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Schauspiel

13.11.2017

Ein Ensemble ist wieder heiß auf die Bühne

Auf die Premiere freuen sich (von rechts) Claudia Flassig, Dagmar Franz-Abott und Stefan Dauber.
Bild: Manuela Rieger

Das Aichacher Volkstheater ist fleißig am Proben. Am kommenden Samstag feiert das Stück „Die Nibelungen“ Premiere.

Die Truppe des Aichacher Volkstheaters stellt am kommenden Wochenende ihr neues Theaterstück „Die Nibelungen“ in der Fassung von Thomas Birkmeir vor. Noch lernen alle fleißig die Texte und proben die einzelnen Szenen. Doch bis zum Wochenende, wenn die Premiere stattfinden soll, haben alle die Texte verinnerlicht, meint Regisseurin Dagmar Franz-Abott.

Alle Achtung: Für ihren Auftritt proben 13 Mimen nun eine Woche lang an jedem Tag. Denn der zeitliche Korridor in der stark frequentierten TSV-Halle ist knapp: Nur noch ein paar Tage stehen für den restlichen Bühnenbau und Proben zur Verfügung. Und die Saison ist kurz, in die insgesamt acht Aufführungen gepackt werden müssen.

Doch der Spaß am Tun überwiegt. Unter der Regie von Dagmar Franz-Abott haben die Akteure noch ein gewaltiges Pensum zu leisten. Kostüme müssen fertiggenäht werden, Lichttechnik und Sprache muss ausgeklügelt werden, Eintrittskarten verkauft, Text muss geübt und geprobt muss nebenbei auch noch werden.

Mit dem Blick fürs Komische, Tragische und Hintergründige wird hier der Mythos Nibelungen von alter Last, von Klischees und Vorurteilen befreit. In bekannter und bewährter Art nähert sich das Volkstheater mit seiner neuen Regisseurin Franz-Abott auch diesmal einem gewaltigen Stoff an. Übrigens ist das Stück nicht einfach unkritisch übernommen worden. „Wir haben es etwas umgeschrieben“, spielte Claudia Flassig auf die schon in früheren Jahren bewiesene Kreativität an. Und weil der Autor ein Aichacher ist, darf Lokalkolorit nicht fehlen. Und natürlich hat das Ensemble weiter an seinem schauspielerischen Können gefeilt, denn jeder hat für sich selbst die geeignete Rolle ausgesucht, verrät die Regisseurin.

Mit viel Spaß und Begeisterung sind alle Beteiligten bei der Sache. Die Regisseurin ist sehr zufrieden mit dem Verlauf der Proben: „Wir sind alle schon ganz heiß darauf, wieder auf der Bühne zu stehen“, ergänzt Kassenführer Stefan Dauber. Die Theaterakteure nutzten Freizeiten und viele wöchentliche Probentermine, um die Szenen zu entwickeln. Alle 13 Mitwirkenden waren als Arbeitsgemeinschaft an dem Projekt von der ersten bis zur letzten Schraube am Aufbau beteiligt. „Wir haben dabei sehr viel Spaß gehabt und hoffen, dass auch das Publikum seine helle Freude an unseren Ideen hat“, sagt Schauspielerin Franz-Abott. „Diese kreativ-subversive Bande entwickelte so viele absurde Ideen, dass wir Mühe hatten, alle in unserer Spielfassung unterzubringen.“ Diesmal wird Gerhard Peters musikalische Fanfaren einstreuen, ob mit Klarinette und/oder Saxofon, dafür hat sich der Musikus noch nicht entschieden.

Eins ist klar: Dass man sich nicht mit Drachen einlassen sollte, dass Zwergen grundsätzlich nicht zu trauen ist und dass man seine Tarnkappe besser nicht zu Hause vergisst, sonst kann es ungemütlich werden. Das Lied der Nibelungen ist bekannt. Und doch? Bestimmt gibt es eine überraschende Wende. Diese ist zu sehen am Premierenabend, 18. November, 19.30 Uhr.

WeitereVorstellungen Am 24./25./26. November und im Dezember am 1./2./3. und 8./9. jeweils um 19.30 Uhr, sonntags um 16 Uhr.

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