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Obergriesbach

27.07.2017

Damit auch im Notfall das Wasser in Obergriesbach fließt

Im Tannenweg (Foto) und im Eichenweg in Obergriesbach soll der Kanal erneuert werden
Bild: Johann Eibl

Obergriesbach investiert in einen Notverbund mit der Stadt Aichach. Außerdem müssen Kanäle erneuert werden

Mit dem Bau des neuen Kindergartens läuft gerade ein großes Projekt in Obergriesbach. Nun packt die Gemeinde zwei andere Vorhaben an, bei dem jeweils das Wasser betroffen ist und die insgesamt mit knapp zwei Millionen Euro zu Buche schlagen werden. Bei der Wasserversorgung beschloss der Gemeinderat am Dienstag eine Drucksteigerung. Außerdem sprach das Gremium über die Entsorgung von Abwasser: Die Kanäle im Tannenweg und im Eichenweg werden erneuert.

Dazu war das Ingenieurbüro Mayr in Aichach-Untergriesbach gleich mit drei Fachleuten vertreten. Obergriesbach braucht einen Notverbund mit der Stadt Aichach, um gerüstet zu sein, falls es mal zu Engpässen kommen sollte. Dazu fanden bereits verschiedene Vorgespräche statt, nun wurde das Ergebnis der Vereinbarungen präsentiert. Der Gemeinderat erklärte sich einstimmig damit einverstanden, wobei Anja Klein, Hans Greppmeier, Markus Weber und Stefan Asam bei der Sitzung fehlten. Das Büro Mayr erhielt den Auftrag, die Planungen fortzuführen und die Ausschreibungen in die Wege zu leiten.

Neben dem Bahnhof in Sulzbach und neben dem neuen Baugebiet wird ein Pumpenhaus errichtet. Es wird aus Stahlbeton bestehen und ein Satteldach aufweisen. Aichach wird auf seinem Gebiet und auf seine Kosten die Wasserleitung erneuern. Über diesen Verbund wird die Gemeinde Obergriesbach künftig maximal 30 Kubikmeter Wasser in der Stunde beziehen können. Rupert Mayr stellt gleich klar, dass es sich dabei um keine Dauerlösung handeln werde, sondern lediglich um eine „absolute Notversorgung“. Mit fünf bis sechs Kubikmetern in der Stunde könne man aber planen. Noch ist kein Bodengutachten erstellt. Mayr nannte Gesamtkosten nach dem derzeitigen Stand von 675000 Euro, davon entfallen 325000 Euro auf Obergriesbach. Im Oktober und November soll die Ausschreibung erfolgen, die Umsetzung ist für März/April 2018 vorgesehen.

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Von einem „dringenden Handlungsbedarf“ sprach Rupert Mayr beim nächsten Punkt auf der Tagesordnung: Bei einer Befahrung der Abwasserkanäle im Eichenweg und im Tannenweg jeweils in Obergriesbach habe sich unter anderem ergeben, dass die Anschlüsse vor über einem halben Jahrhundert schlecht ausgeführt wurden. Mayr versicherte, dass man sich mit dieser Maßnahme nichts verbaue für später; dabei dachte er an ein neues Baugebiet. Außerdem plädierte er auch hier dafür, im Herbst die Arbeiten auszuschreiben. Die Arbeiten sollen im Frühjahr 2018 beginnen und sich über ein Jahr erstrecken. „Ich erwarte einen guten Preis“, so Mayr. Und Bürgermeister Josef Schwegler pflichtete ihm bei: „Der Mayr hat bisher immer Recht gehabt.“

Die Kostenschätzung beläuft sich auf 1,5 Millionen Euro. Dem Bürgermeister und den Planern war der Hinweis wichtig, dass nach der Sommerpause eine Versammlung mit den betroffenen Anliegern stattfinden soll. Die Bürger können davon ausgehen, dass sie nicht zur Kasse gebeten werden. Laut Schwegler finde die Satzung zu den Beiträgen bei einem Straßenausbau beim Kanalbau keine Anwendung. Er verdeutlichte aber auch, dass der Einbau von neuen Schächten von den jeweiligen Anliegern zu finanzieren sei. Rupert Mayr erklärte: „Wir gehen mit dem Bauleiter auf jedes Grundstück, bevor wir die Maßnahmen umsetzen. Damit haben wir gute Erfahrungen gemacht.“

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