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Sitzung II

08.11.2019

Elternbeirat schlägt Alarm: Zu wenig Platz an der Grundschule

Mitglieder des Elternbeirats waren zur Sitzung des Gemeinderates gekommen. Hans Georg Wolf berichtete, was ihnen auf der Seele brennt.
Bild: Gerlinde Drexler

Räume reichen angesichts künftiger Schülerzahlen nicht aus. Welche Lösung die Rektorin vorschlägt

An der Grundschule Adelzhausen-Tödtenried herrschen beengte Raumverhältnisse. Die beiden ersten Klassen sind schon seit einigen Jahren an die Schule in Tödtenried ausgelagert. Trotzdem reicht der Platz nicht aus. Wie akut die Situation ist, machten Mitglieder des Elternbeirats in der Sitzung des Adelzhauser Gemeinderates am Mittwoch deutlich.

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Als „aktuell etwas klein“ bezeichnete Hans Georg Wolf, Mitglied des Elternbeirats, die Grundschule. Bis 2021 soll die Zahl der Schüler auf 153 steigen, im Schuljahr 2024/25 sind es laut einer Hochrechnung (ohne Zuzüge) 212 Schüler. „Die bringt man nicht unter in der Schule“, sagte Wolf.

Ähnlich wird es wohl bei den Erstklässlern aussehen. Die im Schuljahr 2022/23 erwarteten 56 Erstklässler bringe man in den beiden Klassenzimmern in Tödtenried unter, so Wolf. „Mit 57 Schülern ist ein drittes Klassenzimmer notwendig und das gibt es nicht.“

Elternbeirat schlägt Alarm: Zu wenig Platz an der Grundschule

Ein weiteres Problem sei die Inklusionsgruppe in der Schule. „Es ist in Adelzhausen und Tödtenried nicht möglich, eine solche Gruppe aufzumachen“, sagte Wolf. Wie sollen Kinder mit Handicap zum Beispiel in den Werkraum oder in die Turnhalle kommen? Mit der integrativen Gruppe, die in der neu geplanten Kindertagesstätte angeboten wird, könne das Problem akut werden, befürchtete Wolf. „Was machen wir dann in der Schule?“, fragte er den Gemeinderat.

Am drängendsten ist das Problem jedoch beim offenen Ganztag, der Mittagsbetreuung, die seit September 2008 an der Grundschule in Adelzhausen angeboten wird. Derzeit seien 44 Kinder mit zwei Betreuern in einem Raum, sagte Wolf. „Das ist eigentlich grenzwertig, so wie es jetzt ist.“

Dem Gemeinderat sei die Problematik bekannt, sagte Bürgermeister Lorenz Braun. Er habe sich deswegen schon mit der Regierung von Schwaben in Verbindung gesetzt, um eine Lösung zu besprechen. Der Bürgermeister zum Elternbeirat: „Auf die Schnelle können wir keine neue Schule aus dem Boden stampfen.“

Eine Anregung, wie das Platzproblem beim offenen Ganztag gelöst werden könnte, hatte Rektorin Gudrun Daniel. Es sei wichtig, dass er in der Nähe der Schule bleibe, betonte sie. Sie schlug vor, den offenen Ganztag als Hort im Kindergarten einzurichten und den Kindergarten neu zu bauen. (drx)

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