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Musik-Interview

10.01.2019

Das verbindet Sporti Florian Weber mit Aichach-Friedberg

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Der Schrobenhausener Florian Weber hat schon in ganz großen hallen gespielt, mag aber auch die kleinen Bühnen.
Bild: Ralf Lienert

Der Schlagzeuger der Sportfreunde Stiller kommt mit seiner neuen Band Taskete! am Freitag ins Canada nach Aichach-Obermauerbach. Der Schrobenhausener spricht unter anderem über seine Zeit beim TSV Pöttmes.

Florian Weber hat mit den Sportfreunden Stiller schon ganze Stadien gefüllt. Am Freitag kommt der gebürtige Schrobenhausener mit seinem neuesten musikalischem Projekt ins Canada nach Obermauerbach. Zusammen mit Aren Emirze bildet der Schlagzeuger seit Ende 2017 das Duo Taskete!. Der 44-Jährige spricht im Interview mit den Aichacher Nachrichten über seinen Bezug zur Heimat und seine Zeit als Fußballer beim TSV Pöttmes. Außerdem verrät er, warum Konzerte in kleinerem Rahmen manchmal schöner sind und was Hundekot mit der Namensfindung zu tun hat.

Herr Weber, wie sieht es bei Ihnen eigentlich mit Vorsätzen für 2019 aus?

Florian Weber: Tatsächlich habe keine Vorsätze gemacht. Normalerweise nehme ich mir immer etwas vor.

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Was war das sonst so?

Weber: Das hatte oft mit meiner Gürtelschnalle zu tun oder es waren Vorsätze musikalischer Art. Diesmal war aber offenbar zu viel los.

Sie wohnen schon länger in München. Wie oft kommen Sie in die Heimat?

Weber: Ich bin noch öfter bei meiner Familie in Schrobenhausen. Leider schaffe ich es eher selten, meine Freunde zu besuchen. Ins Canada komme ich sporadisch, aber insgesamt bin ich zu selten in der Heimat.

Es wird am Freitag also nicht Ihr erster Auftritt im Canada sein, oder?

Weber: Markus Schäfer, der Sänger und Gitarrist von Instrument, die am Freitag zusammen mit uns spielen, hat dort geheiratet. Wir haben ein paar alte Bolzplatz-Heroes-Lieder rausgekramt und diese vor den entsetzten Hochzeitsgästen aufgeführt.

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Wie die Sportfreunde Stiller Augsburg rockten
Bild: Michael Hochgemuth


Interview: Florian Weber spricht über Pipinsried und den TSV Pöttmes

Was erwarten Sie beim „richtigen“ Konzert am Freitag?

Weber: Ich bin sehr gespannt. Es ist kein klassischer Konzertraum, aber ich glaube, wir werden einen fantastischen Abend in Obermauerbach haben und die Vergangenheit aufleben lassen.

Apropos Vergangenheit, Sie waren ja früher ein ganz guter Fußballer?

Weber: Ich erinnere mich natürlich an die Jugendzeit beim FC Schrobenhausen. Da sind logischerweise einige innige Freundschaften entstanden. Heute verfolge ich, was die Basketballer der Green Devils machen, weil mein Bruder dort Trainer ist. Da schaue ich mir ab und zu Spiele an.

Und klingelt es beim TSV Pöttmes?

Weber: Kontakte habe ich leider fast keine mehr, aber die Zeit war großartig. Im entscheidenden Spiel gegen den Abstieg habe ich groß aufgetrumpft und zwei Tore gemacht. Wir haben 3:2 gewonnen. Es war eine tolle Zeit, meine damalige Freundin war auch aus Pöttmes.

Wie sieht es heute mit dem Fußball bei Ihnen aus?

Weber: Mit meinen früheren Kommilitonen spiele ich jeden Dienstag in München in der Soccerhalle. Das machen wir seit vielen Jahren – ein toller Ausgleich. Ich bin immer sauer, wenn ich auf Tour bin und nicht mitkicken kann. Ich bekomme ab und an Einladungen zu Benefizturnieren. Philipp Lahm ruft hier und da an, wenn etwas ansteht. Mit den Vollprofis zu kicken, macht Spaß.

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Gepostet von Taskete am  Montag, 7. Januar 2019

Würde es bei Ihnen noch für die Münchner Löwen reichen?

Weber: (lacht) Vor drei Jahren hätte es vielleicht noch gereicht, aber mittlerweile sind die Spieler zu jung. Ich bin nicht mehr so der radikale Sechzger-Fan, sehe die Entwicklung aber sehr romantisch.

Auf der Facebook-Seite von Taskete steht unter Aktueller Wohnort „Hawaii, zwischen Walldorf und Pipinsried“. Waren Sie im Mai beim Gastspiel der Löwen in Pipinsried?

Weber: Vor Ort war ich nicht, aber ich habe grandiose Fotos gesehen, wie Sascha Mölders ins Sportheim nach einer Flasche Bier greift. Als Schrobenhausener ist mir Pipinsried natürlich ein Begriff. Das kleine Dorf, das immer ein paar Ligen über uns gespielt hat.

Zurück zur Musik. Wie passt Obermauerbach in den Tourplan neben München und Düsseldorf?

Weber: (lacht) Das klingt ein bisschen wie Pipinsried und die Löwen. Die Idee hatte Rainer Knauer (Wirt des Canada), den ich schon lange kenne. Spontan muss man im Musikbusiness einfach bleiben.

Was ist der Unterschied zu den großen Hallen und Stadien?

Weber: Man nimmt die Reaktionen der Leute in kleinen Läden ganz anders war. Diese Konzerte finde ich interaktiver und ein Stück gelöster. Man kann sich eher auf Zwischenrufe aus dem Publikum einlassen. Nichts gegen Konzerte vor mehreren Tausenden, aber wohliger ist es, wenn es klein und fein ist.

Rüdiger Linhof (l-r), Florian Weber und Peter Brugger sind Sportfreunde Stiller.
Bild: Matthias Balk (dpa)


Was haben Taskete! und die Sportfreunde Stiller gemeinsam?

Was bedeutet Taskete! eigentlich?

Weber: Es bedeutet Obacht auf Japanisch. Ich war im Urlaub mit einem Freund. Als wir des Weges schritten, schrie er plötzlich Taskete. Seine Freundin ist Japanerin und Taskete! eines der wenigen Wörter, das er kennt. Er wollte mich damit vor einem Haufen Hundekot warnen. Ich habe mir damals schon gedacht, dass das ein toller Bandname wäre. Aren und ich sind immer wieder bei Taskete! hängen geblieben.

Was macht Taskete! musikalisch aus?

Weber: Unsere Songs sind kurz und knackig, ohne lange Mittelteile und nicht verschroben. Es ist zweifelsohne Rockmusik. Manchmal geht es in den noisigen Hardcore und manchmal in den Pop. Ich bin persönlich von der Musik der 90ziger geprägt und die spiegelt sich auch bei Taskete! ein stückweit wieder.

Wie viel von den Sportfreunden Stiller steckt in Taskete!?

Weber: Vielleicht der Hang zur Melodie. Man kann fast bei jedem Lied mitsingen und es ist nicht nur Krach. Von der Stilistik ist aber natürlich nichts von den Sportfreunden dabei. Außer vielleicht ein hartes, energetisches Schlagzeugspiel?

Die Sportfreunde pausieren seit 2017. Zum erholen kommen Sie aber aktuell nicht wirklich, oder?

Weber: Ich habe den Anspruch, immer etwas entstehen zu lassen. Ich kann mich jetzt nicht ein Jahr lang verkriechen und dann wieder loslegen. Ich brauche immer einen Auftrag. Ich beschäftige mich viel mit Kunst. Ich hatte auch schon zwei Ausstellungen mit von mir gemalten Bildern. Gerade schreibe ich auch wieder an einem Buch. Ruhe geben, kann ich nicht. Andere brauchen den kompletten Rückzug, aber das ist nichts für mich.

Dann steht 2019 sicher einiges an?

Weber: Bis Sommer bin ich mit Taskete! unterwegs. Erst auf Tour und dann stehen vereinzelt Auftritte auf dem Plan, vielleicht auch in der Heimat.

Wann gibt es wieder etwas von den Sportfreunden zu hören?

Weber: Dazu kann ich aktuell nichts sagen. Ob das dieses Jahr noch was wird, weiß ich nicht.

Gibt es eigentlich irgendetwas, was Sie noch nicht gemacht haben?

Weber: Ich würde gerne einmal Schauspielern. Ich hatte schon die ein oder andere Minirolle – das hat Spaß gemacht. Ich habe auch mal ein Brettspiel entworfen und eingereicht, aber die wollten das Spiel nicht produzieren. Ich bin weiter auf der Suche...

Karten sind unter www.canada-mauerbach.de erhältlich, ebenso beim AN-Ticketservice im Reisebüro Urlaubsoase sowie an der Abendkasse. Weitere Informatioen zur band und zur Tour gibt es auf der Homepage von Taskete!.

Lesen Sie dazu ein "Interview mit den Sportfreunden Stiller"

Taskete! heißt die neue Band von Florian Weber.
Bild: Gerald von Foris
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