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Schiltberg

14.06.2019

Bürgermeister Josef Schreier feiert heute seinen 60. Geburtstag

Schiltbergs Bürgermeister Josef Schreier feiert heute seinen 60. Geburtstag. Vor kurzem zog er mit der Verwaltung in das neu gebaute Rathaus um.
Bild: Gerlinde Drexler

30 Jahre lang ist Schiltbergs Bürgermeister Josef Schreier bereits in der Kommunalpolitik tätig. An diesem Freitag feiert er seinen 60. Geburtstag.

Knapp vier Monate ist es her, dass Schiltbergs Bürgermeister Josef Schreier mit der Verwaltung in das neu gebaute Rathaus umzog. Inzwischen fühlt er sich dort schon richtig heimisch. Am heutigen Freitag herrscht dort vermutlich mehr Andrang als sonst, denn Schreier feiert seinen 60. Geburtstag. „Jeder, der in der Gemeinde etwas zu erledigen hat oder mich besuchen will, ist herzlich willkommen“, sagt er. Von 11 bis 17 Uhr ist Schreier in der Gemeindeverwaltung anzutreffen.

Die Hälfte seines Lebens, nämlich rund 30 Jahre, ist Schreier bereits in der Kommunalpolitik tätig. Vor 35 Jahren wurde er das erste Mal in den Gemeinderat gewählt. Damals machte er es sich einige Zeit zur Gewohnheit, jeden Sonntag nach dem Mittagessen eine Stunde lang in der Dorfwirtschaft am Stammtisch zu sitzen. „Da konnte einer mit dem anderen reden“, sagt Schreier. Eine Gelegenheit, die die Bürger auch nutzten, erinnert er sich mit einem Schmunzeln.

Anfangs war es für ihn als junger Gemeinderat nicht leicht

Als „hochinteressant“ bezeichnet der gebürtige Schiltberger die Erfahrung als junger Gemeinderat. Einfach war es jedoch nicht unbedingt, sich gegen die alteingesessenen Mitglieder des Gremiums durchzusetzen. Damals waren bis auf zwei alle Gemeinderäte wiedergewählt worden. Michael Schmidberger und er waren die beiden Neuen im Gremium. „Wir zwei Jungen hatten gegen die Wiedergewählten keine Chance“, erinnert sich Schreier rückblickend.

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Obwohl ihm die Arbeit im Gemeinderat gefiel, entschied er sich 1990 gegen eine erneute Kandidatur. Der gelernte Schreiner führte damals seinen eigenen Betrieb und hatte eine junge Familie. Zusammen mit der Arbeit im Gremium wurde ihm das zu viel.

Als er erneut antrat, erhielt er auf seiner Liste die meisten Stimmen

Schreier ergänzt aber: „Irgendwie steckte die Kommunalpolitik doch im Bauch.“ Denn sechs Jahre später – er arbeitete inzwischen als Technischer Leiter beim Studentenwerk in München – ließ er sich doch wieder zu einer Kandidatur überreden. Womit der Schiltberger überhaupt nicht gerechnet hatte: Er war derjenige, der auf der Liste der CSU/FW die meisten Stimmen bekam. Schreier hatte angenommen, dass die Wähler ihm die sechsjährige Pause nicht verzeihen würden.

Eine weitere Überraschung war, dass er kurz darauf dritter Bürgermeister der Gemeinde wurde. Bürgermeister Franz Xaver Schmid hatte damals vorgeschlagen, einen dritten Bürgermeister einzuführen. Schmids Vorschlag, den Posten an den Kandidaten mit den meisten Stimmen auf der Liste zu geben, nahm der Gemeinderat an.

Seit er Bürgermeister ist, hatte er bei keiner Wahl einen Gegenkandidaten

Vier Jahre lang hatte Schreier den Posten inne, dann hörte Bürgermeister Schmid aus gesundheitlichen Gründen überraschend auf. Die Parteilose Wählergemeinschaft, die damals noch eine eigene Liste hatte, stellte einen Kandidaten auf, Schreier kandidierte für die CSU/FW – und gewann. Seitdem trat er bei jeder Kommunalwahl ohne Gegenkandidat an.

Im kommenden Jahr wird der 60-Jährige nicht mehr kandidieren. Er sagt: „Ich kann noch gar nicht beurteilen, wie es sein wird ohne Bürgermeisterposten.“ Momentan schiebt er Projekte an, von denen er weiß, dass sie in seiner Amtszeit nicht mehr abgeschlossen werden. Wie zum Beispiel den Kanalbau in Gundertshausen oder das neue Auto für die Feuerwehr in Ruppertszell.

Sein Credo lautet: „Alles im Leben hat seine Zeit“

Das Credo seines Vorgängers hat Schreier übernommen: „Alles im Leben hat seine Zeit.“ Er ist gespannt, welche neuen Herausforderungen auf ihn zukommen werden. „Ich bin noch kein Rentner, habe mein Gewerbe nie abgemeldet.“ Er werde sich sicher wieder in der Schreinerbranche einbringen, kann der 60-Jährige sich vorstellen. Vielleicht ist er auch in zwei Jahren als Darsteller auf dem Hofbergtheater dabei. Dort hatte er als 13-Jähriger seine erste kleine Statistenrolle. Und er möchte sich Zeit nehmen, um zusammen mit seiner Frau zu walken.

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