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Landsmannschaft

13.01.2020

Die Heimatstube ist bald fertig

Für das Gedenkkreuz am Alten Friedhof plant die Sudetendeutsche Landsmannschaft in Aichach eine Generalreinigung.

Sudetendeutsche in Aichach freuen sich auf das Ergebnis der Sanierung

Nach dem Jubiläumsjahr blickt die Sudetendeutsche Landsmannschaft Aichach auf die nächsten zwölf Monate. Im ersten Quartal soll die Sanierung der Sudetendeutschen Heimatstube in der Martinstraße mit Einrichtung einer Migrationsberatungsstelle des Bundes der Vertriebenen abgeschlossen und mit einem kleinen Festakt seiner Bestimmung übergeben werden.

Bis zum Sommer soll außerdem das Anton-Günther-Denkmal im Stadtpark im neuen Glanz erstrahlen. Den Abschluss wird eine Generalreinigung des Gedenkkreuzes am Alten Friedhof bilden. Dies müsse aber, so Ortsobmann Gert-Peter Schwank, „nicht mehr unbedingt in 2020 sein“.

Viel wichtiger ist es Schwank, den Fortbestand der Ortsgruppe zu sichern. Deshalb seien alle Mitglieder zur Werbung neuer Mitstreiter aufgerufen. „Wenn es gelingt, dass jeder ein Familienmitglied oder einen sudetendeutschen Abkömmling gewinnt, wäre dieses Ziel erreicht“, so Schwank. „Wer soll später an die Geschichte der Sudetendeutschen, an das einstige Zusammenleben mit den tschechischen Nachbarn oder die jahrhundertelangen Kulturleistungen der Deutschen im Osten erinnern, wenn es nicht die Nachkommen der Heimatvertriebenen tun?“, resümiert der frühere Redakteur.

Dass die SL-Ortsgruppe versucht neue Wege einzuschlagen, wird im Halbjahresprogramm deutlich. Mit Vorträgen will sie geschichtlich interessierte Menschen ansprechen, die der SL noch fernstehen. Passend zur Landesausstellung erläutert am Freitag, 17. Januar, Hans Peter aus Mauerbach in einem Streifzug durch das Wittelsbacher Land dessen Brauchtum, Städte und Schlösser. Am 14. Februar referiert der Präsident der Schlesischen Landesvertretung, Gotthard Schneider, über „Die Spaltung Schlesiens nach den Schlesischen Kriegen und die Auswirkungen auf Sudetenschlesiens unter Kaiserin Maria Theresia und Kaiser Friedrich dem Großen“. Franz Siegert aus Inchenhofen hält im März einen Vortrag über das böhmische Bäderdreieck und die europäische Kulturhauptstadt Pilsen. Die Landesvorsitzende der Pommerschen Landsmannschaft, die Fürstenfeldbrucker Rechtsanwältin Ines Reinhold von Drüben, berichtet im April über die 13 Fluchtversuche ihrer Familie aus der DDR. Am 13. April findet die Sudetendeutsche Maiandacht statt. Im Mai schildert der Kreisvorsitzende der Banater Schwaben aus München, Bernhard Fackelmann, die Geschichte seiner Landsleute.

Zum Sudetendeutschen Tag an Pfingsten in Regensburg will der SL-Kreisverband einen Bus einsetzen. In der Jahreshauptversammlung am 19. Juni steht die Neuwahl des Vorstandes an. Alle Veranstaltungen finden jeweils ab 15 Uhr im Gasthaus Specht statt. (AN)

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