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13.07.2010

Den Kinderschuhen entwachsen

Für seine Verdienste wurde Wilhelm Schwarz (Mitte) zum Ehrenmitglied der Senioren Union ernannt. Außerdem auf dem Bild von links: Peter Tomaschko, Christa Stewens, Paul Dosch und Martin Ferber. Foto: Michael Seefelder
Bild: Michael Seefelder

Friedberg Obwohl die Bezeichnung "Senioren Union" anderes vermuten lässt, ist die Vereinigung die jüngste Arbeitsgemeinschaft der CSU. Die Senioren Union Aichach-Friedberg feierte nun ihr immerhin zehnjähriges Bestehen im Brauereigasthof St. Afra im Felde in Friedberg. Zu Gast waren neben dem CSU-Kreisvorsitzenden Peter Tomaschko und dem Bezirksvorsitzenden der Senioren Union, Winfried Mayer, auch der Europaabgeordnete Markus Ferber und die frühere Staatsministerin Christa Stewens.

Weil sie ihre Erfahrungen an die Jüngeren weitergeben würden, gestalteten die Mitglieder der Senioren Union Zukunftspolitik, betonte Stewens. Deshalb sei der Gedankenaustausch mit der Jungen Union unumgänglich. Immer weniger Kinder und immer mehr Alte stellten künftige politische Herausforderungen dar. "Sie möchten ihre Autonomie behalten", sagte die frühere stellvertretende Ministerpräsidentin. Die niedrigen Geburtenzahlen in Deutschland seien ein "trauriger Rekord" innerhalb der EU. Durch Fortschritte in der Medizin gebe es nun "die fitteste Rentnergeneration, die Deutschland je hatte", erklärte die frühere Staatsministerin für Arbeit, Familie und Soziales. "Es wird alles teurer dadurch. Aber es bedeutet auch sehr viel Lebensqualität", wägte die 64-jährige CSU-Politikerin ab, die selbst sechs Kinder und 21 Enkelkinder hat. Sie berichtete von Altenheimen, die "ohne jede Psychopharmaka und Fixierungen auskommen, weil sie Angebote machen". Demenzkranke müssten beschäftigt werden. Außerdem brauche es barrierefreie Kommunen und Mehrgenerationenhäuser. "Es ist wichtig, dass das Schule macht", forderte Stewens. Während die Wirtschaft in bestimmten Werbekampagnen und durch gezieltes Produktangebot bereits auf das Alter reagiere, hinke die Politik noch hinterher.

Die Landtagsabgeordnete plädierte für einen Sichtwechsel und dafür, dass alte Menschen auch auf Wahlplakaten auftauchten. Wenn die Bedingungen stimmten, könne man durchaus beruhigt alt werden, gab sie ihren Zuhörern mit.

Der Kreisvorsitzende Paul Dosch unterstrich, wie wichtig die Ortsverbände, die derzeit in Aichach, Mering und Friedberg bestehen, für die Senioren Union seien. "Wir hoffen, dass wir weitere ins Leben rufen können", so Dosch. Stolz zeigte er sich darüber, dass der Kreisverband Aichach-Friedberg mit 226 Mitgliedern der zahlenmäßig stärkste in Schwaben sei. "Mittlerweile sind wir den Kinderschuhen entwachsen", freute sich der Kreisvorsitzende. Die Gründung eines Ortsverbands in Pöttmes sei in Vorbereitung.

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Wegen seiner Verdienste wurde Wilhelm Schwarz, der die Senioren Union fast neun Jahre lang geleitet hat, zum Ehrenmitglied ernannt. "Kein Verein hat es bisher geschafft, mich zu ehren, weil ich immer vorher aufgehört habe. Sie haben's fertig gebracht", sagte Schwarz.

Eine Powerpoint-Präsentation des stellvertretenden Vorsitzenden Hans Häfner zeigte wichtige Ereignisse innerhalb der Senioren Union aus den vergangenen zehn Jahren.

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