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Energie

26.06.2017

Damit Wind und Sonne Strom erzeugen

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Die Vallosol, eine Tochter der Aichacher Energiebauern, kontrolliert regenerative Anlagen für die Stromerzeugung aus Wind, Sonne und Wasser. Symbolbild
Bild: Sönke Möhl, dpa

Vallosol ist eine Tochter der Energiebauern und überwacht regenerative Anlagen. Seit heuer hat das Unternehmen seinen Sitz in Aichach. Bis Jahresende soll neue Sparte dazukommen

Aichach Photovoltaikanlagen, Windräder, Wasserkraftwerke – sie alle erzeugen regenerative Energie. Aber wer kümmert sich darum, dass sie laufen? Dass sie repariert werden, wenn es irgendwo klemmt? Zum Beispiel eine Firma, die seit diesem Jahr ihren Sitz auf dem Aichacher Milchwerk-Gelände hat.

Vallosol wurde vor sechs Jahren gegründet: als Tochterunternehmen der Energiebauern, die zum Beispiel den Windpark im Blumenthaler Forst oder die Photovoltaikanlage an der A8 nahe dem Friedberger Stadtteil Haberskirch betreiben, und der Vento Ludens in Jettingen-Scheppach (Kreis Günzburg). Sie plant und betreibt international Anlagen zur Gewinnung regenerativer Energien. Dahinter steht die Inhaberfamilie eines Spieleherstellers, was sich im Namen des Unternehmens widerspiegelt: Vento und ludens kommen von den lateinischen Wörtern für „Wind“ und „spielen“.

Während in den ersten Jahren Jettingen-Scheppach der Sitz von Vallosol war, zog die Firma 2015 nach Aichach um. Mittlerweile ist die Paarstadt ihr Hauptsitz. Florian Bichler, einer der Geschäftsführer bei Vallosol und den Energiebauern, sagt: „Es hat sich ergeben, dass die räumliche Nähe zu den Energiebauern besser ist, weil hier mehr Fachpersonal sitzt.“ Teamleiter Martin Dirr aus der Nähe von Rain (Kreis Donau-Ries), der eigentliche Kopf von Vallosol, wechselte vor zwei Jahren selbst von Jettingen-Scheppach nach Aichach. Am ursprünglichen Sitz ist jetzt noch die kaufmännische Abteilung angesiedelt.

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Das Unternehmen kümmert sich um die technische Betriebsführung von Photovoltaikanlagen und seit 2016 auch um die von Windrädern in ganz Deutschland. Ende des Jahres soll mit einer Anlage in Schottland die Sparte Wasserkraft dazukommen. Dirr zufolge ist Vallosol verantwortlich für eine Gesamtleistung von 200 Megawatt. Damit ließen sich über 80000 Haushalte mit regenerativer Energie versorgen.

An Monitoren überwachen und steuern die Mitarbeiter vom Aichacher Milchwerk aus alle Anlagen live. Sie sehen, wie viel Ertrag jede von ihnen gerade bringt, wo Windstille herrscht, wo die Sonne stark scheint und wie es um Spannung, Luftdruck oder Temperatur bestellt ist. Klemmt es beispielsweise in einem der unternehmensweit verbauten 550000 Solarmodule, was einer Fläche von 100 Hektar entspricht – also rund 130 Fußballfeldern, zeigt der Bildschirm exakt an, welcher Wechselrichter nicht funktioniert. Dann koordinieren die Mitarbeiter in Aichach die Reparatur. Für Windräder haben sie einen Wartungsvertrag abgeschlossen. Bei Photovoltaikanlagen schicken sie eigene Leute los, zum Beispiel firmenintern so bezeichnete „Elektrorentner“: Elektriker im Ruhestand, die regional vor Ort sind und kleinere Aufgaben übernehmen. Außerhalb der Geschäftszeiten laufen die Störmeldungen auf den Handys der Mitarbeiter auf. Florian Bichler sagt: „Das kann dann schon mal zur Folge haben, dass man das ganze Wochenende beschäftigt ist.“

Weil sich das Unternehmen wie viele andere schwertut, geeignetes Personal zu finden, bildet Vallosol ab Herbst erstmals zwei junge Männer aus Aichach und Hollenbach zu Industrieelektrikern mit der Fachrichtung Betriebstechnik aus.

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