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Aichach-Friedberg

11.06.2020

Covid-19-Fälle auf Spargelhof: Aichach-Friedberg ist jetzt Deutschlands Corona-Hotspot

Bei der Lohner Agrar GmbH in Inchenhofen im Kreis Aichach-Friedberg sind 21 Erntehelfer positiv auf Covid-19 getestet worden. Jetzt wurden alle weiteren Mitarbeiter getestet.
Bild: Ulrich Wagner (Archiv)

Auf einem Spargelhof in Inchenhofen gibt es mindestens 21 Corona-Fälle, jetzt wurden 500 Beschäftigte getestet. Aichach-Friedberg hat die Grenze für Neuinfektionen überschritten.

Deutschlands neuester Corona-Brennpunkt liegt im Osten Schwabens. Diesen Schluss legt zumindest eine Grafik des Robert-Koch-Instituts zur Entwicklung der Covid-19-Pandemie nahe. Auf einer Karte mit sämtlichen Landkreisen Deutschlands ist ein einziger in dunkler Warnfarbe markiert: der Landkreis Aichach-Friedberg.

 

Zu viele Fälle: Landkreis Aichach-Friedberg ist Corona-Hotspot

Dort wurden in den vergangenen sieben Tagen 56,1 neue Corona-Fälle je 100.000 Einwohner gemeldet – so viele wie sonst nirgendwo in Deutschland und so viele, dass sowohl in Bezug auf den bundesweiten Grenzwert (50) als auch den von der Staatsregierung festgelegten, strengeren bayerischen (35) Alarmstufe Rot herrschen sollte.

In den sozialen Medien machte die Nachricht über den vermeintlichen Corona-Hotspot in Bayern sogleich die Runde. Doch am Landratsamt in Aichach war man am Mittwochabend noch darum bemüht, die Situation zu relativieren. Denn was im ersten Moment nach einem landkreisweiten Ausbruch klingt, ist räumlich offenbar sehr genau eingrenzbar: auf einen Spargelhof in Inchenhofen. Dort waren, wie berichtet, erst zwei, dann weitere 19 Erntehelfer positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das Unternehmen, die Lohner Agrar GmbH, kündigte daraufhin vor einer Woche an, die Spargelsaison vorzeitig zu beenden.

Aichach-Friedberg: Mindestens 21 Corona-Fälle auf Spargelhof

Am Montag und Dienstag wurden nun laut Landratsamt mehr als 500 Beschäftigte des mit Abstand größten Spargelbauern in der Region getestet. Das sei „ohne jegliche Komplikationen“ verlaufen, keiner der Getesteten habe Covid-19-Symptome gezeigt, teilte die Behörde am Mittwochabend mit und will sich am kommenden Montag zu den Ergebnissen äußern. Eines nahm sie jedoch vorweg: Sollten am Ende der Auswertung die Grenzwerte 35 oder 50 überschritten werden, würde dies „in erster Konsequenz ausschließlich Maßnahmen für den Spargelhof nach sich ziehen und nicht den ganzen Landkreis betreffen“. Denn außerhalb des Spargelhofs seien „die Infiziertenzahlen im Landkreis weiterhin völlig unauffällig, lagen zuletzt bei Null“.

Am Donnerstag bestätigte schließlich das bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Erlangen, was das Robert-Koch-Institut in Berlin schon vermeldet hatte: Die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Menschen ist im Landkreis Aichach-Friedberg tatsächlich drastisch angestiegen. Am Mittwoch um 15 und am Donnerstag um weitere 41 auf nunmehr 75 Personen in den vergangenen sieben Tagen.

Die Vermutung liegt nahe, dass es sich bei den neuen Fällen um die Ergebnisse der Tests aus Inchenhofen handelt, die nun nach und nach ihren Weg in die Statistik finden. Eine offizielle Bestätigung dafür gab es bislang Feiertag allerdings nicht. (mit bac)

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Die Diskussion ist geschlossen.

12.06.2020

Man könnte bei manchen Kommentaren meinen, die Firma lohner hätte eine Corona Infektion billigend in Kauf genommen, man sollte hier bedenken, welcher Imageschaden diese weitreichende Infektion mit sich zieht! Von dem finanziellen Schaden einmal abgesehen!

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12.06.2020

Das muss zum Geschäftsmodell gehört haben, erst beschwichtigen dass alles rechtlich in Ordnung ist, sollte sich unerwartet doch CO-VID19 einstellen haben wir ja noch gesetzliche Unterstützung....wer es auch sein mag.

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11.06.2020

Wenn man in der Corona-Quarantäne diese Erntehelfer ohne gesundheitlicher Prüfung einreisen lässt ist das nicht nur dumm, gierig, fahrlässig, unfähig sondern kriminell und muss bestraft werden!

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11.06.2020

Vor Wochen hieß es noch im Fernsehen BR von den Spargelbauern Ihre Helfer sind bestens geschützt, Abstand wird eingehalten - auch was die Unterkünfte betrifft. Nun dieser HotSpot. Diese Betrieb gehören alle dicht gemacht und - auch wenn es einigen nicht gefällt und da spreche ich auch das Landratsamt Aichach-Fridberg an: der gesamte Landkreis gehört abgesperrt; niemand darf mehr rein oder raus, alles muss unter Quarantäne gestellt werden - was anderes gibt es nicht - als einziger Landkreis in ganz Deutschland - Herr Landrat greifen Sie umgehend ein! Ein Schande!! Und wenn Sie glauben ich spinne - beschweren Sie sich bei Spargelbauer Lohner! und evtl. noch weitern???

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12.06.2020

Sie haben sich Ihre Antwort bereits selbst gegeben, mit diesem Kommentar....! ;)
Den ganzen Landkreis abriegeln,.... da lachen ja die Hühner! Stehen dann Grenzdorfpolizisten wie Sie den ganzen Tag an der Landkreisgrenze und verhindern, dass der Virus diese überquert?
Das einzigste Problem liegt beim Spargelhof Lohner! Da sollte niemand mehr rein oder raus dürfen und das ist zu überwachen! Nicht mehr und nicht weniger!

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12.06.2020

Ich denke, das eine Abriegelung des Hofes bereits erfolgt ist! Nicht umsonst hat der Betrieb per sofort die Saison beendet!

Eine Abriegelung sollte auch bei sovielen Arbeitern keine Probleme bereiten, da der Hof über einen eigenen Supermarkt und Kantine verfügt!

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