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Mühlhausen

23.01.2020

Die Arbeiten am Baugebiet „Weberanger“ starten bald

Links neben der Friedberger Ach entsteht das neue Baugebiet „Am Weberanger“ in Mühlhausen. Schon in den nächsten Wochen werden die ersten Bäume gefällt. Damit starten die Arbeiten für die Erschließung des neuen Baugebietes.
Bild: Josef Abt (Archivbild)

Plus Für das neue Baugebiet in Mühlhausen werden Bäume gefällt. Im Mai startet der Brückenbau. Reicht die Zeit, dass Familien Baukindergeld beziehen können?

Schon in den nächsten Wochen werden die ersten Bäume an der Friedberger Ach in Mühlhausen gefällt. Damit starten die Arbeiten für die Erschließung des neuen Baugebietes „Am Weberanger“. Auf 45000 Quadratmeter entstehen dort über 50 Bauplätze. Strittig war im Affinger Gemeinderat am Dienstag erneut, wie hoch der Aufwand der Gemeinde sein soll, um Familien das Baukindergeld zu ermöglichen. Die Mehrheit entschied, weiter auf die Tube zu drücken, um Familien diese Chance zu bieten.

Sören Quappen vom Planungsbüro Sweco stellte die Pläne für die Brücke über die Friedberger Ach vor (siehe unten). Sie verbindet das neue Baugebiet mit der Staatsstraße 2381. Quappen bereitete die Affinger darauf vor, dass bereits in den nächsten Wochen die Bäume gefällt werden, die dem Vorhaben im Weg stehen. Am Entwurf für die Brücke hatten die Gemeinderäte nichts zu kritisieren. Das Gremium stimmte ihm geschlossen zu. Die Verwaltung kann nun die Ausschreibung in die Wege leiten.

Behelfsbrücke bleibt im Affinger Gemeinderat umstritten

Um die Erschließungsarbeiten zu beschleunigen, hatte der Gemeinderat erst im Dezember eine Behelfsbrücke beschlossen (wir berichteten). Über sie wird der Baustellenverkehr abgewickelt, während die Erschließungsbrücke noch im Bau ist. Die Behelfsbrücke, die laut Quappen rund 150000 Euro kostet, bedeutet mindestens ein halbes Jahr Zeitgewinn. Hintergrund dieser im Gemeinderat nicht unumstrittenen Entscheidung ist das Baukindergeld, das der Bund nach momentanem Stand noch bis Jahresende jungen Familien bietet. Die Antragsteller müssen eine Baugenehmigung oder Freistellungsbescheinigung bis spätestens 31. Dezember 2020 vorlegen. Daran entzündete sich im Gemeinderat nun eine erneute Auseinandersetzung. Stefan Matzka sprach angesichts der Kosten für das Provisorium von einem Unding, Carlos Waldmann und Paul Moll von „Wahnsinn“ und Christine Schmid-Mägele bezeichnete die Entscheidung als „nicht nachvollziehbar“. Andreas Widmann hingegen verteidigte sie als „total richtig“ und Manfred Klostermeir betonte, so komme die Gemeinde früher an ihr Geld aus den Bauplatzverkäufen. Bürgermeister Markus Winklhofer verwies auf die Beschlusslage und unterband die Diskussion.

Die Arbeiten am Baugebiet „Weberanger“ starten bald

Affinger Gemeinderat fordert: Bauplätze bald vergeben

Doch sie ging beim nächsten Tagesordnungspunkt weiter: beim Antrag der Gemeinderäte Markus Jahnel, Gerald Eberl, Andreas Widmann, Josef Tränkl und Gerhard Faltermeier, der zu deren Unverständnis im Dezember nicht behandelt worden war. Die fünf Gemeinderäte forderten unter anderem: Die Verwaltung solle die Vergabe der Bauplätze so vorbereiten, dass der Gemeinderat noch im Februar das Vergabeverfahren freigeben kann. Das sei nötig, damit Familien den Zeitplan für das Baukindergeld einhalten könnten. Faltermeier argumentierte, es sei Aufgabe eines Gemeinderates, sich für junge Familien einzusetzen. Im Gegenzug wies Bürgermeister Winklhofer ausdrücklich darauf hin: „In diesem zeitlichen Rahmen ist es aus Sicht der Verwaltung nicht umsetzbar.“ Er verwies auf die Kommunalwahl und die Personalsituation, die sich mit den beiden jüngsten Kündigungen verschärft. Im zweiten Quartal werde die Situation noch deutlich schlechter, hielt Faltermeier dagegen.

Mit 10:8 und damit gegen Winklhofer, Waldmann, Matzka, Moll, Schmid-Mägele sowie Georg Brandmeier, Josef Schmid und Xaver Lindermeir ging der Antrag durch.

So geht es weiter mit dem Baugebiet "Am Weberanger"

Bauwerk Die Brücke über die Friedberger Ach ist nötig, um das neue Baugebiet „Am Weberanger“ in Mühlhausen zu erschließen. Sie wird 11,60 Meter lang. Die Breite variiert zwischen 12,6 und 23,8 Metern. Wegen der Nähe zur Staatsstraße 2381 müssen die Schutzeinrichtungen (Leitplanken) über die Brücke geführt werden.

Zeitplan Vorab wird die Staatsstraße von März bis April aufgeweitet. Es folgen: Ausschreibung im April, Vergabe im Mai und der Brückenbau von Mai bis November

Kosten 550 000 Euro

Behelfsbrücke Vergabe im April und Brückenbau von Mai bis Juli; Kosten: 150 000 Euro

Erschließung Baugebiet Juli bis November 2021.

Quelle: Büro Sweco

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