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Fußball-Pilotprojekt

27.03.2012

Eltern rücken in den Hintergrund

Viele Spieler, keine Schiedsrichter – das Pilotprojekt des BFV kam in Aindling gut an. Besonders wichtig: Die Eltern müssen Sicherheitsabstand halten.
Bild: Peter Appel

Beim ersten Nachwuchsspiel ohne Schiedsrichter in unserer Region gehen die jungen Kicker aus Aindling und Affing fair miteinander um. In Zukunft soll diese Spielweise auf mehrere Altersklassen ausgeweitete werden

Nein, das war kein Fußballspiel wie viele andere. Das war eine Premiere, bei der erstmals in unserer Region eine Nachwuchspartie ohne Schiedsrichter über die Bühne ging. Nicht etwa deshalb, weil der Neutrale nicht kam. Es war der Versuch, in der Altersklasse der F3-Jugend Neuland zu betreten.

Auf dem Spielfeld neben dem alten Sportheim des TSV Aindling standen sich die Teams des Gastgebers und des FC Affing gegenüber. Auf beiden Seiten waren sechs Feldspieler und ein Keeper im Einsatz. Gekickt wurde nicht auf einem Feld, wie man es von den Männern kennt. Eigens wurde ein Kleinfeld abgesteckt, damit die Kinder nicht über Gebühr strapaziert wurden.

Die beiden Trainer führten ihre Schützlinge auf den Platz. „Kein Blödsinn mehr machen“, ermahnte Martin Neumann nicht nur die Aindlinger Kicker. War’s das Premierenfieber oder die Aufregung vor dem ersten Spiel nach der Winterpause? Zweimal 20 Minuten rollte die Kugel, im zweiten Abschnitt wurde es schon ein wenig duster.

Die Eindrücke, die man gewinnen konnte bei diesem Schiri-losen Match, waren durchweg positiv. Die Hauptdarsteller gingen fair miteinander um; das ist ja auch das Hauptanliegen bei diesem Versuch. Darum spricht man auch von einer Fair-Play-Liga. Der Affinger Keeper Lukas Lindemeir („War gut“) vergoss zwischendurch einige Tränen, nachdem ihm ein Spieler auf die Hand getreten war. Sogleich versammelten sich die meisten Kameraden aus beiden Teams beim Sechsjährigen; als auch noch die Mutter Trost gespendet hatte, ging’s weiter. (jeb)

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