorganen, Zitzen und am Kronsaum der Klauen. Neben Leistungseinbußen durch Milchrückgang, Gewichtsverlust und Aborte führen schwere Verlaufsformen auch zu hohen Sterblichkeitsraten, insbesondere bei Schafen.

Blauzungenkrankheit: Landkreis ist wegen Tierseuche Sperrgebiet

Bei einem Ausbruch der Seuche wird laut Veterinäramt ein Sperrgebiet festgelegt, um die Verschleppung des Seuchenerregers zu verhindern. In diesem Sperrgebiet liegt auch der gesamte Landkreis Aichach-Friedberg.

Blauzungenkrankheit: Das sollten Tierhalter beachten

Die Regelungen für den Landkreis wurden in einer sogenannten Allgemeinverfügung im Amtsblatt und auf der Internetseite des Landratsamtes unter www.lra-aic-fdb.de veröffentlicht. Sie gelten ab diesem Mittwoch. Wer empfängliche Tiere wie Rinder, Ziegen, Schafe, Gehegewild, Lamas und Alpakas hält, muss das dem Landratsamt, Sachgebiet Veterinärwesen, melden per E-Mail an blauzungenkrankheit@lra-aic-fdb.de.

Für den Transport von Wiederkäuern sowie deren Sperma, Eizellen und Embryonen gelten bestimmte Vorgaben: Möchte ein Halter seine Tiere im Sperrgebiets transportieren, muss er die „Tierhaltererklärung Verbringen innerhalb Sperrgebiet“ ausfüllen und vorab dem Landratsamt übermitteln. Die Erklärung begleitet die Tiere und bleibt beim Empfänger.

Aus dem Sperrgebiet dürfen Wiederkäuer nur unter strengen Auflagen in freie Gebiete gebracht werden. Details sind in der Verfügung festgelegt. Näheres kann beim Veterinäramt im Landratsamt Aichach-Friedberg erfragt werden. (AN)

Kontakt Landratsamt Aichach-Friedberg, Veterinäramt, Am Schlossplatz 5, Aichach, Telefon 08251/92-403, Mail: blauzungenkrankheit@lra-aic-fdb.de. Weitere Informationen finden Sie auf der Internetseite des Landratsamtes Aichach-Friedberg .

Lesen Sie dazu den Artikel: Was Sie über die Blauzungenkrankheit wissen müssen

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