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Hilfsaktion

19.11.2019

Das wohl längste Kuchenbüfett Aindlings

Stammkundin Erna Hofberger fällt die Auswahl des geeigneten Kranzes heuer besonders schwer. Sie kauft seit Jahren hier ihren Adventsschmuck.
Bild: Albertine Ganshorn

Weihnachtsbasar der Tschernobyl-Hilfe in der Aindlinger Mittelschule kommt bei Besuchern bestens an. Warum mancher von ihnen beim Einkauf sogar die daheimgebliebenen Familienangehörigen zurate zieht

Für viele Aindlinger ist der jährliche Weihnachtsbasar in der Mittelschule, veranstaltet zugunsten der „Hilfe für Kinder in Tschernobyl“ fast schon ein Muss. Den Hauptorganisatoren Heidi Bentele und Marina Schmidberger gelang es wieder, zahlreiche eifrige Helfer zu aktivieren. Diese hatten nicht nur wochenlang fleißig gebastelt, gestrickt oder Kränze hergestellt, sondern auch am Sonntag beim Basar emsig in der Küche und an der Kuchentheke gearbeitet.

Schon kurz nach der Eröffnung versorgten sich viele Kunden am wohl längsten Kuchenbüfett in Aindling und Umgebung, um sich für den Nachmittagskaffee zu Hause einzudecken – auch das ist für viele Tradition an diesem Tag. Noch konnte man sich in aller Ruhe einen der heuer besonders schön geschmückten Adventskränze aussuchen. Auch dank der großzügigen Dekoartikelspende eines Unternehmens fiel die Wahl sehr schwer. „Solche Kunstwerke sieht man selten“, dachte sich eine junge Frau, zückte begeistert ihr Handy, fotografierte jedes Exemplar und wollte von ihrer Familie wissen, welches wohl am schönsten ist. Die Antwort kam schnell, und der Kauf konnte getätigt werden.

Allerdings, wer erst nach einem gemütlichen Mittagessen auf die Suche nach einem solchen Prachtstück ging, stand schon vor ziemlich abgeräumten Tischen. „Wenn der Basar ist, kochen wir nie“, so eine Besucherin. „Da gibt es immer gute Verpflegung zum annehmbaren Preis, und es ist so gemütlich.“ Im Beisein von Freunden oder Bekannten schmeckt es halt immer gut.

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Die Tische in der Schulaula sind bestückt mit Eierlikör, Marmelade, gestrickten Socken, diversen kleineren und größeren Weihnachtsartikeln oder leuchtenden Christbaumkugeln. Für jeden ist etwas dabei. Und mancher Besucher kauft großzügiger ein als sonst vor dem Hintergrund, dass das ausgegebene Geld ja für einen guten Zweck verwendet wird.

Auch immer mehr Besucher aus dem Umland kommen zu diesem Basar nach Aindling, um sich auf die stade Zeit einzustimmen und die ersten Weihnachtsgeschenke zu besorgen.

Heidi Bentele und ihre Helfer freute es. Die Aindlingerin sprach von einem vollen Erfolg und bedankte sich bei allen Sponsoren und Unterstützern. Sie erinnerte daran, dass auch 33 Jahre nach der Atomkatastrophe von Tschernobyl jedes dritte Kind in der kontaminierten Region an Krebs erkrankt. Jeder Cent des Basarerlöses komme diesen oft vergessenen Kindern zugute und helfe, die Not zu lindern.

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