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Gemeinderat Kühbach

29.06.2017

Ein Hackschnitzellager bei Pfeifer ist unerwünscht

Hackschnitzel von Pappeln
Bild: Symbolfoto dpa/Patrick Pleul

Der Kühbacher Gemeinderat erteilt aber mehrheitlich seine Zustimmung zu den Plänen des Unternehmens in Unterbernbach

Ungewöhnlich viele Besucher waren am Dienstag zur Sitzung des Kühbacher Gemeinderates gekommen. Der Grund war vor allem ein Thema: ein Bauantrag der Firma Pfeifer Holz aus Unterbernbach. Das Unternehmen will einen Teil ihrer Hoffläche für die Lagerung von Hackschnitzel nutzen. Das missfällt offenbar nicht nur vielen Anwohnern, sondern auch einigen Gemeinderäten. Der Bebauungsplan ließ ihnen jedoch keine Wahl.

Die Brisanz war Bürgermeister Johann Lotterschmid bewusst. Deshalb hatte er beschlossen, den Bauantrag im Gemeinderat zu behandeln, obwohl alle Vorgaben des Bebauungsplanes in Unterbernbach eingehalten worden waren.

Konkret hat die Firma vor, auf 1500 Quadratmetern vier Meter hoch Hackschnitzel zu lagern. Jeweils am Wochenende werden diese verarbeitet. Einen ähnlichen Antrag hatte der Gemeinderat schon 2010 vorliegen. Damals habe es sich um die vierfache Menge und um Sägespäne gehandelt, erklärte der Bürgermeister. Der Gemeinderat lehnte damals ab. Auch diesmal waren die Gemeinderäte nicht begeistert. Obwohl sich laut Lärmschutz- und Immissionsschutzgutachten alle Werte im zulässigen Bereich bewegen.

Karl-Heinz Kerscher erinnerte daran, dass die vom Wind davongetragenen trockenen Sägespäne ein Problem waren. Er fragte sich, ob das bei Hackschnitzel anders sei. Georg Schäffler sagte: „Jahrelang wurde alles überflutet mit Sägemehl und jetzt sollen wir einfach bei Hackschnitzel zustimmen?“ Engelbert Thumm war nicht generell dagegen, wollte aber sicherstellen, dass der Bevölkerung nichts aufgelastet wird, das zu Problemen führe. Franz Lechner war der Meinung, dass sich unter dem Strich nichts ändern werde. „In so einer Firma kann man Sägemehl nie vermeiden.“ Bürgermeister Lotterschmid wies darauf hin, dass e die Gemeinde nur baurechtlich in der Hand habe und die Vorgaben des Bebauungsplanes alle eingehalten worden seien. Lotterschmid weiter: „Da können wir doch anschließend nicht sagen, dass wir es nicht genehmigen.“ Falls doch, würde das Landratsamt das Einvernehmen ersetzen, machte der Bürgermeister deutlich. Dazu kommt, dass ein Beschluss rechtliche Sicherheit schaffe. Denn der Lagerplatz existiert bereits. Lotterschmid dazu: „Es ist eine Situation, die wir schon jahrelang haben. Jetzt soll es legalisiert werden.“ Mit vier Gegenstimmen beschloss der Gemeinderat, dass die Hoffläche für die Lagerung von rund 5000 Kubikmeter Hackschnitzel genutzt werden kann. In den Beschluss nahm das Gremium auf Vorschlag von Peter Mayr auf, dass die Gemeinde aufgrund der häufig auftretenden Staubimmissionen eine Überdachung des Lagerplatzes befürworte.

Straßenbau in Unterbernbach Im August stehen in Unterbernbach Straßenbauarbeiten an der Ortsdurchfahrt an. Der Landkreis wird die Straßendecke verstärken und in diesem Zug die Spuren der Kanalbauarbeiten ausgleichen. Außerdem werden die Deckenbeschichtung des Radweges von Radersdorf nach Unterbernbach erneuert und der Vorplatz der Feuerwehr asphaltiert. Von den Gesamtkosten in Höhe von rund 153000 Euro entfällt auf die Gemeinde ein Anteil von knapp 59000 Euro. Im Gegenzug bekommt Kühbach auch Geld vom Landkreis. Die Gemeinde werde eine Vereinbarung über die Einleitung des Straßenwassers in die gemeindliche Kanalisation abschließen, teilte der Bürgermeister mit. Wie hoch der Kostenbeitrag sein wird, muss noch ausgerechnet werden. Lotterschmid geht von etwa 20000 bis 30000 Euro aus.

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