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17.01.2015

Ein letztes Krippenspiel mit Traudl Well

Traudl Well aus Günzlhofen mit einer ihrer Handarbeiten.

Well-Oma stirbt mit 95. Vor drei Wochen letzter Auftritt in Friedberg

Die Friedberger Wallfahrtskirche Herrgottsruh war überfüllt. Vor Weihnachten führte die Familie Well dort ihr Krippenspiel auf. Mittendrin: die 95-jährige Traudl Well. Es war ihr letzter öffentlicher Auftritt. Wie ihr Sohn Christoph (Stofferl) Well gestern bekannt gab, starb sie in der Nacht zum Freitag.

Im Landkreis hatte die „Well-Oma“ viele Anhänger. Regelmäßig war sie hier bei Auftritten ihrer Töchter Burgi, Bärbi und Moni alias Wellküren. Zum Schluss holten sie ihre Mutti auf die Bühne. Konzentriert begleitete sie ihre Töchter an der Zither. Das Publikum nahm diesen Moment stets begeistert auf.

So wie 2010 in Aichach, als die Wellküren und ihre Mama am Morgen nach dem Stadtfest für einen brechend vollen Stadtplatz sorgten. Wo immer sie auftrat, war die kleine Frau mit dem freundlichen Lächeln der heimliche Star. Auch wenn ihr dieser Begriff nicht gefallen hätte.

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Aber um sie zu sehen, nahmen die Menschen gerne eine weite Anreise auf sich. Vor vier Jahren kamen sie aus ganz Bayern ins Aichacher Stadtmuseum, wo Traudl Well zeigte, wie man Wachsstöcke anfertigt. Tradition lag ihr sehr am Herzen.

Der enge Kontakt zum Landkreis war kein Zufall. Von 1949 bis 1954 lebte die Familie Well in Willprechtszell (Petersdorf). Hier unterrichtete Vater Hermann als Lehrer. Der Günzelhofener (Kreis Fürstenfeldbruck) führte seine 15 Kinder früh an die Musik heran. Sie blieben ihr treu. Die Söhne Christoph, Hans und Michael Well machten später als Biermösl Blosn Karriere.

Immer wieder kam die Familie in den Landkreis. Nach Sielenbach, wo der Vater ebenfalls als Lehrer gearbeitet hatte. Nach Pöttmes, wo sich die Vereinigten Well-Verehrerinnen gründeten. Und nach Aichach, wo Traudl Well Bürgermeister Klaus Habermann noch vor zwei Jahren zum 60. Geburtstag gratulierte. (nsi, mit dpa) "Bayern Seite 11

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