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Aindling-Pichl

30.12.2016

Decke der Pichler Kirche hat Risse: Sanierung ist dringend nötig

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Die Pichler Kirche ist sanierungsbedürftig. Die Empore wurde schon vor Monaten gesperrt, um Kirchenbesucher vor möglicherweise herabfallenden Putz- oder Stuckteilen zu schützen. Auch außen an der Kirche sind Schäden erkennbar: Das Mauerwerk ist von unten her nass, der Putz fällt ab und es bildet sich grüner Schimmel.
Bild: Josef Kigle

In der Pichler Kirche gibt es Risse in der Decke. Und nicht nur dort. Anfang 2017 sollen Experten untersuchen, was getan werden muss und was das kostet.

Aindling-Pichl Schon von außen ist es deutlich zu sehen: Der Putz fällt ab an der kleinen Kirche Mariä Heimsuchung im Aindlinger Ortsteil Pichl. Auch im Inneren haben sich an der Decke über der Orgel Risse gebildet. Um die Kirchenbesucher vor möglicherweise herabfallenden Putz- oder Stuckteilen zu schützen, wurde die Empore bereits vor einigen Monaten gesperrt. Eine Sanierung ist dringend nötig.

Was genau gemacht werden muss, ist laut Kirchenpflegerin Sonja Fischer aber noch völlig offen. Die 51-Jährige steht in ständigem Kontakt mit dem Bistum Augsburg, das für die Kirche zuständig ist. Wie die Bischöfliche Finanzkammer auf Nachfrage unserer Zeitung mitteilt, soll Anfang des neuen Jahres ein Untersuchungs- und Schutzgerüst in der Kirche aufgestellt werden. Dann könnten Statiker, Stuckateur und Restaurator den Schaden begutachten und die Bausubstanz überprüfen. Erst danach werde es Aufschlüsse darüber geben, woher die Schäden kommen und was dagegen getan werden muss.

Umfang der Sanierung ist noch unklar

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Da der Umfang der nötigen Sanierung derzeit noch nicht feststeht, macht die Finanzkammer momentan auch noch keine Angaben zu den erwarteten Kosten. Nur so viel: Eine Sanierung in diesem Ausmaß dauert nach Bistumsangaben erfahrungsgemäß etwa ein Dreivierteljahr.

Auch Sonja Fischer hat noch keine Ahnung, was die Sanierung der Kirche kosten könnte. Sobald es eine Kostenschätzung gibt, werde sie allerdings aktiv werden und ausloten, welche Zuschüsse für die Reparaturarbeiten möglich wären. Die Marktgemeinde Aindling etwa beteiligt sich in der Regel mit einem größeren Betrag – mindestens 50 Prozent der Kosten – an der Erneuerung des Kirchturms. Dazu muss ein Antrag für den gewünschten Zuschuss gestellt werden.

Auch wenn es Fördergelder für die Renovierung gäbe, geht Fischer davon aus, dass die Kirchenverwaltung selbst einiges an Geld sammeln muss. Nach der Christmette schenkte die Freiwillige Feuerwehr Pichl-Binnenbach vor der Kirche Glühwein aus. Der Erlös wird für die Bauarbeiten verwendet. Fischer hält es für denkbar, dass im neuen Jahr bei Festen für die Sanierung gesammelt wird. Genauere Planungen gibt es bisher aber nicht.

Donnerstags finden weiterhin Gottesdienste statt

Trotz der Schäden im Mauerwerk und der Sperrung der Empore findet weiterhin jeden Donnerstag ein Gottesdienst in der Kirche statt. Bei der Christmette wurde es eng und die Gläubigen mussten laut Fischer hinten stehen. Bei den „normalen“ Gottesdiensten reiche der verminderte Platz aber meist aus. Organistin Michaela Weichselbaumer jedoch muss – statt auf der Empore – jetzt vor dem Altarraum spielen.

Die schmucke katholische Filialkirche wurde im Jahr 1585 im gotischen Stil errichtet. Sie fasziniert im Inneren mit viel Stuckarbeit und gilt laut Bistum als Einzeldenkmal.

In einer alten Aufzeichnung steht: „Um das Jahr 1585 baute eine Barbara von Gumppenberg, Witwe Hans Georgs von Gumppenberg, Hofmarksfrau zu Pichl, in diesem Ort auf ihre Kosten eine Kirche unter dem Titel der allerseeligsten Jungfrau Maria, des heiligen Georgius und Nikolaus, welche sogleich nach ihrer Erbauung durch den Weihbischof Michael Dornvogel, Bischof von Adramyttium, consekrirt wurde. In ihr hielten bis zum Jahr 1966 Benediktiner von Thierhaupten an Sonn- und Feiertagen Gottesdienst.“ (mit at)

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